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    Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    285

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    237

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Volatilität

    217

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Zölle

    211

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Inflation

    195

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Federal Reserve

    178

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    S&p 500

    154

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    147

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Nachbörslicher Handel

    111

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    101

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Bewertung

    94

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Künstliche Intelligenz

    90

    Künstliche Intelligenz (KI) im Finanzwesen bezeichnet den Einsatz fortschrittlicher Technologien wie maschinelles Lernen und Algorithmen zur Analyse großer Datenmengen, Automatisierung von Aufgaben und Verbesserung der Entscheidungsfindung in Finanzdienstleistungen. Sie ermöglicht Finanzinstituten, menschliche Intelligenz und Entscheidungsprozesse nachzubilden, um komplexe Vorgänge effizienter zu bewältigen.

    Alle Begriffe

    Wirtschaftliche Folgenanalyse

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 26. März 2026

    Die Wirtschaftliche Folgenanalyse ist eine systematische Untersuchung zur Messung und Bewertung der ökonomischen Auswirkungen eines Projekts, einer Investition, einer Politik oder eines Ereignisses auf eine definierte Region oder Branche. Sie quantifiziert direkte, indirekte und induzierte Effekte auf Kennzahlen wie Bruttowertschöpfung, Beschäftigung, Einkommen und Steuereinnahmen.

    Ausführliche Erklärung

    Die Wirtschaftliche Folgenanalyse, oft auch als Economic Impact Analysis (EIA) bezeichnet, dient dazu, die umfassenden finanziellen und wirtschaftlichen Konsequenzen einer Aktivität zu beleuchten. Sie geht über die bloße Betrachtung der direkten Ausgaben oder Einnahmen hinaus und erfasst die "finanziellen Welleneffekte", die sich durch die Wirtschaft ziehen. Beispielsweise werden bei der Errichtung einer Fabrik nicht nur die direkten Baukosten und die dort geschaffenen Arbeitsplätze berücksichtigt, sondern auch die Nachfrage nach Zulieferprodukten (indirekte Effekte) und die Ausgaben der Beschäftigten in der lokalen Wirtschaft (induzierte Effekte).

    Diese Analysen sind für eine Vielzahl von Akteuren von entscheidender Bedeutung. Regierungen nutzen sie, um die potenziellen Auswirkungen neuer Gesetze oder Infrastrukturprojekte auf Wirtschaftswachstum und Beschäftigung zu bewerten und die Verwendung öffentlicher Mittel zu rechtfertigen. Unternehmen setzen sie ein, um die Rentabilität von Investitionen zu beurteilen, Standortentscheidungen zu treffen oder die Bedeutung ihres Beitrags zur regionalen Wirtschaft zu demonstrieren. Auch Non-Profit-Organisationen können eine Wirtschaftliche Folgenanalyse nutzen, um den Wert ihrer Aktivitäten für die Gemeinschaft zu quantifizieren.

    Die Messung erfolgt typischerweise durch die Analyse von Veränderungen in Geschäftsumsätzen, Unternehmensgewinnen, persönlichen Löhnen und Arbeitsplätzen. Dabei werden oft Input-Output-Modelle oder ökonometrische Modelle eingesetzt, um die komplexen Verflechtungen zwischen verschiedenen Wirtschaftssektoren abzubilden. Die Ergebnisse werden häufig als "Output Impact" (Gesamtanstieg der Unternehmensumsätze), "Value Added Impact" (Anstieg des regionalen Bruttoinlandsprodukts) sowie als Auswirkungen auf Arbeitsplätze und Haushaltseinkommen dargestellt.

    Ein zentrales Element der Wirtschaftlichen Folgenanalyse ist die Unterscheidung zwischen direkten, indirekten und induzierten Effekten. Direkte Effekte sind die unmittelbaren Veränderungen, die durch das analysierte Ereignis verursacht werden, wie die Schaffung von Arbeitsplätzen in einem neuen Unternehmen. Indirekte Effekte entstehen durch die erhöhte Nachfrage in den Lieferketten der direkt betroffenen Unternehmen. Induzierte Effekte resultieren aus den Konsumausgaben der Arbeitnehmer, die durch die direkten und indirekten Effekte Einkommen erzielen. Das Verständnis dieser Multiplikatoreffekte ist entscheidend, um den gesamten wirtschaftlichen Fußabdruck einer Aktivität zu erfassen.

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