Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    226

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    205

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Zölle

    193

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Volatilität

    170

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Federal Reserve

    151

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    Inflation

    135

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    S&p 500

    126

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    125

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    95

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Nachbörslicher Handel

    86

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Bewertung

    81

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Basispunkte

    71

    Ein Basispunkt ist eine Maßeinheit in der Finanzwelt. Er beschreibt sehr kleine Veränderungen bei Prozentangaben und entspricht genau einem Hundertstel eines Prozentpunktes.

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    Ausgabenproblem

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 21. Dezember 2025

    Ein Ausgabenproblem beschreibt eine finanzielle Situation, in der die Ausgaben, trotz potenziell ausreichender Einnahmen, zu hoch oder ineffizient sind, was zu einem Ungleichgewicht im Haushalt führt. Es wird oft im Gegensatz zu einem Einnahmeproblem betrachtet, bei dem die Einnahmen selbst unzureichend sind.

    Ausführliche Erklärung

    Das Ausgabenproblem manifestiert sich sowohl im öffentlichen Sektor als auch in privaten Haushalten und Unternehmen. Im Kontext der öffentlichen Finanzen bedeutet es, dass der Staat oder eine Gebietskörperschaft trotz hoher oder sogar steigender Steuereinnahmen ein Defizit aufweist, weil die Ausgaben schneller wachsen oder ineffizient eingesetzt werden. Dies führt zu einer zunehmenden Staatsverschuldung und kann die finanzielle Stabilität gefährden. Debatten um die Einhaltung der Schuldenbremse in Deutschland sind ein prominentes Beispiel, bei dem argumentiert wird, dass der Bund kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem hat und daher Sparmaßnahmen statt Steuererhöhungen notwendig sind.

    Für private Haushalte tritt ein Ausgabenproblem auf, wenn das Geld am Ende des Monats knapp wird, obwohl ein geregeltes Einkommen vorhanden ist. Dies kann durch mangelnde Budgetierung, unkontrollierten Konsum oder das Phänomen des "Lifestyle Creep" verursacht werden, bei dem mit steigendem Einkommen auch die Ausgaben proportional anwachsen. Ein solches Problem kann den Vermögensaufbau behindern und zu einer Abhängigkeit von Krediten führen.

    In Unternehmen äußert sich ein Ausgabenproblem durch ineffiziente Geschäftsprozesse, hohe Betriebskosten oder unzureichendes Lieferantenmanagement, die zu unnötig hohen Ausgaben führen. Eine mangelnde Kostenkontrolle und Budgetierung kann dazu führen, dass Ausgaben den Rahmen sprengen und die Rentabilität beeinträchtigen. Die Analyse betrieblicher Abläufe zur Identifizierung von Engpässen und Optimierungspotenzialen ist hier entscheidend.

    Die Lösung eines Ausgabenproblems erfordert in der Regel eine kritische Überprüfung und Priorisierung der Ausgaben. Im staatlichen Bereich bedeutet dies oft, Ausgabenprogramme zu straffen, Subventionen zu hinterfragen oder die Effizienz der Verwaltung zu steigern. Für private Haushalte sind eine detaillierte Budgetplanung und bewusste Konsumentscheidungen essenziell. Unternehmen müssen ihre Kostenstrukturen analysieren und Optimierungspotenziale in Einkauf, Produktion und Verwaltung identifizieren.

    Rechtlicher Hinweis

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