Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    338

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    288

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Volatilität

    276

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Inflation

    238

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Zölle

    228

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Federal Reserve

    201

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    S&p 500

    193

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    175

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Straße Von Hormus

    168

    Die Straße von Hormus ist eine strategisch wichtige Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, die als entscheidender maritimer Engpass für den globalen Energiehandel dient. Sie ist der primäre Seeweg für den Export eines erheblichen Teils des weltweiten Rohöls und Flüssigerdgases (LNG) aus den ölreichen Golfstaaten.

    Nachbörslicher Handel

    121

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    115

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Bewertung

    111

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Alle Begriffe

    Fair Value

    2 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 30. Januar 2026

    Der Fair Value, auch beizulegender Zeitwert genannt, ist der Preis, der zum Bewertungsstichtag in einer geordneten Transaktion zwischen unabhängigen, sachkundigen und willigen Marktteilnehmern für den Verkauf eines Vermögenswerts oder die Übertragung einer Verbindlichkeit erzielt würde. Er stellt einen objektiven, marktgerechten Wert dar, selbst wenn kein aktiver Markt direkt beobachtbar ist.

    Ausführliche Erklärung

    Das Konzept des Fair Value ist ein zentraler Bestandteil der internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS), insbesondere des IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert", der eine einheitliche Definition und Rahmenbedingungen für die Fair-Value-Messung festlegt. Ziel ist es, buchhalterische Größen durch ökonomische Werte zu ersetzen und eine aktuelle, marktnahe Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zu ermöglichen, anstatt sich ausschließlich auf historische Anschaffungskosten zu stützen. Dies erhöht die Transparenz und Vergleichbarkeit von Jahresabschlüssen für Investoren und andere Stakeholder.

    Die Ermittlung des Fair Value erfolgt immer aus der Perspektive von Marktteilnehmern und ist ein marktbasierter Wert, nicht unternehmensspezifisch. IFRS 13 etabliert eine dreistufige Hierarchie für die Fair-Value-Bewertung, die die Verlässlichkeit der verwendeten Inputfaktoren widerspiegelt. Stufe 1 umfasst notierte, nicht berichtigte Preise in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden, wie beispielsweise Börsenkurse für Aktien. Dies ist die verlässlichste Methode.

    Stufe 2 beinhaltet Inputfaktoren, die keine direkten Marktpreisnotierungen sind, aber für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar oder mittelbar beobachtbar sind. Dies können Preise für ähnliche Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten in aktiven Märkten sein, die an spezifische Gegebenheiten angepasst werden. Wenn keine aktiven Märkte bestehen, kann der Fair Value mittels Vergleichs ähnlicher Positionen geschätzt werden.

    Stufe 3 umfasst nicht beobachtbare Inputfaktoren, bei denen eigene Bewertungsmodelle und unternehmensinterne Annahmen zum Einsatz kommen. Beispiele hierfür sind Discounted-Cash-Flow-Verfahren (Kapitalwertmethode) oder Multiples-Bewertungen, die insbesondere bei illiquiden Assets oder Beteiligungen ohne aktiven Markt angewendet werden. Bei der Anwendung dieser Methoden muss das Unternehmen die verwendeten Parameter und Wertansätze offenlegen.

    Ein Beispiel für die Anwendung des Fair Value ist die Bewertung einer Immobilie im Betriebsvermögen. Während sie nach traditioneller Methode mit fortgeführten Anschaffungskosten in der Bilanz stünde, spiegelt der Fair Value den aktuellen Marktwert wider, was einen erheblichen Unterschied darstellen kann. Auch bei Finanzinstrumenten, Unternehmenszusammenschlüssen und Pensionsverpflichtungen spielt der Fair Value eine wichtige Rolle.

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