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    Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Marktkapitalisierung

    134

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Künstliche Intelligenz (KI)

    124

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Volatilität

    106

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Federal Reserve

    96

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    S&p 500

    95

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Inflation

    81

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Kursziel

    71

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Zölle

    70

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Regierungsstillstand

    51

    Ein Regierungsstillstand (Government Shutdown) ist ein temporärer Verwaltungsstillstand, der eintritt, wenn die Legislative keine Gesetze zur Finanzierung der Exekutive verabschiedet, wodurch ein Großteil der staatlichen Aktivitäten und Dienstleistungen eingestellt wird. Dies geschieht typischerweise, wenn sich die politischen Parteien nicht auf einen Haushalt oder eine Übergangsfinanzierung einigen können, bevor die bestehenden Mittel auslaufen.

    Basispunkte

    51

    Ein Basispunkt ist eine Maßeinheit in der Finanzwelt. Er beschreibt sehr kleine Veränderungen bei Prozentangaben und entspricht genau einem Hundertstel eines Prozentpunktes.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    49

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Nachbörslicher Handel

    48

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Alle Begriffe

    Nachhaltige Entwicklung

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 15. November 2025

    Nachhaltige Entwicklung im Finanzbereich, oft als Sustainable Finance bezeichnet, integriert Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) in Investitions- und Geschäftsentscheidungen, um neben finanziellen Renditen auch ökologische und/oder soziale Ziele zu verfolgen. Ziel ist es, Kapitalströme in nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten und Projekte umzulenken, die zu einer kohlenstoffarmen, klimaresilienten und zirkulären Wirtschaft beitragen.

    Ausführliche Erklärung

    Die finanzielle Bedeutung der nachhaltigen Entwicklung manifestiert sich primär in der systematischen Berücksichtigung von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) bei der Bewertung von Unternehmen und Projekten sowie bei Anlageentscheidungen. Der Umweltaspekt (E) umfasst dabei Themen wie Klimaschutz, Ressourceneffizienz, Reduzierung von Emissionen und den Erhalt der Biodiversität. Der soziale Aspekt (S) bezieht sich auf faire Arbeitsbedingungen, Menschenrechte, Vielfalt und gesellschaftliches Engagement. Die Unternehmensführung (G) bewertet Aspekte wie Transparenz, Korruptionsbekämpfung und ethische Geschäftspraktiken.

    Dieser Ansatz führt zu einer Neuausrichtung von Investitionsstrategien, bei der Anleger ihr Kapital gezielt in Projekte und Unternehmen lenken, die nicht nur wirtschaftlich erfolgreich sind, sondern auch positive ökologische und soziale Auswirkungen erzielen. Dies beinhaltet oft den Ausschluss von Investitionen in kontroversen Sektoren wie fossilen Energien, Atomkraft oder Rüstung und die bevorzugte Allokation in "grüne" Projekte, beispielsweise im Bereich erneuerbarer Energien oder nachhaltiger Infrastruktur.

    Nachhaltige Entwicklung im Finanzsektor ist zudem ein entscheidendes Instrument zur Steuerung von Klima- und Nachhaltigkeitsrisiken, wodurch die Finanzstabilität erhöht und ein widerstandsfähiges Wirtschaftswachstum gefördert wird. Unternehmen mit einer starken ESG-Performance werden zunehmend als resilienter und innovativer angesehen, was langfristige Wertschöpfungspotenziale eröffnet.

    Die wachsende Relevanz dieses Finanzbegriffs wird durch zunehmende regulatorische Anforderungen untermauert, wie die EU-Taxonomie-Verordnung, die eine einheitliche Klassifizierung ökologisch nachhaltiger Wirtschaftsaktivitäten etabliert. Parallel dazu entstehen neue Finanzinstrumente wie grüne Anleihen (Green Bonds), nachhaltige Kredite und spezielle nachhaltige Fonds, die darauf abzielen, Kapital für umweltfreundliche und sozial verantwortliche Initiativen zu mobilisieren.

    Der Markt für nachhaltige Investitionen verzeichnet ein erhebliches Wachstum, getrieben durch eine steigende Nachfrage von Investoren, die neben Rendite auch ethische und ökologische Kriterien berücksichtigen möchten. Um Transparenz zu gewährleisten und Greenwashing zu bekämpfen, gewinnen Nachhaltigkeitsberichte (z.B. nach GRI-Standards) und unabhängige Zertifizierungen zunehmend an Bedeutung, um Anlegern die Identifizierung tatsächlich nachhaltiger Produkte zu erleichtern.

    Rechtlicher Hinweis

    Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken. Sie stellen KEINE Finanzberatung, KEINE Anlageberatung gemäß § 63 WpHG und KEINE Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

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