Adena Friedman: Wie die Nasdaq-CEO Risikobereitschaft zum Erfolg machte

Adena Friedman: Wie die Nasdaq-CEO Risikobereitschaft zum Erfolg machte

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Adena Friedman, die Chefin der Nasdaq, verkörpert eine Führungspersönlichkeit, deren Karriereweg von Neugier, kalkulierter Risikobereitschaft und unerwarteten Wendungen geprägt ist. Ihre Reise durch die Finanzwelt zeigt, wie eine klare Präferenz für das Eingehen von Risiken gegenüber deren Management den Weg an die Spitze ebnen kann.

Eine Karriere geprägt von Risikobereitschaft und Neugier

Als CEO der Nasdaq leitet Adena Friedman einen der weltweit größten Börsenbetreiber, der viele der prominentesten Technologieunternehmen beheimatet. Sie führt eine Belegschaft von rund 10.000 Mitarbeitern weltweit. Friedman äußerte bei einem Kamingespräch mit David Rubenstein am 11. März im Economic Club of Washington, D.C., dass sie jeden Tag mit der richtigen Einstellung und viel Energie zur Arbeit komme.

Ihre Karriere spiegelt diese Denkweise wider. Friedman stellte fest, dass die Rolle eines CFOs stark auf Risikomanagement ausgerichtet ist. Sie erkannte: „Ich merkte, dass ich Risikobereitschaft wirklich mehr mochte als Risikomanagement.“

Vom Strategen zur CFO und der Weg zur Nasdaq-Spitze

Friedmans Weg zur Spitze begann im Jahr 2000, als sie als Executive Vice President für Unternehmensstrategie und Datenprodukte zur Nasdaq kam. 2009 wurde sie Chief Financial Officer (CFO) des Unternehmens. Zwei Jahre später, im Jahr 2011, führte ein Anruf eines Headhunters zu einer entscheidenden Richtungsänderung.

Dieser Anruf führte sie zur The Carlyle Group, einer von David Rubenstein mitbegründeten Private-Equity-Firma. Dort war sie als CFO und Managing Director tätig und begleitete das Unternehmen 2012 erfolgreich durch seinen Börsengang. Obwohl sie die Erfahrung des Börsengangs genoss, verdeutlichte ihr diese Rolle ihre Präferenz für risikoreichere Aufgaben.

Als der damalige Nasdaq-CEO Bob Greifeld seine Nachfolge plante, lud die Börse Friedman 2014 als President und Chief Operating Officer zurück, mit der Aussicht, dass sie das Unternehmen schließlich leiten könnte. Im Jahr 2017 übernahm sie die Rolle des Chief Executive und wurde damit die erste Frau an der Spitze des globalen Börsenbetreibers.

Selbstvertrauen und Vorbereitung als Schlüssel zum Erfolg

Auf die Frage nach geschlechtsspezifischer Diskriminierung gab Friedman an, innerhalb der Nasdaq nie Diskriminierung erlebt zu haben. Früh in ihrer Karriere, in männerdominierten Handelsumfeldern, verspürte sie jedoch die Notwendigkeit, schnell Glaubwürdigkeit aufzubauen. Sie erinnerte sich: „Ich dachte mir, wenn ich den Raum betrete, wollte ich, dass sie innerhalb von fünf Minuten vergessen, dass ich eine Frau bin, und sich nur auf das konzentrieren, was ich zu sagen hatte.“

Ihre Strategie basierte auf Vorbereitung und Selbstvertrauen. Friedman erklärte: „Man tritt mit der Einstellung auf: ‚Ich habe etwas Wertvolles zu sagen. Ich habe Fachwissen in diesem Bereich. Ich möchte sicherstellen, dass sie bereit und in der Lage sind zuzuhören.‘ Und es funktionierte. Es funktionierte wirklich gut.“

Friedman schreibt ihrer Mutter zu, ihr gezeigt zu haben, wie Selbstvertrauen in der Praxis aussieht. Ihre Mutter kehrte zur juristischen Fakultät zurück, als Friedman neun Jahre alt war, und wurde Anwältin, als Friedman elf war. Später wurde ihre Mutter Partnerin – die erste Frau in ihrer Kanzlei. Dieses Beispiel prägte Friedman nachhaltig, und Selbstvertrauen sowie Vorbereitung blieben für sie während ihrer gesamten Karriere unverzichtbare Werkzeuge.

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