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    Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    300

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    256

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Volatilität

    242

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Zölle

    214

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Inflation

    212

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Federal Reserve

    185

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    S&p 500

    167

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    159

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Nachbörslicher Handel

    113

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Straße Von Hormus

    107

    Die Straße von Hormus ist eine strategisch wichtige Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, die als entscheidender maritimer Engpass für den globalen Energiehandel dient. Sie ist der primäre Seeweg für den Export eines erheblichen Teils des weltweiten Rohöls und Flüssigerdgases (LNG) aus den ölreichen Golfstaaten.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    105

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Bewertung

    98

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Alle Begriffe

    Un-Klimaverhandlungen

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 12. November 2025

    Die UN-Klimaverhandlungen sind jährliche Konferenzen der Vertragsstaaten (COPs) unter der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC), bei denen globale Klimaschutzmaßnahmen, einschließlich entscheidender finanzieller Verpflichtungen und Mechanismen zur Unterstützung von Entwicklungsländern bei der Minderung und Anpassung an den Klimawandel, ausgehandelt werden. Sie bilden den Rahmen für die internationale Klimafinanzierung, um den wirtschaftlichen Ungleichheiten bei Klimaverantwortung und -vulnerabilität zu begegnen.

    Ausführliche Erklärung

    Die finanzielle Dimension der UN-Klimaverhandlungen ist von zentraler Bedeutung für die Erreichung globaler Klimaziele, insbesondere durch das Prinzip der "gemeinsamen, aber differenzierten Verantwortlichkeiten und jeweiligen Fähigkeiten". Industrieländer sind verpflichtet, Entwicklungsländern finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, um deren Klimabemühungen zu unterstützen, da sie historisch stärker zur Klimaerwärmung beigetragen haben und über größere Handlungskapazitäten verfügen. Diese finanzielle Unterstützung wird über verschiedene multilaterale und bilaterale Mechanismen kanalisiert, um Projekte zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen (Minderung), zum Aufbau von Resilienz gegenüber Klimafolgen (Anpassung) und zur Bewältigung unvermeidbarer Verluste und Schäden zu finanzieren.

    Zu den wichtigsten multilateralen Finanzinstrumenten, die unter der UNFCCC und ihren Abkommen eingerichtet wurden, gehören der Green Climate Fund (GCF), der weltweit größte multilaterale Klimafonds, der eine ausgewogene Verteilung zwischen Minderungs- und Anpassungsprojekten in Entwicklungsländern anstrebt. Ein weiterer bedeutender Mechanismus ist der Adaptation Fund (AF), der zur Finanzierung konkreter Anpassungsprojekte in besonders anfälligen Entwicklungsländern geschaffen wurde und ursprünglich durch einen Anteil der Erlöse aus dem Clean Development Mechanism (CDM) sowie Geberbeiträgen finanziert wurde. Jüngst wurde auf der COP27 im Jahr 2022 der Fonds für Verluste und Schäden (Loss and Damage Fund, FRLD) operationalisiert, um besonders gefährdeten Ländern finanzielle Unterstützung für irreversible Klimafolgen wie extreme Wetterereignisse und schleichende Prozesse zu bieten, die über die Anpassung hinausgehen. Dieser Fonds ist darauf ausgelegt, Zuschüsse und keine Kredite zu vergeben, um die Schuldenlast der betroffenen Nationen nicht weiter zu erhöhen.

    Trotz dieser etablierten Mechanismen bleibt die Klimafinanzierung ein strittiges Thema in den Verhandlungen. Eine langjährige Zusage der Industrieländer, bis 2020 jährlich 100 Milliarden US-Dollar für Entwicklungsländer zu mobilisieren, wurde nicht durchgängig erfüllt. Die Diskussionen auf jüngsten COPs, wie der COP29 in Baku, konzentrierten sich auf die Festlegung eines neuen kollektiven quantifizierten Ziels (NCQG) für die Klimafinanzierung nach 2025, mit einer Einigung, bis 2035 jährlich mindestens 300 Milliarden US-Dollar für Minderung und Anpassung bereitzustellen. Experten weisen jedoch darauf hin, dass der tatsächliche Bedarf ärmerer Nationen erheblich höher sein könnte und möglicherweise Billionen von US-Dollar pro Jahr erreicht. Die Verhandlungen befassen sich auch mit den Finanzierungsquellen, einschließlich öffentlicher und privater Beiträge, sowie der Notwendigkeit von Transparenz und Zusätzlichkeit dieser Mittel, um sicherzustellen, dass sie nicht bestehende Entwicklungshilfe ersetzen.

    Die laufenden UN-Klimaverhandlungen, wie die COP30 in Belém, legen weiterhin einen Schwerpunkt auf die Aufstockung und effektive Bereitstellung von Klimafinanzierung. Debatten drehen sich um die Geberbasis, wobei auch wirtschaftlich starke Schwellenländer zu freiwilligen Beiträgen aufgerufen werden, und um die Art der Finanzinstrumente, wobei Zuschüsse gegenüber Krediten bevorzugt werden, um die Schuldenkrisen in gefährdeten Ländern nicht zu verschärfen. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die Finanzströme mit einem Pfad zu geringen Treibhausgasemissionen und einer klimaresilienten Entwicklung im Einklang stehen und einen globalen Paradigmenwechsel fördern.

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