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    Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    273

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    232

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Volatilität

    210

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Zölle

    208

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Inflation

    178

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Federal Reserve

    176

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    S&p 500

    149

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    142

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Nachbörslicher Handel

    107

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    101

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Bewertung

    89

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Künstliche Intelligenz

    89

    Künstliche Intelligenz (KI) im Finanzwesen bezeichnet den Einsatz fortschrittlicher Technologien wie maschinelles Lernen und Algorithmen zur Analyse großer Datenmengen, Automatisierung von Aufgaben und Verbesserung der Entscheidungsfindung in Finanzdienstleistungen. Sie ermöglicht Finanzinstituten, menschliche Intelligenz und Entscheidungsprozesse nachzubilden, um komplexe Vorgänge effizienter zu bewältigen.

    Alle Begriffe

    Wertminderungen

    2 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 19. März 2026

    Wertminderungen bezeichnen im Rechnungswesen den Betrag, um den der aktuelle Wert eines Vermögensgegenstands zu einem bestimmten Zeitpunkt unter seinem anfänglichen Buchwert liegt. Sie erfassen einen Wertverzehr, der nicht durch planmäßige Abschreibungen abgedeckt ist und führen zu einer Reduzierung des Buchwerts in der Bilanz.

    Ausführliche Erklärung

    Wertminderungen, im Englischen als "Impairment" bezeichnet, sind ein zentrales Konzept in der Finanzberichterstattung, um sicherzustellen, dass Vermögenswerte in der Bilanz nicht überbewertet werden. Sie treten auf, wenn der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts unter dessen Buchwert fällt. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert des Vermögenswerts.

    Die Notwendigkeit einer Wertminderung kann durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden, darunter allgemeine Wirtschafts- und Finanzkrisen, technischer Fortschritt, Marktpreisverfall oder physische Schäden. Im deutschen Handelsrecht (HGB) ist zwischen Anlage- und Umlaufvermögen zu unterscheiden. Bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens ist eine außerplanmäßige Abschreibung bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung verpflichtend (gemildertes Niederstwertprinzip). Bei Finanzanlagen kann eine Wertminderung auch bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung vorgenommen werden (Wahlrecht). Für Umlaufvermögen gilt das strenge Niederstwertprinzip, wonach stets eine Abschreibung auf den niedrigeren Börsen- oder Marktpreis vorzunehmen ist, unabhängig von der Dauerhaftigkeit der Wertminderung.

    Nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), insbesondere IAS 36, müssen Unternehmen regelmäßig prüfen, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen (Impairment Test). Für bestimmte Vermögenswerte, wie den Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill), ist sogar ein jährlicher Werthaltigkeitstest vorgeschrieben, da dieser nicht planmäßig abgeschrieben wird. Eine Wertminderung des Goodwills zeigt an, dass der immaterielle Wert eines Unternehmens geringer ist als ursprünglich angenommen und mindert den Gewinn sowie das Eigenkapital.

    Die Erfassung von Wertminderungen erfolgt erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung und reduziert den Buchwert des Vermögenswerts in der Bilanz. Dies gewährleistet eine realitätsnahe Darstellung der Vermögenslage und verhindert eine Überbewertung von Vermögenswerten. Während im HGB eine Wertaufholung bei Wegfall der Gründe für die Wertminderung (außer bei originärem Goodwill) verpflichtend ist, gibt es im IFRS ebenfalls Regelungen zur Wertaufholung, jedoch mit spezifischen Einschränkungen, insbesondere für den Goodwill.

    Rechtlicher Hinweis

    Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken. Sie stellen KEINE Finanzberatung, KEINE Anlageberatung gemäß § 63 WpHG und KEINE Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

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