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    Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    242

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    214

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Zölle

    197

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Volatilität

    183

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Federal Reserve

    154

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    Inflation

    144

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    S&p 500

    135

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    129

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    99

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Nachbörslicher Handel

    92

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Bewertung

    84

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Basispunkte

    73

    Ein Basispunkt ist eine Maßeinheit in der Finanzwelt. Er beschreibt sehr kleine Veränderungen bei Prozentangaben und entspricht genau einem Hundertstel eines Prozentpunktes.

    Alle Begriffe

    Semi-Liquide Retailfonds

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 3. März 2026

    Semi-liquide Retailfonds sind Investmentfonds, die Privatanlegern Zugang zu illiquiden Anlageklassen wie Private Equity oder Immobilien ermöglichen, indem sie eine eingeschränkte, periodische Liquidität bieten. Sie stellen einen Kompromiss zwischen der vollständigen Illiquidität traditioneller geschlossener Fonds und der täglichen Handelbarkeit liquider Fonds dar.

    Ausführliche Erklärung

    Semi-liquide Retailfonds sind darauf ausgelegt, die Lücke zwischen den hohen Renditechancen illiquider privater Märkte und dem Bedürfnis von Privatanlegern nach einer gewissen Flexibilität beim Zugang zu ihrem Kapital zu schließen. Traditionell waren private Märkte institutionellen Anlegern vorbehalten, da sie lange Kapitalbindungsfristen und hohe Mindestinvestitionen erforderten. Diese Fondsstrukturen, oft als "Evergreen-Fonds" oder "Interval Funds" bezeichnet, ermöglichen es Privatanlegern, in alternative Anlageklassen wie Private Equity, Private Debt, Infrastruktur und Immobilien zu investieren, die potenziell höhere Renditen und Diversifikationsvorteile gegenüber öffentlichen Märkten bieten können.

    Die Liquidität in semi-liquiden Retailfonds ist nicht täglich gewährleistet, sondern erfolgt über festgelegte Rücknahmefenster, die typischerweise monatlich oder quartalsweise geöffnet sind. Anleger müssen ihre Rücknahmeanträge in der Regel mit einer Vorlaufzeit von 30 bis 90 Tagen einreichen. Um die Stabilität des Fonds zu gewährleisten und erzwungene Notverkäufe von illiquiden Vermögenswerten zu vermeiden, sind die Rücknahmen oft auf einen bestimmten Prozentsatz des Nettoinventarwerts (NAV) des Fonds pro Periode begrenzt, beispielsweise 5 % bis 10 %. Sollten die Rücknahmeanträge diese Obergrenzen überschreiten, können sogenannte "Gates" (Rücknahmebeschränkungen) angewendet oder die Anträge anteilig bedient werden.

    Fondsmanager semi-liquider Fonds halten typischerweise einen Teil des Fondsvermögens (z.B. 10 % bis 20 %) in liquiden Anlagen oder Barmitteln vor, um die periodischen Rücknahmeanträge bedienen zu können. Dies wird als "Liquiditätspolster" oder "Liquiditätshülle" bezeichnet. Die Bewertung der im Fonds gehaltenen illiquiden Vermögenswerte erfolgt in der Regel häufiger, oft monatlich oder quartalsweise, um eine aktuelle Grundlage für die Rücknahmen zu schaffen. Regulatorische Entwicklungen, wie die ELTIF 2.0-Verordnung in der EU, fördern die Verbreitung dieser Fondsstrukturen und erleichtern Privatanlegern den Zugang zu langfristigen illiquiden Investitionen.

    Der Aufstieg semi-liquider Retailfonds ist eine Reaktion auf die wachsende Nachfrage von Privatanlegern nach diversifizierten Portfolios, die auch alternative Anlageklassen umfassen. Sie bieten den Vorteil, dass Anleger sofort in ein bereits diversifiziertes Portfolio privater Vermögenswerte investieren können, anstatt auf Kapitalabrufe bei traditionellen geschlossenen Fonds warten zu müssen. Gleichzeitig ermöglichen sie eine gewisse Kontrolle über die Liquidität, die bei vollständig illiquiden Anlagen fehlt. Dies macht sie zu einem attraktiven Instrument für die "Demokratisierung" der privaten Märkte.

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