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    Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    345

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    294

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Volatilität

    279

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Inflation

    244

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Zölle

    228

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Federal Reserve

    203

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    S&p 500

    195

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    180

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Straße Von Hormus

    168

    Die Straße von Hormus ist eine strategisch wichtige Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, die als entscheidender maritimer Engpass für den globalen Energiehandel dient. Sie ist der primäre Seeweg für den Export eines erheblichen Teils des weltweiten Rohöls und Flüssigerdgases (LNG) aus den ölreichen Golfstaaten.

    Nachbörslicher Handel

    121

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    118

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Bewertung

    112

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Alle Begriffe

    Liquidationswert

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 30. Dezember 2025

    Der Liquidationswert ist der geschätzte Nettoerlös, der bei der Auflösung oder Liquidation eines Unternehmens durch den Verkauf aller Vermögensgegenstände erzielt werden kann, abzüglich aller Verbindlichkeiten und Liquidationskosten. Er stellt den Betrag dar, der den Eigentümern nach vollständiger Abwicklung des Geschäfts verbleiben würde.

    Ausführliche Erklärung

    Der Liquidationswert, auch als Zerschlagungswert oder Liquidationserlös bezeichnet, wird relevant, wenn ein Unternehmen seine Geschäftstätigkeit einstellt und seine Vermögenswerte einzeln veräußert werden, anstatt das Unternehmen als Ganzes fortzuführen. Dies ist typischerweise der Fall bei Insolvenz, Geschäftsauflösung oder wenn ein Unternehmen in so gravierende finanzielle Schwierigkeiten gerät, dass eine Fortführung unwirtschaftlich ist. Im Gegensatz zu Bewertungen, die von der Fortführung des Unternehmens ausgehen (Fortführungswert), betrachtet der Liquidationswert das Unternehmen nicht als funktionierende Einheit, sondern als eine Ansammlung von selbstständigen Wirtschaftsgütern.

    Die Berechnung des Liquidationswerts erfolgt durch die Summierung der geschätzten Verkaufserlöse aller einzelnen Vermögenswerte des Unternehmens, wie beispielsweise Immobilien, Maschinen, Vorräte und Finanzanlagen. Von dieser Summe werden anschließend alle bestehenden Verbindlichkeiten (z.B. gegenüber Lieferanten und Banken) sowie verpflichtende Rückstellungen (z.B. für Pensionen oder Rückbau) abgezogen. Ein wesentlicher Bestandteil der Abzüge sind auch die direkten Kosten, die durch den Liquidationsprozess entstehen, wie Notargebühren, Transaktionskosten und Kosten für einen Sozialplan. Das Ergebnis dieser Berechnung ist der Nettobetrag, der nach Begleichung aller Verpflichtungen für die Eigentümer übrig bliebe.

    Es ist charakteristisch, dass der Liquidationswert oft deutlich unter dem Buchwert oder Marktwert eines Unternehmens liegt. Dies resultiert hauptsächlich aus dem Zeitdruck, unter dem die Vermögenswerte bei einer Liquidation verkauft werden müssen, was häufig zu Notverkäufen führt. Unter solchen Umständen können die erzielbaren Preise erheblich unter dem potenziellen Marktwert liegen, was zu hohen Verwertungsverlusten führt. Beispielsweise könnten spezialisierte Maschinen nur noch zum Schrottwert verkauft werden oder immaterielle Vermögenswerte wie Markenrechte ohne den fortgeführten Betrieb ihren Wert verlieren.

    Der Liquidationswert dient als absolute Untergrenze bei der Unternehmensbewertung. Unabhängig von der verwendeten Bewertungsmethode (z.B. Ertragswertverfahren oder Discounted Cash Flow Methode) sollte der ermittelte Unternehmenswert in der Regel nicht unter dem Liquidationswert liegen. Für Gläubiger und Investoren bietet er eine wichtige Kennzahl, da er den Mindestbetrag angibt, den sie im Falle einer Unternehmensauflösung erwarten können. Ein vereinfachtes Beispiel: Betragen die Verwertungserlöse der Vermögenswerte 1.000.000 Euro, die Verbindlichkeiten 400.000 Euro und die Liquidationskosten 100.000 Euro, so beläuft sich der Liquidationswert auf 500.000 Euro (1.000.000 - 400.000 - 100.000 Euro).

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