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    Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    290

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    243

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Volatilität

    231

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Zölle

    211

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Inflation

    202

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Federal Reserve

    181

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    S&p 500

    161

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    154

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Nachbörslicher Handel

    111

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    103

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Straße Von Hormus

    96

    Die Straße von Hormus ist eine strategisch wichtige Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, die als entscheidender maritimer Engpass für den globalen Energiehandel dient. Sie ist der primäre Seeweg für den Export eines erheblichen Teils des weltweiten Rohöls und Flüssigerdgases (LNG) aus den ölreichen Golfstaaten.

    Bewertung

    96

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Alle Begriffe

    Verschreibungspflichtige Medikamente

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 30. März 2026

    Verschreibungspflichtige Medikamente sind Arzneimittel, die aufgrund ihrer potenziellen Wirkungen und Nebenwirkungen nur gegen Vorlage eines ärztlichen Rezepts in Apotheken abgegeben werden dürfen und somit direkte Auswirkungen auf die Gesundheitsausgaben von Individuen, Versicherungen und Gesundheitssystemen haben.

    Ausführliche Erklärung

    Die Entwicklung neuer verschreibungspflichtiger Medikamente ist ein langwieriger und kostenintensiver Prozess, der sich in hohen Preisen niederschlägt. Patente sichern Pharmaunternehmen eine zeitlich begrenzte Marktexklusivität, die es ihnen ermöglicht, höhere Preise zu verlangen, bevor generische Alternativen auf den Markt kommen und den Preiswettbewerb verstärken. Diese Preisgestaltung wird maßgeblich durch die hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie durch Marketingstrategien beeinflusst, was die Pharmaindustrie zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor macht.

    In Deutschland übernehmen gesetzliche Krankenkassen (GKV) in der Regel den Großteil der Kosten für verschreibungspflichtige Medikamente. Versicherte müssen jedoch eine gesetzliche Zuzahlung leisten, die zwischen 5 und 10 Euro pro Packung liegt, aber niemals die tatsächlichen Kosten des Medikaments übersteigt. Privatversicherte (PKV) zahlen die Medikamente üblicherweise zunächst selbst und reichen die Belege anschließend zur Erstattung bei ihrer Versicherung ein. Die Höhe der Erstattung hängt hierbei vom individuellen Tarif ab. Die Arzneimittelversorgung pro Verordnung ist in der PKV oft teurer, was hauptsächlich auf einen höheren Anteil an teuren Originalpräparaten im Vergleich zu preisgünstigeren Generika zurückzuführen ist.

    Um die steigenden Arzneimittelausgaben zu kontrollieren, setzen Krankenkassen auf verschiedene Maßnahmen. Dazu gehören Rabattverträge mit Pharmaunternehmen, die zu Preisnachlässen führen und die Beitragsstabilität sichern sollen. Eine weitere wichtige Maßnahme ist die sogenannte "Aut-idem"-Regelung, die Apotheken erlaubt, ein vom Arzt verordnetes Medikament gegen ein wirkstoffgleiches, aber preisgünstigeres Generikum auszutauschen, sofern der Arzt dies nicht explizit ausgeschlossen hat.

    Die Preise für verschreibungspflichtige Medikamente variieren international erheblich, wobei Länder mit stärkerer Preisregulierung tendenziell niedrigere Preise aufweisen. Die kontinuierlich steigenden Arzneimittelausgaben, insbesondere für innovative und oft sehr teure Therapien, stellen eine erhebliche Belastung für die nationalen Gesundheitsbudgets in ganz Europa dar. Diese Entwicklung gefährdet die finanzielle Nachhaltigkeit der Gesundheitssysteme und erfordert fortlaufende politische und wirtschaftliche Anpassungen.

    Rechtlicher Hinweis

    Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken. Sie stellen KEINE Finanzberatung, KEINE Anlageberatung gemäß § 63 WpHG und KEINE Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

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