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    Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    250

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    216

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Zölle

    200

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Volatilität

    189

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Federal Reserve

    157

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    Inflation

    147

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    S&p 500

    137

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    130

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    100

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Nachbörslicher Handel

    97

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Bewertung

    87

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Künstliche Intelligenz

    78

    Künstliche Intelligenz (KI) im Finanzwesen bezeichnet den Einsatz fortschrittlicher Technologien wie maschinelles Lernen und Algorithmen zur Analyse großer Datenmengen, Automatisierung von Aufgaben und Verbesserung der Entscheidungsfindung in Finanzdienstleistungen. Sie ermöglicht Finanzinstituten, menschliche Intelligenz und Entscheidungsprozesse nachzubilden, um komplexe Vorgänge effizienter zu bewältigen.

    Alle Begriffe

    Grundsteuer

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 4. März 2026

    Die Grundsteuer ist eine jährlich zu entrichtende Objektsteuer auf das Eigentum an inländischen Grundstücken und deren Bebauung sowie auf Erbbaurechte, die von den Gemeinden erhoben wird. Sie stellt eine der wichtigsten Einnahmequellen der Kommunen dar und kann unter bestimmten Voraussetzungen auf Mieter umgelegt werden.

    Ausführliche Erklärung

    Die Erhebung der Grundsteuer basiert in Deutschland auf einem dreistufigen Verfahren. Zunächst ermitteln die Finanzämter den Grundsteuerwert (bis 2024 den Einheitswert) als Bemessungsgrundlage. Dieser Wert wird durch Faktoren wie Grundstücksfläche, Bodenrichtwert, Gebäudeart, Baujahr und Wohnfläche beeinflusst. Anschließend wird der Grundsteuerwert mit einer gesetzlich festgelegten Steuermesszahl multipliziert, um den Grundsteuermessbetrag zu erhalten. Die Steuermesszahl wurde im Zuge der Grundsteuerreform ab 2025 für bebaute oder unbebaute Grundstücke auf 0,31 Promille (0,031 Prozent) abgesenkt, mit einer Ausnahme für land- und forstwirtschaftliche Betriebe.

    Im letzten Schritt multiplizieren die Städte und Gemeinden den Grundsteuermessbetrag mit ihrem individuellen Hebesatz, um die tatsächlich zu zahlende Grundsteuer zu berechnen. Der Hebesatz ist eine Prozentzahl, die jede Kommune selbst festlegt und die bundesweit stark variieren kann, durchschnittlich lag er 2023 bei 409 Prozent. Durch die Festlegung des Hebesatzes können die Gemeinden ihre Einnahmen steuern und finanzieren damit wichtige Investitionen in die lokale Infrastruktur wie Schulen, Kitas oder Straßen.

    Die Notwendigkeit einer Grundsteuerreform ergab sich aus einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2018, das die bisherige Berechnung auf Basis veralteter Einheitswerte (von 1964 in Westdeutschland und 1935 in Ostdeutschland) für verfassungswidrig erklärte. Die Reform, die ab dem 1. Januar 2025 wirksam wird, führte zu einer Neubewertung von rund 36 Millionen Grundstücken. Ziel war es, die Grundsteuer aufkommensneutral zu gestalten, also das Gesamtsteueraufkommen nicht zu erhöhen, jedoch kann es zu individuellen Belastungsverschiebungen kommen.

    Es gibt drei Arten der Grundsteuer: Grundsteuer A (agrarisch) für land- und forstwirtschaftliche Betriebe, Grundsteuer B (baulich) für bebaute oder unbebaute Grundstücke und ab 2025 optional die Grundsteuer C für baureife, aber unbebaute Grundstücke. Die Grundsteuer C soll Bodenspekulationen entgegenwirken und die Bebauung fördern. Während ein Bundesmodell zur Berechnung existiert, haben einige Bundesländer eigene Modelle entwickelt, die sich hauptsächlich in der Ermittlung des Grundsteuerwertes unterscheiden.

    Rechtlicher Hinweis

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