Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    313

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    264

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Volatilität

    262

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Inflation

    232

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Zölle

    219

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Federal Reserve

    189

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    S&p 500

    176

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    168

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Straße Von Hormus

    140

    Die Straße von Hormus ist eine strategisch wichtige Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, die als entscheidender maritimer Engpass für den globalen Energiehandel dient. Sie ist der primäre Seeweg für den Export eines erheblichen Teils des weltweiten Rohöls und Flüssigerdgases (LNG) aus den ölreichen Golfstaaten.

    Nachbörslicher Handel

    116

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    108

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Bewertung

    103

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Alle Begriffe

    Geschäftsjahr

    19 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 2. April 2026

    Ein Geschäftsjahr ist der Zeitraum, in dem ein Unternehmen seine finanziellen Aktivitäten erfasst, auswertet und in einem Jahresabschluss zusammenfasst. Es bildet die Grundlage für die Ermittlung des Geschäftsergebnisses und die Erfüllung handels- und steuerrechtlicher Berichtspflichten.

    Ausführliche Erklärung

    Das Geschäftsjahr umfasst in der Regel zwölf Monate, muss jedoch nicht zwingend mit dem Kalenderjahr (1. Januar bis 31. Dezember) übereinstimmen. Unternehmen haben die Möglichkeit, den Beginn ihres Geschäftsjahres an ihre spezifischen betrieblichen Anforderungen oder Branchenzyklen anzupassen. Beispielsweise wählen saisonabhängige Unternehmen wie in der Landwirtschaft oder im Tourismus oft ein Geschäftsjahr, das mit dem Ende ihrer Hauptsaison zusammenfällt, um eine bessere Abbildung ihrer wirtschaftlichen Leistung zu gewährleisten.

    Die Festlegung eines vom Kalenderjahr abweichenden Geschäftsjahres bedarf in Deutschland der Zustimmung des zuständigen Finanzamtes, um steuerlich wirksam zu sein. Diese Wahlfreiheit ist insbesondere für im Handelsregister eingetragene Gewerbebetriebe relevant. Für Freiberufler und Kleinunternehmer gilt hingegen meist das Kalenderjahr als Geschäftsjahr.

    Am Ende jedes Geschäftsjahres ist ein Jahresabschluss zu erstellen, der aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung besteht. Dieser Abschluss gibt Aufschluss über die finanzielle Lage und den Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens im abgelaufenen Zeitraum und ist entscheidend für Investoren zur Bewertung der Unternehmensleistung. Die Offenlegungspflichten für den Jahresabschluss müssen spätestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag erfüllt sein.

    Bei der Gründung eines Unternehmens, dessen Auflösung oder einer Umstellung des Geschäftsjahres kann ein sogenanntes Rumpfgeschäftsjahr entstehen. Ein Rumpfgeschäftsjahr ist ein Zeitraum von weniger als zwölf Monaten, der als Übergangsphase zwischen zwei vollständigen Geschäftsjahren dient. Es ermöglicht eine kontinuierliche und vollständige Erfassung der Geschäftstätigkeit auch während solcher Übergänge.

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    Geschäftsjahr

    19 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 2. April 2026

    Definition

    Ein Geschäftsjahr ist der Zeitraum, in dem ein Unternehmen seine finanziellen Aktivitäten erfasst, auswertet und in einem Jahresabschluss zusammenfasst. Es bildet die Grundlage für die Ermittlung des Geschäftsergebnisses und die Erfüllung handels- und steuerrechtlicher Berichtspflichten.

    Detaillierte Erklärung

    Das Geschäftsjahr umfasst in der Regel zwölf Monate, muss jedoch nicht zwingend mit dem Kalenderjahr (1. Januar bis 31. Dezember) übereinstimmen. Unternehmen haben die Möglichkeit, den Beginn ihres Geschäftsjahres an ihre spezifischen betrieblichen Anforderungen oder Branchenzyklen anzupassen. Beispielsweise wählen saisonabhängige Unternehmen wie in der Landwirtschaft oder im Tourismus oft ein Geschäftsjahr, das mit dem Ende ihrer Hauptsaison zusammenfällt, um eine bessere Abbildung ihrer wirtschaftlichen Leistung zu gewährleisten.

    Die Festlegung eines vom Kalenderjahr abweichenden Geschäftsjahres bedarf in Deutschland der Zustimmung des zuständigen Finanzamtes, um steuerlich wirksam zu sein. Diese Wahlfreiheit ist insbesondere für im Handelsregister eingetragene Gewerbebetriebe relevant. Für Freiberufler und Kleinunternehmer gilt hingegen meist das Kalenderjahr als Geschäftsjahr.

    Am Ende jedes Geschäftsjahres ist ein Jahresabschluss zu erstellen, der aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung besteht. Dieser Abschluss gibt Aufschluss über die finanzielle Lage und den Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens im abgelaufenen Zeitraum und ist entscheidend für Investoren zur Bewertung der Unternehmensleistung. Die Offenlegungspflichten für den Jahresabschluss müssen spätestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag erfüllt sein.

    Bei der Gründung eines Unternehmens, dessen Auflösung oder einer Umstellung des Geschäftsjahres kann ein sogenanntes Rumpfgeschäftsjahr entstehen. Ein Rumpfgeschäftsjahr ist ein Zeitraum von weniger als zwölf Monaten, der als Übergangsphase zwischen zwei vollständigen Geschäftsjahren dient. Es ermöglicht eine kontinuierliche und vollständige Erfassung der Geschäftstätigkeit auch während solcher Übergänge.

    Verwandte Begriffe

    Wirtschaftsjahr
    Kalenderjahr
    Bilanzstichtag
    Jahresabschluss
    Rumpfgeschäftsjahr