Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Marktkapitalisierung

    123

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Künstliche Intelligenz (KI)

    113

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Volatilität

    101

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    S&p 500

    88

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Federal Reserve

    80

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    Inflation

    74

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Kursziel

    64

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Zölle

    63

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Regierungsstillstand

    50

    Ein Regierungsstillstand (Government Shutdown) ist ein temporärer Verwaltungsstillstand, der eintritt, wenn die Legislative keine Gesetze zur Finanzierung der Exekutive verabschiedet, wodurch ein Großteil der staatlichen Aktivitäten und Dienstleistungen eingestellt wird. Dies geschieht typischerweise, wenn sich die politischen Parteien nicht auf einen Haushalt oder eine Übergangsfinanzierung einigen können, bevor die bestehenden Mittel auslaufen.

    Basispunkte

    50

    Ein Basispunkt ist eine Maßeinheit in der Finanzwelt. Er beschreibt sehr kleine Veränderungen bei Prozentangaben und entspricht genau einem Hundertstel eines Prozentpunktes.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    46

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Nachbörslicher Handel

    46

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

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    Blase

    16 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 4. Januar 2026

    Eine Finanzblase, auch Spekulationsblase genannt, ist eine Marktsituation, in der die Preise von Vermögenswerten wie Aktien, Immobilien oder Rohstoffen bei hohen Umsätzen deutlich über ihrem inneren oder fundamentalen Wert liegen. Sie ist gekennzeichnet durch einen rapiden Preisanstieg, der nicht durch reale Wirtschaftsfaktoren gerechtfertigt ist, gefolgt von einem plötzlichen und starken Preisverfall, wenn die Blase platzt.

    Ausführliche Erklärung

    Finanzblasen entstehen typischerweise durch eine Kombination aus irrationaler Euphorie, Herdenverhalten und spekulativem Kaufverhalten der Marktteilnehmer. In der Anfangsphase, oft als "Verdrängung" bezeichnet, glauben Anleger an ein neues wirtschaftliches Paradigma, was zu einem anfänglichen Preisanstieg führt. Dieser Anstieg wird durch die Erwartung weiterer Preissteigerungen befeuert, nicht durch den tatsächlichen Wert des Vermögenswerts. Ein bekanntes Beispiel ist die Tulpenmanie im 17. Jahrhundert, bei der Tulpenzwiebeln zu exorbitanten Preisen gehandelt wurden, die ihren tatsächlichen Wert weit überstiegen.

    Ein wesentlicher Faktor bei der Entstehung von Finanzblasen ist die "Greater Fool"-Theorie. Diese besagt, dass Anleger Vermögenswerte kaufen, die bereits überbewertet sind, in der Hoffnung, sie später an einen "größeren Narren" zu einem noch höheren Preis verkaufen zu können. Dies führt zu einer sich selbst verstärkenden Preisspirale, die oft durch Kreditfinanzierung angeheizt wird. Wenn viele Marktteilnehmer Kredite aufnehmen, um überteuerte Vermögenswerte zu kaufen, steigt die Nachfrage künstlich an und treibt die Preise weiter in die Höhe, ohne dass sich der reale Wert des Vermögenswerts ändert.

    Die Euphoriephase ist oft von einer breiten Berichterstattung in den Medien und dem Gefühl geprägt, dass jeder an der Börse Geld verdient, was weitere Anleger anzieht. Institutionelle Anleger beginnen jedoch oft früher, Gewinne mitzunehmen, bevor die Blase platzt. Sobald die Nachfrage einbricht und keine "größeren Narren" mehr gefunden werden, die bereit sind, die überhöhten Preise zu zahlen, kommt es zu einem plötzlichen Preisverfall, dem sogenannten "Platzen der Blase". Dies führt zu massiven Vermögensverlusten, Vertrauensverlust an den Finanzmärkten und kann eine Wirtschaftskrise oder Rezession auslösen, wie die Dotcom-Blase im Jahr 2000 oder die US-Immobilienblase 2008 zeigten.

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    Blase

    16 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 4. Januar 2026

    Definition

    Eine Finanzblase, auch Spekulationsblase genannt, ist eine Marktsituation, in der die Preise von Vermögenswerten wie Aktien, Immobilien oder Rohstoffen bei hohen Umsätzen deutlich über ihrem inneren oder fundamentalen Wert liegen. Sie ist gekennzeichnet durch einen rapiden Preisanstieg, der nicht durch reale Wirtschaftsfaktoren gerechtfertigt ist, gefolgt von einem plötzlichen und starken Preisverfall, wenn die Blase platzt.

    Detaillierte Erklärung

    Finanzblasen entstehen typischerweise durch eine Kombination aus irrationaler Euphorie, Herdenverhalten und spekulativem Kaufverhalten der Marktteilnehmer. In der Anfangsphase, oft als "Verdrängung" bezeichnet, glauben Anleger an ein neues wirtschaftliches Paradigma, was zu einem anfänglichen Preisanstieg führt. Dieser Anstieg wird durch die Erwartung weiterer Preissteigerungen befeuert, nicht durch den tatsächlichen Wert des Vermögenswerts. Ein bekanntes Beispiel ist die Tulpenmanie im 17. Jahrhundert, bei der Tulpenzwiebeln zu exorbitanten Preisen gehandelt wurden, die ihren tatsächlichen Wert weit überstiegen.

    Ein wesentlicher Faktor bei der Entstehung von Finanzblasen ist die "Greater Fool"-Theorie. Diese besagt, dass Anleger Vermögenswerte kaufen, die bereits überbewertet sind, in der Hoffnung, sie später an einen "größeren Narren" zu einem noch höheren Preis verkaufen zu können. Dies führt zu einer sich selbst verstärkenden Preisspirale, die oft durch Kreditfinanzierung angeheizt wird. Wenn viele Marktteilnehmer Kredite aufnehmen, um überteuerte Vermögenswerte zu kaufen, steigt die Nachfrage künstlich an und treibt die Preise weiter in die Höhe, ohne dass sich der reale Wert des Vermögenswerts ändert.

    Die Euphoriephase ist oft von einer breiten Berichterstattung in den Medien und dem Gefühl geprägt, dass jeder an der Börse Geld verdient, was weitere Anleger anzieht. Institutionelle Anleger beginnen jedoch oft früher, Gewinne mitzunehmen, bevor die Blase platzt. Sobald die Nachfrage einbricht und keine "größeren Narren" mehr gefunden werden, die bereit sind, die überhöhten Preise zu zahlen, kommt es zu einem plötzlichen Preisverfall, dem sogenannten "Platzen der Blase". Dies führt zu massiven Vermögensverlusten, Vertrauensverlust an den Finanzmärkten und kann eine Wirtschaftskrise oder Rezession auslösen, wie die Dotcom-Blase im Jahr 2000 oder die US-Immobilienblase 2008 zeigten.

    Verwandte Begriffe

    Spekulationsblase
    Greater Fool Theorie
    Herdenverhalten
    Asset-Blase
    Finanzkrise