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    Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    325

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    275

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Volatilität

    268

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Inflation

    234

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Zölle

    224

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Federal Reserve

    193

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    S&p 500

    184

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    173

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Straße Von Hormus

    155

    Die Straße von Hormus ist eine strategisch wichtige Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, die als entscheidender maritimer Engpass für den globalen Energiehandel dient. Sie ist der primäre Seeweg für den Export eines erheblichen Teils des weltweiten Rohöls und Flüssigerdgases (LNG) aus den ölreichen Golfstaaten.

    Nachbörslicher Handel

    119

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    110

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Bewertung

    106

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Alle Begriffe

    Margin-Darlehen

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 13. Januar 2026

    Ein Margin-Darlehen ist ein Kredit, den ein Anleger von seinem Broker erhält, um Wertpapiere zu kaufen oder andere Ausgaben zu finanzieren, wobei die im Depot befindlichen Wertpapiere als Sicherheit dienen. Es ermöglicht die Erhöhung der Kaufkraft und damit potenziell höhere Gewinne, birgt aber auch ein erhöhtes Verlustrisiko.

    Ausführliche Erklärung

    Ein Margin-Darlehen funktioniert, indem ein Anleger ein Margin-Konto bei einem Broker eröffnet. Auf diesem Konto hinterlegt der Anleger einen Teil des Kapitals (die sogenannte "Initial Margin" oder Ersteinschuss), während der Broker den restlichen Betrag als Darlehen zur Verfügung stellt. Die gekauften Wertpapiere sowie andere Vermögenswerte im Konto dienen als Sicherheit für dieses Darlehen. Die Zinssätze für Margin-Darlehen sind variabel und können je nach geliehenem Betrag und Broker variieren. Es gibt kein festes Rückzahlungsdatum, was dem Händler Flexibilität bei der Rückzahlung bietet.

    Der Hauptvorteil eines Margin-Darlehens liegt in der Hebelwirkung (Leverage), die es dem Anleger ermöglicht, eine größere Position am Markt einzunehmen, als es mit dem eigenen Kapital allein möglich wäre. Dies kann die potenziellen Gewinne erheblich steigern, da die Gewinne auf der Grundlage des gesamten Positionswertes berechnet werden und nicht nur auf dem eingesetzten Eigenkapital. Zum Beispiel könnte ein Anleger mit einer Initial Margin von 200 € eine Position im Wert von 1.000 € kontrollieren, was einem Hebel von 1:5 entspricht.

    Allerdings sind Margin-Darlehen mit erheblichen Risiken verbunden. Fällt der Wert der als Sicherheit hinterlegten Wertpapiere unter ein bestimmtes Niveau (die "Maintenance Margin" oder Mindesteinschuss), kann der Broker eine Nachschussforderung (Margin Call) stellen. Dies bedeutet, dass der Anleger zusätzliches Kapital einzahlen oder Positionen schließen muss, um die Margin-Anforderungen wieder zu erfüllen. Kommt der Anleger dieser Forderung nicht nach, ist der Broker berechtigt, Positionen im Konto des Anlegers zwangsweise zu liquidieren, um das Darlehen zu decken, was zu erheblichen Verlusten führen kann, die das ursprünglich eingesetzte Kapital übersteigen.

    Ein Beispiel verdeutlicht das Risiko: Kauft ein Anleger Aktien im Wert von 4.000 USD, indem er 2.000 USD eigenes Kapital einsetzt und 2.000 USD als Margin-Darlehen aufnimmt, und der Aktienkurs fällt, können die Verluste schnell das eingesetzte Eigenkapital aufzehren. Bei einem Kursrückgang von 20 % auf die gesamte Position würde der Verlust 800 USD betragen, was 40 % des ursprünglichen Eigenkapitals entspricht. Bei einem weiteren Rückgang kann ein Margin Call ausgelöst werden, und im schlimmsten Fall kann der Anleger mehr als sein gesamtes Portfolio verlieren und dem Broker Geld schulden.

    Margin-Darlehen werden häufig für kurzfristige Investitionen genutzt, da die Zinsen auf den geliehenen Betrag anfallen und die Risiken bei längeren Haltedauern steigen. Sie bieten eine flexible Kreditlinie, können aber auch für andere Ausgaben genutzt werden, wenn die Zinssätze günstig sind.

    Rechtlicher Hinweis

    Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken. Sie stellen KEINE Finanzberatung, KEINE Anlageberatung gemäß § 63 WpHG und KEINE Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

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