Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    329

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    280

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Volatilität

    271

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Inflation

    236

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Zölle

    226

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Federal Reserve

    197

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    S&p 500

    186

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    174

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Straße Von Hormus

    160

    Die Straße von Hormus ist eine strategisch wichtige Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, die als entscheidender maritimer Engpass für den globalen Energiehandel dient. Sie ist der primäre Seeweg für den Export eines erheblichen Teils des weltweiten Rohöls und Flüssigerdgases (LNG) aus den ölreichen Golfstaaten.

    Nachbörslicher Handel

    120

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    110

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Bewertung

    108

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Alle Begriffe

    Fed Funds Rate

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 29. Dezember 2025

    Die Federal Funds Rate ist der Zinssatz, zu dem amerikanische Finanzinstitute überschüssige Reserven über Nacht unbesichert an andere Institute verleihen. Sie ist der primäre Leitzins, den die US-Notenbank (Federal Reserve) zur Steuerung ihrer Geldpolitik nutzt.

    Ausführliche Erklärung

    Die Federal Funds Rate entsteht auf dem sogenannten Federal Funds Market, wo Banken und andere Einlageninstitute kurzfristig, meist über Nacht, Geld untereinander leihen und verleihen. Dies geschieht, um die von der Federal Reserve vorgeschriebenen Mindestreserveanforderungen zu erfüllen oder überschüssige Liquidität anzulegen. Banken mit einem Überschuss an Reserven verleihen diese an Banken, die einen Mangel an Reserven aufweisen.

    Der Federal Open Market Committee (FOMC), das geldpolitische Gremium der Federal Reserve, legt einen Zielbereich für die Federal Funds Rate fest, üblicherweise achtmal im Jahr. Der tatsächliche, effektive Zinssatz (Effective Federal Funds Rate, EFFR) wird als volumengewichteter Median der täglichen Übernachttransaktionen auf diesem Markt berechnet. Die Fed steuert diesen Zinssatz indirekt, hauptsächlich durch Offenmarktgeschäfte – den Kauf oder Verkauf von Staatsanleihen – und durch die Anpassung des Zinssatzes, den sie auf die bei ihr gehaltenen Reserveguthaben der Banken zahlt (Interest on Reserve Balances, IORB).

    Als zentrales Instrument der US-Geldpolitik hat die Federal Funds Rate weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft. Eine Senkung des Zinssatzes verbilligt die Kreditaufnahme für Banken, was zu niedrigeren Zinsen für Verbraucher und Unternehmen führt und somit die Wirtschaftstätigkeit und das Konsumverhalten ankurbeln soll. Umgekehrt verteuert eine Erhöhung des Zinssatzes die Kreditaufnahme, was die Nachfrage dämpfen und inflationären Druck reduzieren soll.

    Die Änderungen der Federal Funds Rate beeinflussen eine Vielzahl anderer kurzfristiger Zinssätze im Finanzsystem, darunter die Zinssätze für Kreditkarten, Autokredite und Hypotheken. Sie dient als wichtiger Indikator für die geldpolitische Ausrichtung der Fed und wird von Investoren, Unternehmen und Verbrauchern genau beobachtet, da sie die Kosten für Kredite, Investitionen und letztlich die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung, Inflation und Beschäftigung beeinflusst.

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