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    Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    340

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    288

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Volatilität

    276

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Inflation

    238

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Zölle

    228

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Federal Reserve

    201

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    S&p 500

    194

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    175

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Straße Von Hormus

    168

    Die Straße von Hormus ist eine strategisch wichtige Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, die als entscheidender maritimer Engpass für den globalen Energiehandel dient. Sie ist der primäre Seeweg für den Export eines erheblichen Teils des weltweiten Rohöls und Flüssigerdgases (LNG) aus den ölreichen Golfstaaten.

    Nachbörslicher Handel

    121

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    115

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Bewertung

    111

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Alle Begriffe

    Lobbying

    3 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 23. April 2026

    Lobbying bezeichnet die gezielte und organisierte Einflussnahme von Interessengruppen, insbesondere aus der Wirtschaft und dem Finanzsektor, auf politische Entscheidungsträger und Gesetzgebungsprozesse, oft unter Einsatz erheblicher finanzieller Mittel, um partikulare Interessen zu fördern. Es ist der Versuch, staatliches Handeln und Gesetze im Sinne der eigenen finanziellen oder wirtschaftlichen Ziele zu gestalten.

    Ausführliche Erklärung

    Im Finanzkontext ist Lobbying eine weit verbreitete Praxis, bei der Unternehmen, Verbände und andere Akteure des Finanzmarktes versuchen, politische Entscheidungen zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Dies geschieht durch direkte Kontakte zu Politikern, die Bereitstellung von Informationen und Argumenten, aber auch durch finanzielle Zuwendungen wie Parteispenden oder das Sponsoring von Veranstaltungen, stets im Rahmen gesetzlicher Vorgaben. Ziel ist es, Gesetze und Regulierungen so zu formen, dass sie den Geschäftsmodellen und Profitinteressen der Finanzbranche entgegenkommen oder nachteilige Maßnahmen verhindern.

    Die Finanzindustrie gehört zu den mächtigsten Lobbygruppen, sowohl in Deutschland als auch auf EU-Ebene, und verfügt über erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen. Allein in Deutschland gibt die Finanzbranche laut einer Auswertung der Bürgerbewegung Finanzwende jährlich mindestens 200 Millionen Euro für Lobbyarbeit aus und beschäftigt über 1500 Mitarbeiter, um Einfluss zu nehmen. In Brüssel unterhält der Finanzsektor ebenfalls weit mehr Lobbyisten und gibt deutlich höhere Beträge für Lobbying aus als andere Bereiche. Diese Dominanz führt zu einem Ungleichgewicht der Interessen, da zivilgesellschaftliche Organisationen oft nicht über vergleichbare Mittel verfügen.

    Der Einfluss der Finanzlobby zeigt sich in zahlreichen Regulierungslücken, -verwässerungen und Finanzskandalen. Beispiele hierfür sind der CumEx-Steuerraub, bei dem die Finanzlobby erfolgreich Gesetzesvorschläge beeinflusste, um die Geschäfte fortsetzen zu können, oder der Wirecard-Skandal, bei dem das Unternehmen mit einem üppigen Lobbybudget und besten Kontakten in die Bundesregierung politische Beeinflussung betrieb. Solche Fälle verdeutlichen, wie Partikularinteressen von Finanzinstituten auf Kosten der Allgemeinheit durchgesetzt werden können, was zu Milliardenschäden für Steuerzahler und Anleger führt.

    Ein weiteres Phänomen ist der sogenannte "Drehtüreffekt", bei dem ehemalige Politiker oder Regierungsmitarbeiter nach ihrer Amtszeit als Lobbyisten für die Finanzbranche tätig werden. Ihre Insiderkenntnisse und Netzwerke sind für die Finanzlobby von großem Wert, um politische Prozesse effektiv zu beeinflussen. Dies kann die Transparenz und das Vertrauen in die politische Entscheidungsfindung beeinträchtigen.

    Rechtlicher Hinweis

    Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken. Sie stellen KEINE Finanzberatung, KEINE Anlageberatung gemäß § 63 WpHG und KEINE Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

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    Lobbying

    3 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 23. April 2026

    Definition

    Lobbying bezeichnet die gezielte und organisierte Einflussnahme von Interessengruppen, insbesondere aus der Wirtschaft und dem Finanzsektor, auf politische Entscheidungsträger und Gesetzgebungsprozesse, oft unter Einsatz erheblicher finanzieller Mittel, um partikulare Interessen zu fördern. Es ist der Versuch, staatliches Handeln und Gesetze im Sinne der eigenen finanziellen oder wirtschaftlichen Ziele zu gestalten.

    Detaillierte Erklärung

    Im Finanzkontext ist Lobbying eine weit verbreitete Praxis, bei der Unternehmen, Verbände und andere Akteure des Finanzmarktes versuchen, politische Entscheidungen zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Dies geschieht durch direkte Kontakte zu Politikern, die Bereitstellung von Informationen und Argumenten, aber auch durch finanzielle Zuwendungen wie Parteispenden oder das Sponsoring von Veranstaltungen, stets im Rahmen gesetzlicher Vorgaben. Ziel ist es, Gesetze und Regulierungen so zu formen, dass sie den Geschäftsmodellen und Profitinteressen der Finanzbranche entgegenkommen oder nachteilige Maßnahmen verhindern.

    Die Finanzindustrie gehört zu den mächtigsten Lobbygruppen, sowohl in Deutschland als auch auf EU-Ebene, und verfügt über erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen. Allein in Deutschland gibt die Finanzbranche laut einer Auswertung der Bürgerbewegung Finanzwende jährlich mindestens 200 Millionen Euro für Lobbyarbeit aus und beschäftigt über 1500 Mitarbeiter, um Einfluss zu nehmen. In Brüssel unterhält der Finanzsektor ebenfalls weit mehr Lobbyisten und gibt deutlich höhere Beträge für Lobbying aus als andere Bereiche. Diese Dominanz führt zu einem Ungleichgewicht der Interessen, da zivilgesellschaftliche Organisationen oft nicht über vergleichbare Mittel verfügen.

    Der Einfluss der Finanzlobby zeigt sich in zahlreichen Regulierungslücken, -verwässerungen und Finanzskandalen. Beispiele hierfür sind der CumEx-Steuerraub, bei dem die Finanzlobby erfolgreich Gesetzesvorschläge beeinflusste, um die Geschäfte fortsetzen zu können, oder der Wirecard-Skandal, bei dem das Unternehmen mit einem üppigen Lobbybudget und besten Kontakten in die Bundesregierung politische Beeinflussung betrieb. Solche Fälle verdeutlichen, wie Partikularinteressen von Finanzinstituten auf Kosten der Allgemeinheit durchgesetzt werden können, was zu Milliardenschäden für Steuerzahler und Anleger führt.

    Ein weiteres Phänomen ist der sogenannte "Drehtüreffekt", bei dem ehemalige Politiker oder Regierungsmitarbeiter nach ihrer Amtszeit als Lobbyisten für die Finanzbranche tätig werden. Ihre Insiderkenntnisse und Netzwerke sind für die Finanzlobby von großem Wert, um politische Prozesse effektiv zu beeinflussen. Dies kann die Transparenz und das Vertrauen in die politische Entscheidungsfindung beeinträchtigen.

    Verwandte Begriffe

    Public Affairs
    Interessenvertretung
    Transparenzregister
    Drehtüreffekt
    Regulierung