Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

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    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    242

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Volatilität

    229

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Zölle

    211

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Inflation

    202

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Federal Reserve

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    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    S&p 500

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    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    153

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Nachbörslicher Handel

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    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

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    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Straße Von Hormus

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    Die Straße von Hormus ist eine strategisch wichtige Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, die als entscheidender maritimer Engpass für den globalen Energiehandel dient. Sie ist der primäre Seeweg für den Export eines erheblichen Teils des weltweiten Rohöls und Flüssigerdgases (LNG) aus den ölreichen Golfstaaten.

    Bewertung

    96

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Alle Begriffe

    Franchise

    7 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 26. März 2026

    Franchise bezeichnet im Finanzwesen ein Geschäftsmodell, bei dem ein selbstständiger Unternehmer (Franchisenehmer) gegen die Zahlung von Gebühren das erprobte Geschäftskonzept, die Marke und das Know-how eines etablierten Unternehmens (Franchisegeber) nutzen darf. Es handelt sich um ein auf Partnerschaft basierendes Vertriebssystem, das die Expansion des Franchisegebers ermöglicht und dem Franchisenehmer einen schnelleren Markteintritt mit reduziertem Risiko bietet.

    Ausführliche Erklärung

    Die finanzielle Struktur eines Franchisesystems ist durch verschiedene Gebühren und Investitionen gekennzeichnet. Zu Beginn muss der Franchisenehmer in der Regel eine einmalige Eintrittsgebühr an den Franchisegeber entrichten. Diese Gebühr sichert das Recht zur Nutzung der Marke, des Logos, des gesamten Geschäftskonzepts sowie des Know-hows und deckt oft auch die Kosten für Erstschulungen und Unterstützung beim Start ab. Die Höhe dieser Gebühr variiert stark je nach Franchisesystem und Branche und kann von einigen Tausend bis über 30.000 Euro betragen.

    Neben der einmaligen Eintrittsgebühr fallen für den Franchisenehmer laufende Gebühren an, die oft als Lizenz- oder Systemgebühren bezeichnet werden. Diese werden üblicherweise monatlich oder umsatzabhängig berechnet, meist als Prozentsatz des Nettoumsatzes des Franchisenehmers, typischerweise zwischen 1 und 15 Prozent. Diese laufenden Zahlungen dienen der Amortisation der Vorleistungen des Franchisegebers und finanzieren die kontinuierliche Bereitstellung von Support, Weiterentwicklung des Systems, Markenschutz und Beratung.

    Ein weiterer finanzieller Aspekt sind die Marketingumlagen oder Werbegebühren. Viele Franchisegeber erheben zusätzliche Beiträge, um zentrale Marketingkampagnen, Online-Marketing und Social-Media-Aktionen zu finanzieren, von denen alle Franchisenehmer lokal profitieren. Diese Gebühren werden ebenfalls oft als prozentualer Anteil am Umsatz des Franchisenehmers berechnet.

    Zusätzlich zu den Franchisegebühren muss der Franchisenehmer eigene Investitionen für den Aufbau und Betrieb seines Geschäfts tätigen. Dazu gehören Kosten für die Miete, Renovierung, Ausstattung des Standorts, Warenlager sowie Personal- und Betriebskosten. Die Gesamtinvestition und das benötigte Eigenkapital können je nach Konzept erheblich sein, wobei viele Systeme ein Eigenkapital von 20–30 % der Gesamtkosten erwarten. Die Finanzierung kann über Bankkredite, wie zinsgünstige KfW-Kredite, oder andere staatliche Förderungen erfolgen, da erprobte Franchisekonzepte bei Banken oft eine höhere Kreditwürdigkeit aufweisen.

    Für den Franchisegeber stellt das Franchising eine Strategie zur schnellen Expansion dar, ohne hohe eigene Kapitalbindungen für neue Standorte eingehen zu müssen. Die Einnahmen aus den Gebühren tragen zur Finanzierung der Systemzentrale, der Forschung und Entwicklung sowie der Markenpflege bei. Für den Franchisenehmer bietet das Modell den Vorteil eines geringeren Gründungsrisikos durch die Nutzung eines bewährten Geschäftsmodells und einer bekannten Marke, was den Markteintritt erleichtert und die Chancen auf finanzielle Stabilität erhöht.

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