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    Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    335

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    282

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Volatilität

    273

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Inflation

    236

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Zölle

    226

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Federal Reserve

    198

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    S&p 500

    187

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    174

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Straße Von Hormus

    161

    Die Straße von Hormus ist eine strategisch wichtige Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, die als entscheidender maritimer Engpass für den globalen Energiehandel dient. Sie ist der primäre Seeweg für den Export eines erheblichen Teils des weltweiten Rohöls und Flüssigerdgases (LNG) aus den ölreichen Golfstaaten.

    Nachbörslicher Handel

    120

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    111

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Bewertung

    110

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Alle Begriffe

    Stromerzeugung

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 7. Januar 2026

    Stromerzeugung bezeichnet im Finanzkontext die Produktion elektrischer Energie unter Berücksichtigung aller damit verbundenen Kosten, Investitionen und potenziellen Erträge. Sie ist ein zentraler Faktor für die Bewertung der Wirtschaftlichkeit von Energieprojekten und die Gestaltung von Energiemärkten.

    Ausführliche Erklärung

    Die finanzielle Betrachtung der Stromerzeugung konzentriert sich maßgeblich auf die Stromgestehungskosten (Levelized Cost of Electricity, LCOE), welche die Gesamtkosten einer Stromerzeugungsanlage über ihre gesamte Lebensdauer ins Verhältnis zur erzeugten Strommenge setzen. Diese Kosten umfassen Kapitalkosten für Investitionen in Bau und Infrastruktur, fixe und variable Betriebskosten wie Brennstoffkosten, Wartung, Personal und Kosten für Emissionsrechte. Die LCOE dienen als entscheidendes Instrument zum Vergleich der Wirtschaftlichkeit verschiedener Energieträger und Technologien, von fossilen Kraftwerken bis hin zu erneuerbaren Anlagen wie Wind- oder Solarparks.

    Projekte zur Stromerzeugung, insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien, erfordern erhebliche Anfangsinvestitionen. Die Finanzierung solcher Vorhaben erfolgt oft über komplexe Projektfinanzierungen, bei denen Banken und andere Investoren die Kapitalbereitstellung übernehmen. Dabei spielen Faktoren wie die Bonität des Projekts, die erwarteten Erträge und die vertragliche Absicherung der Stromabnahme eine entscheidende Rolle. Power Purchase Agreements (PPAs), also langfristige Stromabnahmeverträge, sind dabei ein wichtiges Instrument, um die Einnahmen zu sichern und somit die Finanzierbarkeit zu gewährleisten, insbesondere da staatliche Förderungen wie Einspeisevergütungen zunehmend auslaufen.

    Die Einnahmen aus der Stromerzeugung ergeben sich primär aus dem Verkauf des produzierten Stroms. Dies kann direkt am Strommarkt geschehen, wo der Börsenstrompreis die Erlöse bestimmt, oder über garantierte Vergütungen wie die Einspeisevergütung für erneuerbare Energien, die über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt ist. Die Volatilität der Börsenstrompreise und die zunehmenden "Kannibalisierungseffekte" bei hohen Einspeisungen erneuerbarer Energien können die Markterlöse beeinflussen. Die Wirtschaftlichkeit einer Anlage hängt somit stark von der Kostenstruktur, den Finanzierungsbedingungen und den erzielbaren Marktpreisen oder Vergütungen ab.

    Die Kosten der Stromerzeugung sind ein wesentlicher Bestandteil des Endkundenstrompreises. Neben den reinen Erzeugungs- und Beschaffungskosten fließen auch Netzentgelte, Steuern, Abgaben und Umlagen in den Preis ein. Eine effiziente und kostengünstige Stromerzeugung ist daher von großer Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit von Energieversorgern und die Belastung der Verbraucher.

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