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    Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    228

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    208

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Zölle

    193

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Volatilität

    171

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Federal Reserve

    151

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    Inflation

    135

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Kursziel

    127

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    S&p 500

    126

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    97

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Nachbörslicher Handel

    88

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Bewertung

    81

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Basispunkte

    72

    Ein Basispunkt ist eine Maßeinheit in der Finanzwelt. Er beschreibt sehr kleine Veränderungen bei Prozentangaben und entspricht genau einem Hundertstel eines Prozentpunktes.

    Alle Begriffe

    Staatsverschuldung

    11 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 24. Februar 2026

    Staatsverschuldung bezeichnet die Gesamtheit der finanziellen Verbindlichkeiten, die ein Staat gegenüber Dritten, wie Banken, Investoren oder anderen Staaten, hat. Sie entsteht, wenn die Ausgaben des Staates seine Einnahmen übersteigen und das daraus resultierende Haushaltsdefizit durch Kreditaufnahme finanziert werden muss.

    Ausführliche Erklärung

    Staatsverschuldung ist eine Bestandsgröße, die sich aus der kumulierten Neuverschuldung über die Jahre ergibt, wenn die jährlichen Staatsausgaben die Staatseinnahmen übertreffen. Diese Ausgaben umfassen beispielsweise Investitionen in Infrastruktur, Bildung, soziale Sicherungssysteme oder die Bewältigung von Krisen wie Wirtschaftsabschwüngen oder Naturkatastrophen. Um diese Finanzierungslücken zu decken, nimmt der Staat Kredite auf, typischerweise durch die Emission von Staatsanleihen und anderen Schuldverschreibungen am Kapitalmarkt.

    Die Gläubiger eines Staates sind vielfältig und umfassen inländische und ausländische Geschäftsbanken, Versicherungen, Pensionsfonds, andere Finanzinstitute sowie private Anleger. Die Rückzahlung dieser Schulden erfolgt über einen festgelegten Zeitraum, wobei der Staat Zinsen auf das geliehene Kapital entrichten muss. Die Höhe der Staatsverschuldung wird oft nicht nur als absoluter Betrag, sondern auch im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung eines Landes, dem Bruttoinlandsprodukt (BIP), als sogenannte Schuldenquote gemessen. Diese Quote dient als Indikator für die Tragfähigkeit der Schulden, da ein höheres BIP in der Regel auf eine größere Fähigkeit zur Schuldentilgung hindeutet.

    Eine hohe Staatsverschuldung kann weitreichende finanzielle und wirtschaftliche Folgen haben. Sie kann den finanzpolitischen Spielraum des Staates erheblich einschränken, da ein wachsender Anteil des Haushalts für Zins- und Tilgungszahlungen aufgewendet werden muss. Dies kann zu einer Verdrängung privater Investitionen führen (Crowding-out-Effekt) und das Wirtschaftswachstum hemmen. Langfristig kann eine untragbare Schuldenlast das Vertrauen von Investoren untergraben, die Kreditwürdigkeit des Staates mindern und im schlimmsten Fall zu einem Staatsbankrott führen. Zudem kann sie eine Belastung für zukünftige Generationen darstellen, die die Schuldenlast tragen müssen.

    Um den Risiken einer übermäßigen Staatsverschuldung entgegenzuwirken, haben viele Länder rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen. Ein Beispiel hierfür ist die in Deutschland verankerte Schuldenbremse, eine verfassungsrechtliche Regelung, die die Neuverschuldung des Bundes und der Länder begrenzt. Auch auf internationaler Ebene gibt es Bestrebungen zur Begrenzung der Staatsverschuldung, wie die Maastricht-Kriterien der Europäischen Union, die eine maximale Schuldenquote von 60 Prozent des BIP für die Mitgliedstaaten vorsehen.

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