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    Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    236

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    208

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Zölle

    195

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Volatilität

    173

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Federal Reserve

    153

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    Inflation

    138

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Kursziel

    127

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    S&p 500

    127

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    98

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Nachbörslicher Handel

    91

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Bewertung

    82

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Basispunkte

    72

    Ein Basispunkt ist eine Maßeinheit in der Finanzwelt. Er beschreibt sehr kleine Veränderungen bei Prozentangaben und entspricht genau einem Hundertstel eines Prozentpunktes.

    Alle Begriffe

    Restrukturierungen

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 9. Januar 2026

    Restrukturierung bezeichnet die grundlegende Neuausrichtung eines Wirtschaftssubjekts, typischerweise eines Unternehmens, mit dem Ziel, dessen wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachhaltig zu verbessern. Sie umfasst tiefgreifende Veränderungen in der Organisationsstruktur, den Geschäftsprozessen oder der finanziellen Situation, oft als Reaktion auf Krisen oder veränderte Marktbedingungen.

    Ausführliche Erklärung

    Restrukturierungen werden in der Regel als Reaktion auf wirtschaftliche Krisen, negative Geschäftsentwicklungen oder signifikante Veränderungen im Marktumfeld initiiert. Die primären Ziele sind die Wiederherstellung der Wettbewerbs- und Zahlungsfähigkeit, die Sicherung der Liquidität, die Reduzierung von Schulden, die Steigerung der Erträge und die Senkung von Kosten, um das Unternehmen langfristig stabiler und zukunftsfähig zu machen. Dies kann durch eine Vielzahl von Maßnahmen erreicht werden, die verschiedene Bereiche des Unternehmens betreffen.

    Im finanzspezifischen Kontext lassen sich mehrere Arten von Restrukturierungen unterscheiden. Die finanzielle Restrukturierung konzentriert sich direkt auf die Verbesserung der Kapitalstruktur eines Unternehmens. Maßnahmen hierzu umfassen den Abbau von Schulden, Umschuldungen, die Neuverhandlung von Kreditlinien mit Gläubigern, Forderungsverzichte oder die Umwandlung von Fremdkapital in Eigenkapital (Debt-to-Equity Swap). Auch der Verkauf von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Vermögenswerten oder Kapitalerhöhungen zur Stärkung der Eigenkapitalbasis sind typische Instrumente, um die Liquidität zu sichern und die finanzielle Stabilität wiederherzustellen.

    Neben der rein finanziellen Ebene gibt es die operative Restrukturierung, die auf die Effizienz und Effektivität der Geschäftsprozesse abzielt. Dazu gehören die Rationalisierung von Produktionsabläufen, Prozessoptimierungen, die Schließung unrentabler Geschäftsbereiche oder auch Personalabbau. Obwohl diese Maßnahmen operativer Natur sind, haben sie direkte und erhebliche finanzielle Auswirkungen durch Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen. Eine strategische Restrukturierung beinhaltet grundlegende Veränderungen des Geschäftsmodells, wie den Einstieg in neue Märkte, die Diversifizierung des Produktportfolios oder die Konzentration auf profitablere Kernkompetenzen. Auch hier sind die finanziellen Auswirkungen, etwa durch die Erschließung neuer Ertragsquellen oder die Abstoßung verlustreicher Bereiche, von zentraler Bedeutung.

    Der Prozess einer Restrukturierung ist komplex und erfordert eine umfassende Analyse der Unternehmenssituation, um die Ursachen für eine Schieflage zu identifizieren. Restrukturierungen sind oft mit erheblichen Herausforderungen und Risiken verbunden, darunter der Widerstand von Mitarbeitenden, Umsetzungsrisiken oder potenzielle Kundenverluste. Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist daher eine transparente Kommunikation mit allen Stakeholdern sowie ein professionelles Change Management, um die Akzeptanz für die notwendigen Veränderungen zu schaffen.

    Rechtlicher Hinweis

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