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    Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    216

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    201

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Zölle

    177

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Volatilität

    167

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Federal Reserve

    149

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    Inflation

    130

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    S&p 500

    126

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    124

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    91

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Nachbörslicher Handel

    85

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Bewertung

    79

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Basispunkte

    69

    Ein Basispunkt ist eine Maßeinheit in der Finanzwelt. Er beschreibt sehr kleine Veränderungen bei Prozentangaben und entspricht genau einem Hundertstel eines Prozentpunktes.

    Alle Begriffe

    Immobilienblase

    2 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 10. Januar 2026

    Eine Immobilienblase ist eine Spekulationsblase auf dem Immobilienmarkt, bei der die Preise für Immobilien über einen längeren Zeitraum unverhältnismäßig stark ansteigen und ihren tatsächlichen Wert deutlich übersteigen. Dies führt zu einer Überbewertung, die schließlich in einem abrupten Preisverfall, dem "Platzen der Blase", mündet.

    Ausführliche Erklärung

    Die Entstehung einer Immobilienblase ist typischerweise das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels verschiedener wirtschaftlicher und politischer Faktoren. Oft beginnt es mit einer hohen Nachfrage nach Immobilien, die das begrenzte Angebot übersteigt. Niedrige Zinsen spielen dabei eine entscheidende Rolle, da sie die Kreditaufnahme für Immobilienkäufe attraktiver und erschwinglicher machen, was die Nachfrage weiter anheizt. Banken können ebenfalls zur Blasenbildung beitragen, indem sie die Kreditvergabestandards lockern und Darlehen auch an Kreditnehmer mit geringerer Bonität vergeben, was eine zusätzliche Nachfrage schafft.

    Ein weiteres Merkmal ist die Spekulation: Investoren kaufen Immobilien nicht primär zur Eigennutzung, sondern in der Erwartung, diese später zu noch höheren Preisen gewinnbringend weiterverkaufen zu können. Dies führt zu einer Entkopplung der Immobilienpreise von fundamentalen Werten wie Mieteinnahmen, Durchschnittseinkommen oder der Inflationsrate. Die Preise steigen dann schneller als die Realwirtschaft, was eine Überbewertung der Immobilien zur Folge hat.

    Das Platzen einer Immobilienblase tritt ein, wenn die Preise ihren Höhepunkt erreicht haben und die Nachfrage plötzlich nachlässt. Auslöser können steigende Zinsen, eine Verschärfung der Kreditvergaberichtlinien durch Banken oder eine nachlassende Kaufbereitschaft aufgrund der überhöhten Preise sein. Wenn die Blase platzt, fallen die Immobilienpreise rapide, was zu erheblichen finanziellen Verlusten für Eigentümer und Investoren führen kann. Dies kann weitreichende negative gesamtwirtschaftliche Folgen haben, bis hin zu einer Finanz- oder Weltwirtschaftskrise, wie das Beispiel der US-Immobilienblase von 2007/2008 zeigt.

    Rechtlicher Hinweis

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