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    Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    286

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    239

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Volatilität

    220

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Zölle

    211

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Inflation

    195

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Federal Reserve

    178

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    S&p 500

    154

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    147

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Nachbörslicher Handel

    111

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    101

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Bewertung

    94

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Künstliche Intelligenz

    90

    Künstliche Intelligenz (KI) im Finanzwesen bezeichnet den Einsatz fortschrittlicher Technologien wie maschinelles Lernen und Algorithmen zur Analyse großer Datenmengen, Automatisierung von Aufgaben und Verbesserung der Entscheidungsfindung in Finanzdienstleistungen. Sie ermöglicht Finanzinstituten, menschliche Intelligenz und Entscheidungsprozesse nachzubilden, um komplexe Vorgänge effizienter zu bewältigen.

    Alle Begriffe

    Notleidende Kredite

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 28. Februar 2026

    Notleidende Kredite (Non-Performing Loans, NPL) sind Darlehen, bei denen der Kreditnehmer seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt oder bei denen es unwahrscheinlich ist, dass er den Kredit vollständig zurückzahlen kann. Dies ist typischerweise der Fall, wenn Zahlungen seit mehr als 90 Tagen überfällig sind oder Anzeichen für eine drohende Zahlungsunfähigkeit bestehen.

    Ausführliche Erklärung

    Ein Kredit wird als notleidend eingestuft, wenn der Schuldner mit dem Schuldendienst in Rückstand gerät oder die Bank Anhaltspunkte dafür hat, dass der Kreditnehmer den Kredit wahrscheinlich nicht zurückzahlen kann. Solche Anzeichen können der Verlust des Arbeitsplatzes bei einer Privatperson oder finanzielle Schwierigkeiten eines Unternehmens sein, die dazu führen, dass ein Immobiliendarlehen oder ein Unternehmenskredit nicht mehr wie vereinbart bedient werden kann. Die Europäische Zentralbank (EZB) definiert einen Kredit als notleidend, wenn der Kreditnehmer seit über 90 Tagen mit Zins- oder Tilgungszahlungen in Verzug ist.

    Notleidende Kredite stellen für Banken eine erhebliche Belastung dar, da sie die Ertragskraft schwächen und Verluste verursachen. Um sich gegen diese potenziellen Verluste abzusichern, müssen Banken Rückstellungen bilden, was bedeutet, dass sie Geld beiseitelegen, das für die Deckung dieser erwarteten Ausfälle vorgesehen ist. Ein hoher Bestand an notleidenden Krediten kann die Fähigkeit einer Bank einschränken, neue Kredite zu vergeben, was wiederum negative Auswirkungen auf die Wirtschaft insgesamt haben kann, da Unternehmen weniger Investitionen tätigen und Arbeitsplätze schaffen können.

    Banken haben verschiedene Handlungsoptionen, um mit notleidenden Krediten umzugehen. Dazu gehören die Kreditsanierung, bei der versucht wird, den Kreditnehmer durch angepasste Konditionen wieder zahlungsfähig zu machen, oder die Kreditabwicklung, die bis zur Verwertung von Sicherheiten reichen kann. Eine weitere Möglichkeit ist der Verkauf der notleidenden Kredite an Investoren, oft mit einem Abschlag auf den ursprünglichen Wert, um größere Verluste durch eine vollständige Abschreibung zu vermeiden. Auch die Auslagerung in eine sogenannte "Bad Bank" oder die Verbriefung sind mögliche Strategien.

    Die Begriffe "Notleidende Kredite" (Non-Performing Loans, NPL) und "Notleidende Risikopositionen" (Non-Performing Exposures, NPE) werden oft synonym verwendet, obwohl es eine feine Unterscheidung gibt. NPLs beziehen sich streng genommen auf bilanzwirksame Kredite und fällige Beträge, während NPEs zusätzlich außerbilanzielle Positionen wie Kreditzusagen und Finanzgarantien umfassen. Die EZB verwendet die Begriffe jedoch häufig synonym für NPE. Die Bankenaufsicht, insbesondere die EZB, legt großen Wert auf die Prävention und den Abbau notleidender Kredite im europäischen Bankensystem und hat entsprechende Leitlinien und Erwartungen an die Banken formuliert.

    Rechtlicher Hinweis

    Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken. Sie stellen KEINE Finanzberatung, KEINE Anlageberatung gemäß § 63 WpHG und KEINE Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

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