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    Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    244

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    215

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Zölle

    197

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Volatilität

    183

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Federal Reserve

    154

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    Inflation

    144

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    S&p 500

    135

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    129

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    99

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Nachbörslicher Handel

    94

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Bewertung

    84

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Basispunkte

    73

    Ein Basispunkt ist eine Maßeinheit in der Finanzwelt. Er beschreibt sehr kleine Veränderungen bei Prozentangaben und entspricht genau einem Hundertstel eines Prozentpunktes.

    Alle Begriffe

    Leitzins

    57 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 26. Februar 2026

    Der Leitzins ist der von einer Zentralbank festgelegte Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken Geld leihen oder überschüssige Liquidität bei der Zentralbank anlegen können. Er dient als zentrales Instrument zur Steuerung der Geldpolitik und zur Gewährleistung der Preisstabilität in einem Währungsraum.

    Ausführliche Erklärung

    Zentralbanken, wie die Europäische Zentralbank (EZB) für den Euroraum oder die Federal Reserve (FED) für die USA, nutzen den Leitzins, um die Geldmenge und das Zinsniveau in der Wirtschaft zu beeinflussen. Ihr primäres Ziel ist dabei die Sicherstellung der Preisstabilität, oft definiert als eine niedrige Inflationsrate von beispielsweise zwei Prozent. Durch die Anpassung des Leitzinses können sie entweder eine expansive Geldpolitik (Zinssenkung zur Ankurbelung der Wirtschaft) oder eine restriktive Geldpolitik (Zinserhöhung zur Dämpfung der Inflation) verfolgen.

    Im Euroraum unterscheidet die EZB drei Hauptleitzinssätze: den Hauptrefinanzierungssatz, den Einlagezinssatz und den Spitzenrefinanzierungssatz. Der Hauptrefinanzierungssatz, oft als "der Leitzins" bezeichnet, bestimmt die Konditionen, zu denen Banken sich für eine Woche Geld von der EZB leihen können. Der Einlagezinssatz legt fest, zu welchem Satz Banken überschüssiges Geld über Nacht bei der EZB anlegen können, während der Spitzenrefinanzierungssatz den Zinssatz für kurzfristige (über Nacht) Geldbeschaffung bei der EZB darstellt.

    Die Auswirkungen einer Leitzinsänderung sind weitreichend. Eine Erhöhung des Leitzinses verteuert die Refinanzierung für Geschäftsbanken, die diese höheren Kosten in der Regel an ihre Kunden weitergeben. Dies führt zu höheren Zinsen für Kredite (z.B. Baufinanzierungen, Unternehmenskredite) und kann die Investitions- und Konsumbereitschaft dämpfen, was wiederum das Wirtschaftswachstum bremsen und die Inflation senken soll. Gleichzeitig werden Spareinlagen attraktiver.

    Umgekehrt macht eine Senkung des Leitzinses die Kreditaufnahme für Banken günstiger, was zu niedrigeren Zinsen für Kredite an Unternehmen und Verbraucher führt. Dies soll Investitionen und Konsum ankurbeln, das Wirtschaftswachstum fördern und kann tendenziell die Inflation steigen lassen. Für Sparer bedeuten niedrigere Leitzinsen oft geringere Zinserträge auf Spar- und Tagesgeldkonten. Die Wirkung von Zinsänderungen auf Wirtschaftswachstum und Inflation tritt in der Regel mit einer Verzögerung von etwa einem Jahr ein.

    Rechtlicher Hinweis

    Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken. Sie stellen KEINE Finanzberatung, KEINE Anlageberatung gemäß § 63 WpHG und KEINE Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

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