Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Marktkapitalisierung

    127

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Künstliche Intelligenz (KI)

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    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Volatilität

    103

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    S&p 500

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    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Federal Reserve

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    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    Inflation

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    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Kursziel

    68

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Zölle

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    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Regierungsstillstand

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    Ein Regierungsstillstand (Government Shutdown) ist ein temporärer Verwaltungsstillstand, der eintritt, wenn die Legislative keine Gesetze zur Finanzierung der Exekutive verabschiedet, wodurch ein Großteil der staatlichen Aktivitäten und Dienstleistungen eingestellt wird. Dies geschieht typischerweise, wenn sich die politischen Parteien nicht auf einen Haushalt oder eine Übergangsfinanzierung einigen können, bevor die bestehenden Mittel auslaufen.

    Basispunkte

    50

    Ein Basispunkt ist eine Maßeinheit in der Finanzwelt. Er beschreibt sehr kleine Veränderungen bei Prozentangaben und entspricht genau einem Hundertstel eines Prozentpunktes.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    48

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Nachbörslicher Handel

    47

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

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    Arbeitslosigkeit

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 30. Dezember 2025

    Arbeitslosigkeit bezeichnet in der Volkswirtschaftslehre den Zustand, in dem arbeitsfähige und arbeitswillige Personen keine erwerbsorientierte Beschäftigung finden, obwohl sie aktiv danach suchen und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Dies stellt volkswirtschaftlich einen Überschuss des Arbeitsangebots über die Arbeitsnachfrage dar.

    Ausführliche Erklärung

    Aus finanzieller Sicht hat Arbeitslosigkeit sowohl für den Einzelnen als auch für die Gesamtwirtschaft erhebliche Auswirkungen. Für den einzelnen Arbeitnehmer bedeutet der Verlust des Arbeitsplatzes primär den Wegfall des regelmäßigen Einkommens, was die wirtschaftliche Existenz gefährden kann und zu finanziellen Schwierigkeiten führt. Dies zwingt Betroffene oft zu ausgabenseitigen Einsparungen und kann zu einem Rückgang des Konsums führen. Um die finanziellen Problemlagen abzumildern, erhalten Arbeitslose in vielen Ländern staatliche Transferleistungen wie Arbeitslosengeld, die jedoch die ursprünglichen Einkommensverluste meist nicht vollständig kompensieren.

    Auf makroökonomischer Ebene verursacht Arbeitslosigkeit beträchtliche Kosten für die öffentlichen Haushalte durch Mehrausgaben für Sozialleistungen und Mindereinnahmen aus Steuern und Sozialabgaben. Beispielsweise stiegen die fiskalischen Kosten der Arbeitslosigkeit in Deutschland im Jahr 2024 auf fast 77 Milliarden Euro, was 1,77 Prozent des BIP ausmachte. Diese direkten Kosten umfassen Transferzahlungen an Arbeitslosengeld- und Bürgergeld-Beziehende sowie die damit verbundenen Sozialversicherungsbeiträge.

    Darüber hinaus führt Arbeitslosigkeit zu einem geringeren Bruttoinlandsprodukt und verringertem Wirtschaftswachstum, da ein Teil des Arbeitspotenzials ungenutzt bleibt und die Inlandsnachfrage sinkt. Unternehmen sehen sich aufgrund der reduzierten Kaufkraft mit einem geringeren Absatz konfrontiert, was wiederum zu Produktionsrückgängen und weiteren Arbeitsplatzverlusten führen kann. Die Bekämpfung von Arbeitslosigkeit ist daher eine zentrale Aufgabe der Wirtschaftspolitik, um die Stabilität und Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft zu gewährleisten.

    Man unterscheidet verschiedene Arten von Arbeitslosigkeit, die unterschiedliche finanzielle Ursachen und Implikationen haben. Konjunkturelle Arbeitslosigkeit entsteht beispielsweise durch zyklische Schwankungen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und einen Rückgang der Nachfrage, was zu Massenentlassungen führen kann. Strukturelle Arbeitslosigkeit hingegen resultiert aus tiefgreifenden wirtschaftlichen und technologischen Veränderungen, bei denen die Qualifikationen der Arbeitskräfte nicht mehr zu den Anforderungen des Arbeitsmarktes passen. Saisonale Arbeitslosigkeit, wie im Baugewerbe im Winter, ist auf jahreszeitliche Nachfrageschwankungen zurückzuführen und kann durch gezielte Hilfen wie Saison-Kurzarbeitergeld abgemildert werden.

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