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    Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    287

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    242

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Volatilität

    221

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Zölle

    211

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Inflation

    200

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Federal Reserve

    179

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    S&p 500

    157

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    151

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Nachbörslicher Handel

    111

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    102

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Bewertung

    95

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Straße Von Hormus

    93

    Die Straße von Hormus ist eine strategisch wichtige Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, die als entscheidender maritimer Engpass für den globalen Energiehandel dient. Sie ist der primäre Seeweg für den Export eines erheblichen Teils des weltweiten Rohöls und Flüssigerdgases (LNG) aus den ölreichen Golfstaaten.

    Alle Begriffe

    Freihandelsdeal

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 27. Januar 2026

    Ein Freihandelsdeal, auch Freihandelsabkommen genannt, ist ein völkerrechtlicher Vertrag zwischen zwei oder mehreren Staaten, der den Abbau von Handelshemmnissen wie Zöllen und nichttarifären Barrieren zum Ziel hat, um den freien Handel von Waren und Dienstleistungen zu gewährleisten. Dies soll die wirtschaftliche Zusammenarbeit vertiefen und den Marktzugang für die beteiligten Länder verbessern.

    Ausführliche Erklärung

    Finanziell gesehen zielt ein Freihandelsdeal darauf ab, die Kosten des internationalen Handels zu senken. Durch die Abschaffung oder Reduzierung von Importzöllen werden Waren für Importeure und letztlich für Verbraucher günstiger, was die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in den beteiligten Ländern steigert. Dies kann zu einem erhöhten Absatz und einer Stärkung der Wirtschaft in den Freihandelszonen führen, da Unternehmen Zugang zu größeren Märkten erhalten und effizienter wirtschaften können. Beispielsweise haben sich die EU-Exporte nach Südkorea nach Inkrafttreten eines Freihandelsabkommens um fast 42 Prozent gesteigert.

    Neben Zöllen adressieren Freihandelsabkommen auch nichttarifäre Handelshemmnisse, die erhebliche finanzielle Auswirkungen haben können. Dazu gehören nationale Standards und Normen, Importquoten, Exportbeschränkungen oder die Sicherung des geistigen Eigentums. Der Abbau dieser Barrieren reduziert den bürokratischen Aufwand und die Compliance-Kosten für Unternehmen, was den Handel weiter erleichtert und die Effizienz steigert. In neueren Abkommen sind zudem oft Regelungen zum Investitionsschutz enthalten, die bei Investor-Staat-Verfahren relevant werden können.

    Die finanziellen Vorteile eines Freihandelsdeals umfassen potenzielles Wirtschaftswachstum, geringere staatliche Ausgaben durch den Wegfall von Zolleinnahmen, Technologietransfer und eine größere Auswahl an Gütern für Verbraucher. Allerdings können auch Nachteile entstehen, wie eine erhöhte Konkurrenz für heimische Industrien, die möglicherweise nicht wettbewerbsfähig sind, oder die Verlagerung von Arbeitsplätzen. Die Erwartung ist jedoch, dass die positiven Auswirkungen auf den Handel und die Wirtschaft überwiegen, indem sie zusätzliche Märkte erschließen und die Verzahnung der Wirtschaft zwischen den beteiligten Staaten fördern.

    Ein aktuelles Beispiel ist das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien, das Zölle senken und Märkte öffnen soll, um die Handelsbeziehungen zu vertiefen. Solche Abkommen sind für exportorientierte Volkswirtschaften wie Deutschland von großer Bedeutung, da ein Großteil des globalen Wirtschaftswachstums außerhalb der EU erwartet wird. Die Nutzung dieser Abkommen durch Unternehmen, um Präferenzzölle in Anspruch zu nehmen, ist entscheidend für die Realisierung der wirtschaftlichen Vorteile.

    Rechtlicher Hinweis

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