Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Marktkapitalisierung

    151

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Künstliche Intelligenz (KI)

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    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Volatilität

    112

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Federal Reserve

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    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    S&p 500

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    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Zölle

    97

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Inflation

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    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Kursziel

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    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

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    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Bewertung

    55

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Basispunkte

    54

    Ein Basispunkt ist eine Maßeinheit in der Finanzwelt. Er beschreibt sehr kleine Veränderungen bei Prozentangaben und entspricht genau einem Hundertstel eines Prozentpunktes.

    Nachbörslicher Handel

    53

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

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    Langfristige Absicherung

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 3. Januar 2026

    Langfristige Absicherung ist eine Finanzstrategie, die darauf abzielt, potenzielle Verluste oder unerwünschte Wertschwankungen einer Investition oder eines Portfolios über einen längeren Zeitraum durch den Einsatz spezifischer Finanzinstrumente zu minimieren. Sie dient dem Risikomanagement und der Schaffung von Planungssicherheit gegenüber zukünftigen Marktbewegungen.

    Ausführliche Erklärung

    Die langfristige Absicherung, auch als Hedging bezeichnet, ist eine essenzielle Risikomanagementtechnik in der Finanzwelt. Ihr Kernprinzip besteht darin, eine Investitionsposition einzugehen, die potenzielle Verluste einer bestehenden oder geplanten Position ausgleicht, falls sich der Markt entgegen den Erwartungen entwickelt. Dies geschieht typischerweise durch den Einsatz von Derivaten wie Futures, Optionen oder Forwards, die so strukturiert sind, dass sie an Wert gewinnen, wenn die ursprüngliche Anlage an Wert verliert.

    Ein klassisches Beispiel für langfristige Absicherung findet sich bei Unternehmen, die von Rohstoffpreisen abhängig sind. Eine Fluggesellschaft könnte beispielsweise Terminkontrakte für Kerosin kaufen, um sich gegen steigende Treibstoffpreise in der Zukunft abzusichern und so ihre Betriebskosten zu stabilisieren. Ebenso könnte ein Schokoladenhersteller Futures auf Kakaobohnen erwerben, um sich vor Preisanstiegen zu schützen, oder ein Brotproduzent Weizenterminkontrakte nutzen, um einen festen Weizenpreis für die Vertragslaufzeit zu sichern.

    Auch im Bereich der Währungsrisiken ist die langfristige Absicherung von Bedeutung. Exportorientierte Unternehmen können Forwards nutzen, um Wechselkurse für zukünftige Zahlungen festzulegen und sich so vor unerwarteten Währungsverlusten zu schützen, was ihnen Planungssicherheit verschafft. Für Anleger in Aktienportfolios können langfristige Put-Optionen, sogenannte LEAPS (Long-Term Equity Anticipation Securities), eingesetzt werden, um das Depot gegen größere Marktabschwünge abzusichern, ohne das Aufwärtspotenzial zu begrenzen.

    Es ist wichtig zu verstehen, dass Absicherung in erster Linie der Risikominderung dient und nicht der Gewinnmaximierung. Sie ist mit Kosten verbunden, beispielsweise in Form von Prämien für Optionen, die im Falle einer nicht eintretenden negativen Marktentwicklung verloren gehen können. Eine sorgfältige Kosten-Nutzen-Analyse ist daher entscheidend, um die effektivsten Absicherungsoptionen zu identifizieren und die Strategie regelmäßig an sich ändernde Marktbedingungen anzupassen.

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