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    Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    214

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    199

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Zölle

    175

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Volatilität

    167

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Federal Reserve

    149

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    Inflation

    130

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    S&p 500

    125

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    123

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    89

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Nachbörslicher Handel

    85

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Bewertung

    79

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Basispunkte

    69

    Ein Basispunkt ist eine Maßeinheit in der Finanzwelt. Er beschreibt sehr kleine Veränderungen bei Prozentangaben und entspricht genau einem Hundertstel eines Prozentpunktes.

    Alle Begriffe

    Spillover-Effekte

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 18. Januar 2026

    Spillover-Effekte bezeichnen in den Finanzmärkten die Übertragung von Veränderungen oder Ereignissen in einem Sektor, Markt oder Land auf andere, scheinbar unbeteiligte Sektoren, Märkte oder Länder. Sie beschreiben eine Art "Abfluss-Effekt" oder "Überschwappen-Effekt", der sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben kann.

    Ausführliche Erklärung

    Spillover-Effekte sind ein zentrales Konzept in den Kapitalmärkten und der Wirtschaft, das die Interdependenz und Vernetzung verschiedener Bereiche hervorhebt. Sie treten auf, wenn eine Veränderung in einem Marktsektor eine Kettenreaktion auslöst, die sich auf andere Märkte oder Vermögenswerte auswirkt. Diese Effekte können durch makroökonomische Bedingungen, politische Entscheidungen, finanzielle Transaktionen oder sogar Stimmungsänderungen der Anleger ausgelöst werden. Die Auswirkungen können zu erhöhter Volatilität und Unsicherheit auf den Kapitalmärkten führen.

    Ein prominentes Beispiel für negative Spillover-Effekte ist die globale Finanzkrise von 2008. Ursprünglich in der US-Immobilien- und Bankenbranche entstanden, weiteten sich die Risiken und Verluste durch die komplexen Verflechtungen der Finanzmärkte und den Handel mit Finanzprodukten auf den gesamten globalen Finanzsektor aus. Dies führte zu weltweiten Konsequenzen, da Kapitalabflüsse, sinkende Handelsvolumina und erhöhte Unsicherheit die Wirtschaft vieler Nationen beeinträchtigten. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) befürchtete beispielsweise Spillover-Effekte aus der Realwirtschaft auf kleinere Banken, insbesondere nach der Corona-Pandemie, wo sich Krisen in bestimmten Wirtschaftszweigen auf die Qualität von Vermögenswerten und die Solvenz von Banken auswirken könnten.

    Spillover-Effekte können jedoch auch positive Auswirkungen haben. Wenn beispielsweise eine Innovation in einer Branche den technologischen Fortschritt in anderen Sektoren befruchtet, spricht man von positiven Spillover-Effekten. Im Finanzbereich kann die positive Imagewirkung einer Bank auf andere Vorstellungsinhalte oder die Werbung für ein Finanzprodukt, wie Festgeldanlagen, unerwartet zu einer Zunahme von Aktiendepots führen. Unternehmen und Investoren nutzen die Analyse von Spillover-Effekten, um Risiken besser einzuschätzen und Chancen in verschiedenen Märkten oder Sektoren zu identifizieren.

    Die Dynamik von Finanzierungsengpässen ist ein weiteres Beispiel für Spillover-Effekte. Wenn Banken auf einem Finanzierungsmarkt mit Engpässen konfrontiert sind, weichen sie auf andere Finanzierungsquellen aus. Dies verschärft den Wettbewerb auf diesen alternativen Märkten, wodurch auch Banken, die ursprünglich nicht direkt betroffen waren, mit Finanzierungsengpässen konfrontiert werden können, da sie von den direkt betroffenen Banken verdrängt werden. Solche Effekte können sich stark auf die Realwirtschaft auswirken.

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