Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    337

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    285

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Volatilität

    275

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Inflation

    238

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Zölle

    228

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Federal Reserve

    200

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    S&p 500

    190

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    175

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Straße Von Hormus

    166

    Die Straße von Hormus ist eine strategisch wichtige Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, die als entscheidender maritimer Engpass für den globalen Energiehandel dient. Sie ist der primäre Seeweg für den Export eines erheblichen Teils des weltweiten Rohöls und Flüssigerdgases (LNG) aus den ölreichen Golfstaaten.

    Nachbörslicher Handel

    121

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    114

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Bewertung

    110

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Alle Begriffe

    Faktorisierung

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 26. März 2026

    Faktorisierung, im Finanzwesen auch als Factoring bezeichnet, ist eine Finanztransaktion, bei der ein Unternehmen seine offenen Forderungen (Rechnungen) an einen Dritten, den Factor, verkauft, um sofortige Liquidität zu erhalten. Dies geschieht in der Regel zu einem Abschlag auf den Nennwert der Forderungen.

    Ausführliche Erklärung

    Der Prozess der Faktorisierung beginnt damit, dass ein Unternehmen Waren oder Dienstleistungen an seine Kunden liefert und dafür Rechnungen ausstellt. Anstatt auf die Zahlung dieser Rechnungen innerhalb der üblichen Zahlungsziele (z.B. 30, 60 oder 90 Tage) zu warten, verkauft das Unternehmen diese Forderungen an einen Factor. Der Factor zahlt dem Unternehmen einen Großteil des Rechnungsbetrags sofort aus, typischerweise zwischen 70 % und 90 % des Nennwerts, als Vorschuss.

    Die Hauptmotivation für Unternehmen, Factoring zu nutzen, ist die schnelle Verbesserung der Liquidität und des Cashflows. Dies ermöglicht es ihnen, laufende Betriebsausgaben zu decken, in Wachstumschancen zu investieren oder Engpässe im Working Capital zu überbrücken, ohne zusätzliche Schulden aufzunehmen. Factoring ist keine Kreditaufnahme, sondern der Verkauf eines Vermögenswerts (der Forderungen), wodurch die Bilanz des Unternehmens nicht mit weiteren Verbindlichkeiten belastet wird.

    Es gibt zwei Hauptarten der Faktorisierung: das Regress-Factoring (mit Rückgriff) und das echte Factoring (ohne Rückgriff). Beim Regress-Factoring bleibt das verkaufende Unternehmen haftbar, falls der Kunde die Rechnung nicht bezahlt. Im Gegensatz dazu übernimmt beim echten Factoring der Factor das volle Ausfallrisiko für die Forderungen. Für dieses höhere Risiko verlangen Factor beim echten Factoring in der Regel höhere Gebühren.

    Sobald der Kunde die Rechnung an den Factor bezahlt hat, überweist der Factor den verbleibenden Betrag der ursprünglichen Rechnung an das Unternehmen, abzüglich seiner Gebühren und Zinsen. Diese Factoring-Gebühren, auch als Diskontsatz bezeichnet, sind die Kosten für die Dienstleistung und hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Wert der Rechnungen, der Bonität der Kunden und der Dauer bis zur Zahlung. Neben der Liquiditätsbeschaffung kann Factoring auch die Auslagerung des Forderungsmanagements und des Inkassos umfassen, wodurch das Unternehmen administrative Aufwände reduziert.

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    Faktorisierung

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 26. März 2026

    Definition

    Faktorisierung, im Finanzwesen auch als Factoring bezeichnet, ist eine Finanztransaktion, bei der ein Unternehmen seine offenen Forderungen (Rechnungen) an einen Dritten, den Factor, verkauft, um sofortige Liquidität zu erhalten. Dies geschieht in der Regel zu einem Abschlag auf den Nennwert der Forderungen.

    Detaillierte Erklärung

    Der Prozess der Faktorisierung beginnt damit, dass ein Unternehmen Waren oder Dienstleistungen an seine Kunden liefert und dafür Rechnungen ausstellt. Anstatt auf die Zahlung dieser Rechnungen innerhalb der üblichen Zahlungsziele (z.B. 30, 60 oder 90 Tage) zu warten, verkauft das Unternehmen diese Forderungen an einen Factor. Der Factor zahlt dem Unternehmen einen Großteil des Rechnungsbetrags sofort aus, typischerweise zwischen 70 % und 90 % des Nennwerts, als Vorschuss.

    Die Hauptmotivation für Unternehmen, Factoring zu nutzen, ist die schnelle Verbesserung der Liquidität und des Cashflows. Dies ermöglicht es ihnen, laufende Betriebsausgaben zu decken, in Wachstumschancen zu investieren oder Engpässe im Working Capital zu überbrücken, ohne zusätzliche Schulden aufzunehmen. Factoring ist keine Kreditaufnahme, sondern der Verkauf eines Vermögenswerts (der Forderungen), wodurch die Bilanz des Unternehmens nicht mit weiteren Verbindlichkeiten belastet wird.

    Es gibt zwei Hauptarten der Faktorisierung: das Regress-Factoring (mit Rückgriff) und das echte Factoring (ohne Rückgriff). Beim Regress-Factoring bleibt das verkaufende Unternehmen haftbar, falls der Kunde die Rechnung nicht bezahlt. Im Gegensatz dazu übernimmt beim echten Factoring der Factor das volle Ausfallrisiko für die Forderungen. Für dieses höhere Risiko verlangen Factor beim echten Factoring in der Regel höhere Gebühren.

    Sobald der Kunde die Rechnung an den Factor bezahlt hat, überweist der Factor den verbleibenden Betrag der ursprünglichen Rechnung an das Unternehmen, abzüglich seiner Gebühren und Zinsen. Diese Factoring-Gebühren, auch als Diskontsatz bezeichnet, sind die Kosten für die Dienstleistung und hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Wert der Rechnungen, der Bonität der Kunden und der Dauer bis zur Zahlung. Neben der Liquiditätsbeschaffung kann Factoring auch die Auslagerung des Forderungsmanagements und des Inkassos umfassen, wodurch das Unternehmen administrative Aufwände reduziert.

    Verwandte Begriffe

    Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
    Regress-Factoring
    Echtes Factoring
    Rechnungsdiskontierung
    Liquidität