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    Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    303

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    259

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Volatilität

    252

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Inflation

    217

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Zölle

    215

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Federal Reserve

    187

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    S&p 500

    173

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    161

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Straße Von Hormus

    122

    Die Straße von Hormus ist eine strategisch wichtige Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, die als entscheidender maritimer Engpass für den globalen Energiehandel dient. Sie ist der primäre Seeweg für den Export eines erheblichen Teils des weltweiten Rohöls und Flüssigerdgases (LNG) aus den ölreichen Golfstaaten.

    Nachbörslicher Handel

    114

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    106

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Bewertung

    100

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Alle Begriffe

    Momentum-Faktoren

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 25. Februar 2026

    Momentum-Faktoren beschreiben die empirisch beobachtete Tendenz, dass Finanzanlagen, die in der jüngsten Vergangenheit eine starke Performance gezeigt haben, diese positive Entwicklung auch in naher Zukunft fortsetzen, während schlecht performende Anlagen tendenziell weiter nachgeben. Sie messen die relative Kursveränderung oder die Dynamik eines Wertpapierkurses über einen bestimmten Zeitraum.

    Ausführliche Erklärung

    Der Kern der Momentum-Faktoren liegt in der Annahme, dass Trends an den Finanzmärkten eine gewisse Persistenz aufweisen. Dies bedeutet, dass "Gewinneraktien" dazu neigen, weiterhin Gewinner zu bleiben, und "Verliereraktien" dazu neigen, weiterhin Verlierer zu sein. Anlagestrategien, die auf Momentum basieren, zielen darauf ab, diese Trends auszunutzen, indem sie Wertpapiere mit starker positiver Kursentwicklung kaufen und solche mit schwacher oder negativer Entwicklung meiden oder verkaufen. Die Messung des Momentums erfolgt typischerweise über Zeiträume von 1 bis 12 Monaten, wobei die relative Kursentwicklung über diese Perioden analysiert wird.

    Die Existenz von Momentum wird oft durch verhaltensökonomische Theorien erklärt. Dazu gehören die Unterreaktion von Anlegern auf neue Informationen und Nachrichten sowie der Herdentrieb, bei dem Anleger dazu neigen, in Aktien zu investieren, deren Preise bereits steigen, was den Aufwärtsdruck weiter verstärkt. Diese psychologischen Effekte können zu Marktineffizienzen führen, die Momentum-Strategien ausnutzen. Momentum-Faktoren können auch als Belohnung für das Eingehen von Risiken angesehen werden, insbesondere das Risiko kurzfristiger Verluste bei plötzlichen Trendumkehrungen.

    Momentum-Strategien bieten potenzielle Vorteile wie Diversifikation, da sie oft eine geringe Korrelation zu anderen Faktoren wie Value aufweisen, und die Fähigkeit, sich dynamisch an veränderte Marktbedingungen anzupassen. Allerdings sind sie auch mit spezifischen Risiken verbunden. Dazu gehören das Reversal-Risiko, bei dem sich Trends abrupt umkehren können, was zu erheblichen Verlusten führt, sowie hohe Transaktionskosten und steuerliche Implikationen aufgrund des häufigen Rebalancings des Portfolios. Zudem kann es zu "Crowding" kommen, wenn viele Anleger gleichzeitig in dieselben Momentum-Aktien investieren, was deren Volatilität erhöhen kann.

    Momentum ist ein wichtiger Bestandteil des Faktorinvestierens und wird häufig in Multi-Faktor-Strategien eingesetzt, um die Renditen zu steigern oder als taktische Überlagerung. Es kann nicht nur auf Einzeltitelebene, sondern auch auf Branchen- oder Asset-Klassen-Ebene angewendet werden. Die Kombination von Momentum mit anderen Faktoren wie Value, Quality oder Low Volatility kann dazu beitragen, die Robustheit der Anlagestrategie zu erhöhen und Risiken zu managen.

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