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    Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Marktkapitalisierung

    144

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Künstliche Intelligenz (KI)

    135

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Volatilität

    109

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Federal Reserve

    106

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    S&p 500

    97

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Inflation

    87

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Zölle

    80

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Kursziel

    76

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Basispunkte

    53

    Ein Basispunkt ist eine Maßeinheit in der Finanzwelt. Er beschreibt sehr kleine Veränderungen bei Prozentangaben und entspricht genau einem Hundertstel eines Prozentpunktes.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    53

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Regierungsstillstand

    52

    Ein Regierungsstillstand (Government Shutdown) ist ein temporärer Verwaltungsstillstand, der eintritt, wenn die Legislative keine Gesetze zur Finanzierung der Exekutive verabschiedet, wodurch ein Großteil der staatlichen Aktivitäten und Dienstleistungen eingestellt wird. Dies geschieht typischerweise, wenn sich die politischen Parteien nicht auf einen Haushalt oder eine Übergangsfinanzierung einigen können, bevor die bestehenden Mittel auslaufen.

    Nachbörslicher Handel

    52

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Alle Begriffe

    Lifestyle-Inflation

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 24. November 2025

    Lifestyle-Inflation bezeichnet das Phänomen, bei dem die Ausgaben einer Person mit steigendem Einkommen zunehmen, anstatt dass das zusätzliche Geld gespart oder investiert wird. Dies führt dazu, dass trotz höherer Einnahmen der finanzielle Spielraum oft nicht wächst und der Vermögensaufbau erschwert wird.

    Ausführliche Erklärung

    Lifestyle-Inflation tritt auf, wenn sich der Lebensstandard und die Konsumausgaben einer Person proportional zu einer Erhöhung des Einkommens anpassen. Anstatt zusätzliche Mittel für Ersparnisse oder Investitionen zu verwenden, werden diese für einen luxuriöseren Lebensstil ausgegeben. Dies kann schleichend geschehen, oft unbemerkt, da sich neue Ausgaben schnell als "normal" anfühlen. Typische Auslöser sind Gehaltserhöhungen, Beförderungen, Jobwechsel oder der Übergang vom Studium ins Berufsleben, wo zuvor als Luxus angesehene Dinge plötzlich als Notwendigkeiten betrachtet werden.

    Ein praktisches Beispiel hierfür ist, wenn jemand nach einer Gehaltserhöhung von 250 Euro netto monatlich diese zusätzlichen Einnahmen für ein teureres Fitnessstudio, neue Streaming-Dienste und eine höhere Leasingrate für ein größeres Auto verwendet, sodass am Monatsende kaum mehr Geld übrig bleibt als zuvor. Was einst als Belohnung begann, wird zur Gewohnheit, und die Fixkosten steigen dauerhaft. Dies kann dazu führen, dass man trotz höherem Einkommen weiterhin von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck lebt und Schwierigkeiten hat, Schulden abzubauen oder für langfristige Ziele wie den Ruhestand zu sparen.

    Psychologische Faktoren spielen eine wesentliche Rolle bei der Lifestyle-Inflation. Der Belohnungseffekt verleitet dazu, sich nach Erfolgen etwas zu "gönnen". Zudem führt der soziale Vergleich dazu, dass Menschen ihren Lebensstil oft unbewusst an den ihres Umfelds anpassen möchten. Auch Konsumdruck durch Werbung und soziale Medien vermittelt, dass mehr Konsum gleichbedeutend mit mehr Lebensqualität ist. Diese Mechanismen können dazu führen, dass sich die Erwartungen an den eigenen Lebensstandard ständig erhöhen, was eine sogenannte hedonische Anpassung darstellt.

    Die langfristigen Folgen der Lifestyle-Inflation sind gravierend. Sie verhindert den effektiven Vermögensaufbau und kann die Sparquote trotz steigenden Einkommens stagnieren oder sogar sinken lassen. Dies mindert die finanzielle Freiheit und erhöht die Anfälligkeit für unerwartete Ausgaben oder Einkommensverluste, da keine ausreichenden Rücklagen gebildet werden. Wer nicht bewusst gegensteuert, kann in einen Kreislauf aus Konsum und fehlenden Ersparnissen geraten, der es schwierig macht, finanzielle Ziele zu erreichen.

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