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    Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    218

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    201

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Zölle

    179

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Volatilität

    167

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Federal Reserve

    149

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    Inflation

    130

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    S&p 500

    126

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    124

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    91

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Nachbörslicher Handel

    85

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Bewertung

    79

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Basispunkte

    69

    Ein Basispunkt ist eine Maßeinheit in der Finanzwelt. Er beschreibt sehr kleine Veränderungen bei Prozentangaben und entspricht genau einem Hundertstel eines Prozentpunktes.

    Alle Begriffe

    Stock-Picking-Strategien

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 13. Januar 2026

    Stock-Picking-Strategien bezeichnen die gezielte Auswahl einzelner börsennotierter Aktien durch Investoren mit dem Ziel, eine überdurchschnittliche Rendite im Vergleich zum Gesamtmarkt zu erzielen. Diese aktive Anlagestrategie basiert auf der Annahme, dass durch sorgfältige Analyse unterbewertete oder wachstumsstarke Unternehmen identifiziert werden können.

    Ausführliche Erklärung

    Stock-Picking ist eine aktive Anlagestrategie, die sich deutlich von passiven Investmentansätzen wie dem Kauf von Indexfonds oder ETFs abgrenzt, welche den Gesamtmarkt abbilden. Das primäre Ziel des Stock-Pickings ist es, durch die Auswahl spezifischer Wertpapiere ein sogenanntes "Alpha" zu generieren, also eine Rendite, die über der des jeweiligen Referenzmarktes liegt. Investoren, die Stock-Picking betreiben, sind überzeugt, dass sie durch ihre Analyse und Auswahl die "Rosinen im Kuchen" finden können, die andere Marktteilnehmer möglicherweise übersehen haben.

    Die Auswahl der Aktien erfolgt in der Regel auf Basis umfassender Analysen und Bewertungen verschiedener Faktoren. Zu den gängigsten Methoden gehören die Fundamentalanalyse und die Technische Analyse. Bei der Fundamentalanalyse werden Unternehmenskennzahlen wie Umsatzentwicklung, Gewinn pro Aktie (EPS), Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), Cashflow, Eigenkapitalquote, Geschäftsmodell und Marktstellung untersucht, um den inneren Wert eines Unternehmens zu bestimmen. Die Technische Analyse hingegen konzentriert sich auf die Auswertung von Kursverläufen, Charts und Volumendaten, um Trends und Handelssignale zu identifizieren. Ergänzend können auch qualitative Analysen des Managements, der Wettbewerbsvorteile oder der Branche sowie Stimmungsindikatoren herangezogen werden.

    Stock-Picking ist oft ein integraler Bestandteil übergeordneter Anlagestrategien. Dazu zählen beispielsweise das Value Investing, bei dem Anleger nach unterbewerteten Aktien suchen, das Growth Investing, das auf Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial abzielt, oder das Quality Investing, das sich auf Unternehmen mit stabilen und überdurchschnittlichen Erträgen konzentriert. Auch die Dividendenstrategie, bei der Aktien mit hohen und stabilen Dividendenausschüttungen ausgewählt werden, nutzt Stock-Picking. Ein Beispiel könnte ein Anleger sein, der im Technologiesektor etablierte Unternehmen anhand finanzieller Kennzahlen wie Umsatzentwicklung und Eigenkapitalrendite sowie deren Marktstellung und Wettbewerb analysiert, um eine überdurchschnittliche Performance zu erzielen.

    Trotz der potenziellen Vorteile birgt Stock-Picking erhebliche Risiken und Herausforderungen. Es erfordert ein hohes Maß an Fachwissen, Zeit und eine gründliche Recherche. Selbst professionelle Fondsmanager schaffen es oft nicht, den Markt dauerhaft zu schlagen. Zudem kann die Konzentration auf wenige Einzeltitel zu einer unzureichenden Diversifikation führen, was das spezifische Risiko im Portfolio erhöht. Transaktionskosten durch häufiges Kaufen und Verkaufen können die Rendite zusätzlich schmälern.

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