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    Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    233

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    208

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Zölle

    195

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Volatilität

    172

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Federal Reserve

    152

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    Inflation

    137

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Kursziel

    127

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    S&p 500

    127

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    98

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Nachbörslicher Handel

    89

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Bewertung

    82

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Basispunkte

    72

    Ein Basispunkt ist eine Maßeinheit in der Finanzwelt. Er beschreibt sehr kleine Veränderungen bei Prozentangaben und entspricht genau einem Hundertstel eines Prozentpunktes.

    Alle Begriffe

    Release-Zeitplan

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 16. November 2025

    Ein Release-Zeitplan im Finanzbereich bezieht sich auf einen festgelegten Zeitplan, der regelt, wann bestimmte Finanzinstrumente, Vermögenswerte oder Anteile für den Handel, die Ausübung oder den vollständigen Besitz freigegeben werden. Dies dient oft der Mitarbeiterbindung, der Marktstabilisierung nach einem Börsengang oder der schrittweisen Freigabe von Investitionen.

    Ausführliche Erklärung

    Im Kontext von Mitarbeiterbeteiligungen, wie Aktienoptionen oder Restricted Stock Units (RSUs), ist ein Release-Zeitplan, oft als "Vesting Schedule" bezeichnet, ein Mechanismus, der festlegt, wann Mitarbeiter das volle Eigentum an den ihnen zugeteilten Anteilen erwerben. Dieser Prozess, bekannt als Vesting oder Erdienung, ist entscheidend für die Mitarbeiterbindung, da er Anreize schafft, über einen bestimmten Zeitraum im Unternehmen zu bleiben. Ein typischer Vesting Schedule könnte beispielsweise vorsehen, dass ein Mitarbeiter über vier Jahre hinweg jährlich 25 % seiner zugesagten Aktien erhält. Verlässt der Mitarbeiter das Unternehmen vor Ablauf dieser Frist, erhält er in der Regel nur die bereits "verdienten" (vested) Anteile. Es gibt verschiedene Arten von Vesting Schedules, darunter "Cliff Vesting", bei dem die Anteile erst nach einer bestimmten Mindestbeschäftigungsdauer vollständig freigegeben werden, und "Graded Vesting", bei dem die Anteile schrittweise über einen längeren Zeitraum freigegeben werden.

    Ein weiterer wichtiger Anwendungsbereich des Release-Zeitplans ist die sogenannte "Lock-up-Periode" oder Sperrfrist nach einem Börsengang (IPO). Hierbei handelt es sich um eine vertraglich festgelegte Frist, innerhalb derer Gründer, Manager und frühe Investoren ihre Aktien nicht verkaufen dürfen. Diese Sperrfrist, die typischerweise einige Wochen bis Monate dauert, soll den Markt vor einem plötzlichen Überangebot an Aktien schützen, das zu erheblichen Kursrückgängen führen könnte. Das Ende einer solchen Lock-up-Periode ist für Anleger ein kritischer Zeitpunkt, da eine große Menge an Insider-Aktien auf den Markt kommen und den Kurs beeinflussen kann.

    Darüber hinaus können Release-Zeitpläne auch bei anderen Finanzprodukten oder -transaktionen zum Einsatz kommen, um die Liquidität oder den Zugang zu bestimmten Vermögenswerten zu steuern. Beispielsweise können bei bestimmten Investitionen oder Beteiligungen vertragliche Vereinbarungen getroffen werden, die eine schrittweise Freigabe von Kapital oder Anteilen über einen definierten Zeitraum vorsehen. Dies kann dazu dienen, Risiken zu mindern, die Einhaltung von Meilensteinen zu gewährleisten oder die strategische Entwicklung einer Investition zu unterstützen.

    Die Einhaltung und Überwachung dieser Release-Zeitpläne ist von großer Bedeutung. Bei Mitarbeiteraktien müssen die Verwahrstellen die Einhaltung der Sperrfristen überwachen. Ein vorzeitiger Wegfall einer Sperrfrist kann steuerliche Konsequenzen haben, da der Vermögenszuwachs als Erwerbseinkommen zum Zeitpunkt der Freigabe steuerbar wird. Für Anleger ist es entscheidend, die Termine von Lock-up-Perioden im Blick zu behalten, um potenzielle Kursrisiken einschätzen zu können.

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