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    Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Marktkapitalisierung

    141

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Künstliche Intelligenz (KI)

    128

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Volatilität

    107

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Federal Reserve

    102

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    S&p 500

    95

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Inflation

    85

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Zölle

    73

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Kursziel

    73

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Basispunkte

    52

    Ein Basispunkt ist eine Maßeinheit in der Finanzwelt. Er beschreibt sehr kleine Veränderungen bei Prozentangaben und entspricht genau einem Hundertstel eines Prozentpunktes.

    Regierungsstillstand

    52

    Ein Regierungsstillstand (Government Shutdown) ist ein temporärer Verwaltungsstillstand, der eintritt, wenn die Legislative keine Gesetze zur Finanzierung der Exekutive verabschiedet, wodurch ein Großteil der staatlichen Aktivitäten und Dienstleistungen eingestellt wird. Dies geschieht typischerweise, wenn sich die politischen Parteien nicht auf einen Haushalt oder eine Übergangsfinanzierung einigen können, bevor die bestehenden Mittel auslaufen.

    Nachbörslicher Handel

    51

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    50

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Alle Begriffe

    Auftragsfertiger

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 15. Januar 2026

    Ein Auftragsfertiger ist ein Industrieunternehmen, das Produkte oder Komponenten im Auftrag und auf Rechnung eines anderen Unternehmens (des Auftraggebers) herstellt, ohne dabei selbst als Markenhersteller aufzutreten. Dieses Geschäftsmodell ermöglicht es dem Auftraggeber, die Produktion auszulagern und sich auf andere Kernkompetenzen zu konzentrieren.

    Ausführliche Erklärung

    Die Beauftragung eines Auftragsfertigers stellt für Unternehmen eine strategische Form des Outsourcings dar, die primär finanzielle Vorteile bietet. Der Auftraggeber kann erhebliche Kapitalinvestitionen in eigene Produktionsanlagen, Maschinen und Personal vermeiden, wodurch fixe Kosten in variable Kosten umgewandelt werden. Dies reduziert das Investitionsrisiko und verbessert die Liquidität des beauftragenden Unternehmens, da eigene Produktionskapazitäten nicht aufgebaut oder ausgelastet werden müssen.

    Durch die Auslagerung der Fertigung an einen Spezialisten kann sich der Auftraggeber auf seine Kernkompetenzen wie Forschung und Entwicklung, Marketing und Vertrieb konzentrieren. Dies führt zu einer optimierten Allokation interner Ressourcen und kann die Profitabilität in diesen Bereichen steigern. Auftragsfertiger profitieren oft von Skaleneffekten durch die Produktion für mehrere Kunden, was zu niedrigeren Stückkosten führen kann, von denen auch der Auftraggeber profitiert. Zudem erhält der Auftraggeber Zugang zu spezialisiertem Fertigungs-Know-how und fortschrittlicher Technologie, ohne selbst in diese investieren zu müssen.

    Finanziell gibt es verschiedene Modelle der Zusammenarbeit. Beim sogenannten "Toll Manufacturing" behält der Auftraggeber das Eigentum an den Rohmaterialien oder unfertigen Produkten, während der Auftragsfertiger eine Gebühr für die reine Produktionsleistung erhält. In anderen Fällen kauft der Auftragsfertiger die Rohmaterialien selbst und verkauft die fertigen Produkte an den Auftraggeber zurück. Diese Unterscheidungen sind relevant für die Bilanzierung, das Working Capital Management und die Risikoverteilung, insbesondere im Hinblick auf Lagerbestände und deren Finanzierung. Bei multinationalen Konzernen spielen zudem Verrechnungspreise eine wichtige Rolle, um Gewinne und Verluste konzernintern steuerlich optimal zu allokieren.

    Die Vorteile der Auftragsfertigung umfassen eine flexible Anpassung der Produktionskapazitäten an die Nachfrage, was die Notwendigkeit einer eigenen Rohstofflagerhaltung reduziert und die Bestandsbindung minimiert. Dies vereinfacht die Nachfrageplanung und senkt die Kosten für dauerhaften Bestand. Nachteile können in potenziell höheren Stückkosten für hochgradig individualisierte Produkte, einer Abhängigkeit vom Auftragsfertiger und dem Risiko unerwarteter Zusatzkosten liegen, falls die Vertragsgestaltung nicht präzise ist. Eine sorgfältige Auswahl des Auftragsfertigers und klare vertragliche Regelungen sind daher entscheidend, um finanzielle Risiken zu minimieren und die Vorteile optimal zu nutzen.

    Rechtlicher Hinweis

    Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken. Sie stellen KEINE Finanzberatung, KEINE Anlageberatung gemäß § 63 WpHG und KEINE Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

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    Wir sind ein Nachrichten-Aggregator und Bildungsressource – kein Finanzdienstleister. Bei finanziellen Entscheidungen konsultieren Sie bitte qualifizierte Finanzberater. Jede Anlageentscheidung erfolgt ausschließlich auf eigenes Risiko.

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