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    Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    264

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    224

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Zölle

    203

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Volatilität

    202

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Federal Reserve

    167

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    Inflation

    166

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    S&p 500

    144

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    140

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Nachbörslicher Handel

    103

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    101

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Bewertung

    88

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Künstliche Intelligenz

    86

    Künstliche Intelligenz (KI) im Finanzwesen bezeichnet den Einsatz fortschrittlicher Technologien wie maschinelles Lernen und Algorithmen zur Analyse großer Datenmengen, Automatisierung von Aufgaben und Verbesserung der Entscheidungsfindung in Finanzdienstleistungen. Sie ermöglicht Finanzinstituten, menschliche Intelligenz und Entscheidungsprozesse nachzubilden, um komplexe Vorgänge effizienter zu bewältigen.

    Alle Begriffe

    Liquidation

    10 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 10. März 2026

    Liquidation bezeichnet im Finanzwesen die geordnete Beendigung der Geschäftstätigkeit eines Unternehmens, bei der sämtliche Vermögenswerte veräußert, Verbindlichkeiten beglichen und das verbleibende Restvermögen an die Anteilseigner verteilt wird. Ziel ist die vollständige Auflösung und Löschung der Gesellschaft aus dem Handelsregister.

    Ausführliche Erklärung

    Die Liquidation ist ein formaler Prozess, der die Abwicklung eines Unternehmens nach dessen Auflösung umfasst. Sie beginnt typischerweise mit einem Gesellschafterbeschluss zur Auflösung der Gesellschaft, woraufhin die eigentliche Liquidationsphase folgt. Während dieser Phase wird ein Liquidator bestellt, oft der bisherige Geschäftsführer oder ein externer Experte, dessen Aufgabe es ist, die laufenden Geschäfte zu beenden, ausstehende Forderungen einzuziehen, alle Vermögenswerte in liquide Mittel umzuwandeln und die Schulden des Unternehmens zu begleichen.

    Ein wesentlicher Schritt im Liquidationsverfahren ist der Gläubigeraufruf, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird, um alle bekannten und unbekannten Gläubiger aufzufordern, ihre Ansprüche geltend zu machen. Nach diesem Aufruf beginnt in Deutschland ein sogenanntes Sperrjahr, in dem keine Vermögensverteilung an die Gesellschafter erfolgen darf, um den Gläubigerschutz zu gewährleisten. Während dieser Zeit muss das Unternehmen den Zusatz "i.L." (in Liquidation) im Firmennamen führen.

    Die Liquidation unterscheidet sich grundlegend von einer Insolvenz. Während eine Insolvenz eine zwanghafte Abwicklung aufgrund von Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung darstellt und primär der Gläubigerbefriedigung dient, ist die Liquidation eine selbstbestimmte Entscheidung zur Beendigung des Unternehmens, die nur eingeleitet werden kann, wenn keine Insolvenzgründe vorliegen oder ein Insolvenzantrag mangels Masse abgelehnt wurde. Bei der Liquidation bleibt die Gesellschaft in ihrer Rechtsform bestehen, bis sie nach Abschluss des Verfahrens und Verteilung des Restvermögens an die Gesellschafter aus dem Handelsregister gelöscht wird.

    Es gibt verschiedene Arten der Liquidation, die sich nach Zweck, Vermögensumfang und Anlass unterscheiden lassen. Eine materielle Liquidation zielt auf die vollständige Veräußerung aller Vermögenswerte und die Beendigung der Gesellschaft ab, während eine formelle Abwicklung die Fortführung der Geschäftstätigkeit unter einer neuen Rechtsform durch Übertragung der Vermögenswerte auf die neue Gesellschaft bedeuten kann. Eine Totalliquidation umfasst alle Vermögenswerte, während eine Teilliquidation nur Teile des Vermögens betrifft. Der Anlass kann eine freiwillige Entscheidung der Gesellschafter oder eine gerichtliche Anordnung sein.

    Nach Ablauf des Sperrjahres und der vollständigen Begleichung aller Verbindlichkeiten wird das verbleibende Liquidationserlös an die Gesellschafter entsprechend ihrer Anteile verteilt. Mit der Anmeldung der Beendigung der Abwicklung und der Löschung im Handelsregister endet die rechtliche Existenz der Gesellschaft.

    Rechtlicher Hinweis

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