Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Marktkapitalisierung

    125

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Künstliche Intelligenz (KI)

    118

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Volatilität

    103

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    S&p 500

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    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Federal Reserve

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    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    Inflation

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    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Kursziel

    66

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Zölle

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    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Regierungsstillstand

    51

    Ein Regierungsstillstand (Government Shutdown) ist ein temporärer Verwaltungsstillstand, der eintritt, wenn die Legislative keine Gesetze zur Finanzierung der Exekutive verabschiedet, wodurch ein Großteil der staatlichen Aktivitäten und Dienstleistungen eingestellt wird. Dies geschieht typischerweise, wenn sich die politischen Parteien nicht auf einen Haushalt oder eine Übergangsfinanzierung einigen können, bevor die bestehenden Mittel auslaufen.

    Basispunkte

    50

    Ein Basispunkt ist eine Maßeinheit in der Finanzwelt. Er beschreibt sehr kleine Veränderungen bei Prozentangaben und entspricht genau einem Hundertstel eines Prozentpunktes.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    48

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Nachbörslicher Handel

    47

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

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    Anklagen

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 31. Dezember 2025

    "Anklagen" im Finanzwesen bezieht sich auf die formelle Erhebung einer Klage durch eine Staatsanwaltschaft oder eine andere zuständige Behörde gegen eine Person oder ein Unternehmen wegen des Verdachts einer Finanzstraftat oder eines wirtschaftskriminellen Vergehens. Diese rechtliche Maßnahme leitet das gerichtliche Hauptverfahren ein, um die Schuld festzustellen und gegebenenfalls Strafen zu verhängen.

    Ausführliche Erklärung

    Anklagen im Finanzkontext sind eng mit dem Bereich der Wirtschaftskriminalität und des Finanzstrafrechts verbunden. Sie umfassen eine breite Palette von Delikten, die sich gegen Privatpersonen, andere Unternehmen oder den Staat richten können. Typische Finanzstraftaten, die zu Anklagen führen, sind unter anderem Steuerhinterziehung, Geldwäsche, Betrug, Korruption, Insiderhandel und Insolvenzdelikte. Diese Handlungen zielen in der Regel auf einen finanziellen Vorteil ab und sind oft komplex strukturiert, wobei betriebliche Strukturen ausgenutzt werden, um die Taten zu verschleiern.

    Einem Anklageverfahren geht in der Regel ein umfangreiches Ermittlungsverfahren voraus, das von Finanzbehörden, der Steuerfahndung oder der Staatsanwaltschaft durchgeführt wird. Während dieser Phase werden Beweise gesammelt, Zeugen und Beschuldigte angehört sowie gegebenenfalls Durchsuchungen von Haus, Wohnung oder Firmengebäuden angeordnet. Besteht nach Abschluss der Ermittlungen ein hinreichender Tatverdacht, dass eine strafbare Tat begangen wurde, erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage. Die Anklageschrift bildet die Grundlage für das gerichtliche Hauptverfahren und muss den vorgeworfenen Sachverhalt sowie die verletzten Strafvorschriften präzise darlegen.

    Die Folgen einer Anklage im Finanzbereich können für die betroffenen Personen und Unternehmen gravierend sein. Für Einzelpersonen reichen die möglichen Sanktionen von hohen Geldstrafen und Nachzahlungen (z.B. bei Steuerhinterziehung) bis hin zu Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren und Berufsverboten. Unternehmen sind oft mit erheblichen Reputationsschäden konfrontiert, die das Vertrauen von Kunden, Investoren und Partnern massiv beeinträchtigen können. Dies kann zu einem Rückgang des Aktienkurses oder der Anleihepreise, einer Beeinträchtigung der Geschäftstätigkeit und einer Neuausrichtung der Risikobewertung führen. Darüber hinaus können Unternehmen mit hohen Bußgeldern und Schadensersatzforderungen konfrontiert werden.

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