Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    289

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    242

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Volatilität

    224

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Zölle

    211

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Inflation

    202

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Federal Reserve

    179

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    S&p 500

    158

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    153

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Nachbörslicher Handel

    111

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    103

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Bewertung

    96

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Straße Von Hormus

    95

    Die Straße von Hormus ist eine strategisch wichtige Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, die als entscheidender maritimer Engpass für den globalen Energiehandel dient. Sie ist der primäre Seeweg für den Export eines erheblichen Teils des weltweiten Rohöls und Flüssigerdgases (LNG) aus den ölreichen Golfstaaten.

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    Franchise-Unternehmen

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 23. November 2025

    Ein Franchise-Unternehmen ist ein Geschäftsmodell, bei dem ein unabhängiger Unternehmer (Franchisenehmer) das Recht erwirbt, das etablierte Geschäftskonzept, die Marke und das Know-how eines anderen Unternehmens (Franchisegeber) gegen Gebühren zu nutzen. Dies ermöglicht dem Franchisenehmer, ein Geschäft unter einem bereits bekannten Namen und mit erprobten Prozessen zu führen, während der Franchisegeber sein System ohne hohe Eigeninvestitionen expandiert.

    Ausführliche Erklärung

    Die finanzielle Struktur eines Franchise-Unternehmens ist durch spezifische Zahlungsströme zwischen Franchisegeber und Franchisenehmer gekennzeichnet. Zu Beginn muss der Franchisenehmer eine einmalige Eintrittsgebühr entrichten, die das Recht zur Nutzung des Geschäftskonzepts, der Marke und des Know-hows abdeckt. Diese Gebühr kann je nach System und Branche stark variieren, von wenigen Tausend Euro bis in den höheren fünfstelligen Bereich. Sie dient dem Franchisegeber zur Deckung der Startkosten wie Schulungen, Standortanalyse und Marketingunterstützung in der Gründungsphase.

    Neben der anfänglichen Eintrittsgebühr fallen für den Franchisenehmer laufende Gebühren an, die oft als Lizenzgebühren oder Royalties bezeichnet werden. Diese werden in der Regel monatlich als Prozentsatz des Nettoumsatzes des Franchisenehmers berechnet, wobei die Spanne üblicherweise zwischen 1 und 15 Prozent liegt. Diese wiederkehrenden Zahlungen finanzieren die kontinuierliche Unterstützung durch den Franchisegeber, einschließlich Markenschutz, Systemweiterentwicklung, zentrale Marketingkampagnen, Schulungen und Unternehmensberatung. Einige Franchisegeber erheben zusätzlich separate Werbeumlagen, die für überregionale Marketingaktivitäten verwendet werden.

    Die Gesamtinvestition für einen Franchisenehmer umfasst neben den Gebühren auch Kosten für Ladenbau, Geschäftsausstattung, Warenlager und behördliche Genehmigungen. Franchisenehmer müssen in der Regel einen Teil dieser Gesamtinvestition als Eigenkapital aufbringen, oft wird eine Quote von etwa 20 Prozent erwartet. Für die restliche Finanzierung können Kredite von Banken oder öffentliche Förderprogramme, wie die der KfW, in Anspruch genommen werden, wobei Franchisesysteme aufgrund ihres erprobten Konzepts oft eine höhere Kreditwürdigkeit aufweisen.

    Aus finanzieller Sicht bietet das Franchising sowohl für Franchisegeber als auch für Franchisenehmer Vorteile. Der Franchisegeber kann sein Geschäft schnell und mit geringerem Kapitaleinsatz expandieren, da die Investitionen für neue Standorte hauptsächlich von den Franchisenehmern getragen werden. Für den Franchisenehmer reduziert sich das Gründungsrisiko erheblich, da er ein bewährtes Geschäftsmodell, eine etablierte Marke und umfassende Unterstützung erhält, was den Markteintritt beschleunigt und die Erfolgsaussichten erhöht. Allerdings sind Franchisenehmer in ihrer unternehmerischen Freiheit eingeschränkt und müssen die Vorgaben des Franchisegebers einhalten.

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