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    Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    274

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    233

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Volatilität

    212

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Zölle

    209

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Inflation

    181

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Federal Reserve

    177

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    S&p 500

    150

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    144

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Nachbörslicher Handel

    107

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    101

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Bewertung

    89

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Künstliche Intelligenz

    89

    Künstliche Intelligenz (KI) im Finanzwesen bezeichnet den Einsatz fortschrittlicher Technologien wie maschinelles Lernen und Algorithmen zur Analyse großer Datenmengen, Automatisierung von Aufgaben und Verbesserung der Entscheidungsfindung in Finanzdienstleistungen. Sie ermöglicht Finanzinstituten, menschliche Intelligenz und Entscheidungsprozesse nachzubilden, um komplexe Vorgänge effizienter zu bewältigen.

    Alle Begriffe

    Plattformmodelle

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 22. März 2026

    Plattformmodelle im Finanzbereich sind internetbasierte Geschäftsmodelle, die verschiedene Akteure, wie Anbieter und Nachfrager von Finanzdienstleistungen, auf einem digitalen Marktplatz zusammenführen, um Interaktionen und Transaktionen zu ermöglichen. Sie konzentrieren sich darauf, Finanztransaktionen und -dienstleistungen wie Zahlungen, Investitionen oder Kredite zu erleichtern und zugänglicher zu machen.

    Ausführliche Erklärung

    Plattformmodelle haben die Finanzbranche maßgeblich verändert, indem sie traditionelle Wertschöpfungsketten aufbrechen und neue Formen der Interaktion zwischen Finanzdienstleistern und Kunden schaffen. Im Kern geht es darum, eine digitale Infrastruktur bereitzustellen, die es Dritten ermöglicht, ihre Produkte und Dienstleistungen anzubieten oder zu integrieren, während Kunden von einer größeren Auswahl und oft besseren Konditionen profitieren. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist die Regulierung, wie beispielsweise die Payment Services Directive 2 (PSD2) in der EU, die Banken dazu verpflichtet, Schnittstellen für Kontoinformations- und Zahlungsauslösedienste zu öffnen. Dies fördert das sogenannte Open Banking, bei dem Banken nicht mehr nur eigene Leistungen anbieten, sondern auch Angebote Dritter integrieren oder selbst Teil größerer Ökosysteme werden.

    Finanzplattformen können verschiedene Formen annehmen. Dazu gehören Zahlungsplattformen wie PayPal oder Stripe, die den Geldtransfer vereinfachen, oder auch Kryptowährungsplattformen, die den Handel mit digitalen Assets ermöglichen. Darüber hinaus entstehen Plattformen, die Anlageprodukte, Kreditvergaben (Peer-to-Peer-Lending) oder Versicherungsdienstleistungen bündeln und vermitteln. Diese Modelle nutzen oft Netzwerkeffekte, bei denen der Wert der Plattform für jeden Nutzer steigt, je mehr Teilnehmer sie hat, was zu einem schnellen Wachstum führen kann.

    Die Monetarisierung von Plattformmodellen im Finanzbereich erfolgt typischerweise über verschiedene Wege. Häufig werden Transaktionsgebühren erhoben, die bei jeder über die Plattform abgewickelten Finanztransaktion anfallen. Auch Aufnahmegebühren für Anbieter oder Abonnementmodelle für bestimmte Premium-Dienste sind verbreitet. Durch die Aggregation von Angeboten und die Vereinfachung des Zugangs zu Finanzprodukten können Plattformen Effizienzgewinne erzielen und gleichzeitig neue Einnahmequellen erschließen, die über das klassische Zins- oder Provisionsgeschäft hinausgehen.

    Für etablierte Finanzinstitute stellen Plattformmodelle sowohl eine Herausforderung als auch eine Chance dar. Sie können dazu führen, dass Banken aus ihren angestammten Märkten verdrängt werden, wenn branchenübergreifende Unternehmen Finanzdienstleistungen auf ihren digitalen Plattformen integrieren. Gleichzeitig bieten sie Banken die Möglichkeit, ihre Reichweite zu erhöhen, neue Kundensegmente zu erschließen und innovative Dienstleistungen anzubieten, indem sie selbst Plattformen betreiben oder sich in bestehende Ökosysteme integrieren. Die Fähigkeit, Daten intelligent zu nutzen und Vertrauen in einem offenen Netzwerk zu schaffen, ist dabei entscheidend für den Erfolg.

    Rechtlicher Hinweis

    Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken. Sie stellen KEINE Finanzberatung, KEINE Anlageberatung gemäß § 63 WpHG und KEINE Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

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