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    Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    217

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    201

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Zölle

    177

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Volatilität

    167

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Federal Reserve

    149

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    Inflation

    130

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    S&p 500

    126

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    124

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    91

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Nachbörslicher Handel

    85

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Bewertung

    79

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Basispunkte

    69

    Ein Basispunkt ist eine Maßeinheit in der Finanzwelt. Er beschreibt sehr kleine Veränderungen bei Prozentangaben und entspricht genau einem Hundertstel eines Prozentpunktes.

    Alle Begriffe

    Strategische Minderheitsbeteiligung

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 2. Februar 2026

    Eine strategische Minderheitsbeteiligung ist der Erwerb eines Kapitalanteils von weniger als 50 % an einem Unternehmen durch einen Investor, mit dem Ziel, langfristige strategische Vorteile jenseits reiner Finanzerträge zu erzielen. Sie ermöglicht dem Minderheitsgesellschafter Einflussnahme und Wertschöpfung, ohne die vollständige Kontrolle über das Zielunternehmen zu übernehmen.

    Ausführliche Erklärung

    Eine Minderheitsbeteiligung bezeichnet den Anteil an einem Unternehmen, der weniger als 50 % der Stimmrechte oder des Eigenkapitals ausmacht und somit keine beherrschende Kontrolle über das Zielunternehmen gewährt. Typischerweise liegt eine solche Beteiligung oft im Bereich von 20 % bis 30 %. Obwohl der Minderheitsgesellschafter nicht die Mehrheit der Stimmrechte besitzt, kann er durch Verhandlungen bestimmte Mitspracherechte und Schutzrechte erlangen, wie beispielsweise einen Sitz im Aufsichtsrat oder Vetorechte bei wesentlichen strategischen Entscheidungen.

    Der "strategische" Aspekt dieser Beteiligung liegt in den über die reine Kapitalanlage hinausgehenden Zielen des Investors. Strategische Investoren, oft Wettbewerber, Kunden oder Lieferanten, streben danach, Synergien zu schaffen, Zugang zu neuen Märkten oder Technologien zu erhalten, die Wertschöpfungskette zu optimieren oder die eigene Marktposition zu stärken. Dies kann durch die Einbringung von branchenspezifischem Know-how, technologischer Expertise oder den Zugang zu neuen Kundennetzwerken geschehen.

    Für das Zielunternehmen bietet eine strategische Minderheitsbeteiligung die Möglichkeit, Kapital für Wachstumsinvestitionen, Expansion oder Produktentwicklung zu erhalten, ohne die Mehrheit der Eigentums- und Kontrollrechte abgeben zu müssen. Dies ist besonders attraktiv für Familienunternehmen oder Gründer, die ihre operative Autonomie und Unternehmenskultur bewahren möchten. Der Minderheitsinvestor agiert hier oft als Partner, der Ressourcen und strategische Unterstützung bereitstellt, während die bestehende Führung weiterhin die operative Kontrolle behält.

    Die Ausgestaltung einer strategischen Minderheitsbeteiligung erfordert sorgfältige vertragliche Regelungen. Dazu gehören Vereinbarungen über Zustimmungsvorbehalte für wichtige Geschäftsentscheidungen (z.B. Strategie- und Unternehmensplanung, größere Investitionen, Aufnahme von Fremdkapital), Regelungen zur Gewinnverteilung sowie Exit-Strategien wie Mitverkaufsrechte (Tag-Along) oder Mitverkaufspflichten (Drag-Along). Diese Mechanismen dienen dazu, die Interessen des Minderheitsinvestors zu schützen und eine faire Wertpartizipation zu gewährleisten, trotz der fehlenden Mehrheitskontrolle.

    Rechtlicher Hinweis

    Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken. Sie stellen KEINE Finanzberatung, KEINE Anlageberatung gemäß § 63 WpHG und KEINE Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

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    Strategische Minderheitsbeteiligung

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 2. Februar 2026

    Definition

    Eine strategische Minderheitsbeteiligung ist der Erwerb eines Kapitalanteils von weniger als 50 % an einem Unternehmen durch einen Investor, mit dem Ziel, langfristige strategische Vorteile jenseits reiner Finanzerträge zu erzielen. Sie ermöglicht dem Minderheitsgesellschafter Einflussnahme und Wertschöpfung, ohne die vollständige Kontrolle über das Zielunternehmen zu übernehmen.

    Detaillierte Erklärung

    Eine Minderheitsbeteiligung bezeichnet den Anteil an einem Unternehmen, der weniger als 50 % der Stimmrechte oder des Eigenkapitals ausmacht und somit keine beherrschende Kontrolle über das Zielunternehmen gewährt. Typischerweise liegt eine solche Beteiligung oft im Bereich von 20 % bis 30 %. Obwohl der Minderheitsgesellschafter nicht die Mehrheit der Stimmrechte besitzt, kann er durch Verhandlungen bestimmte Mitspracherechte und Schutzrechte erlangen, wie beispielsweise einen Sitz im Aufsichtsrat oder Vetorechte bei wesentlichen strategischen Entscheidungen.

    Der "strategische" Aspekt dieser Beteiligung liegt in den über die reine Kapitalanlage hinausgehenden Zielen des Investors. Strategische Investoren, oft Wettbewerber, Kunden oder Lieferanten, streben danach, Synergien zu schaffen, Zugang zu neuen Märkten oder Technologien zu erhalten, die Wertschöpfungskette zu optimieren oder die eigene Marktposition zu stärken. Dies kann durch die Einbringung von branchenspezifischem Know-how, technologischer Expertise oder den Zugang zu neuen Kundennetzwerken geschehen.

    Für das Zielunternehmen bietet eine strategische Minderheitsbeteiligung die Möglichkeit, Kapital für Wachstumsinvestitionen, Expansion oder Produktentwicklung zu erhalten, ohne die Mehrheit der Eigentums- und Kontrollrechte abgeben zu müssen. Dies ist besonders attraktiv für Familienunternehmen oder Gründer, die ihre operative Autonomie und Unternehmenskultur bewahren möchten. Der Minderheitsinvestor agiert hier oft als Partner, der Ressourcen und strategische Unterstützung bereitstellt, während die bestehende Führung weiterhin die operative Kontrolle behält.

    Die Ausgestaltung einer strategischen Minderheitsbeteiligung erfordert sorgfältige vertragliche Regelungen. Dazu gehören Vereinbarungen über Zustimmungsvorbehalte für wichtige Geschäftsentscheidungen (z.B. Strategie- und Unternehmensplanung, größere Investitionen, Aufnahme von Fremdkapital), Regelungen zur Gewinnverteilung sowie Exit-Strategien wie Mitverkaufsrechte (Tag-Along) oder Mitverkaufspflichten (Drag-Along). Diese Mechanismen dienen dazu, die Interessen des Minderheitsinvestors zu schützen und eine faire Wertpartizipation zu gewährleisten, trotz der fehlenden Mehrheitskontrolle.

    Verwandte Begriffe

    Private Equity
    Venture Capital
    Joint Venture
    Sperrminorität
    Non-Controlling Interest