
Alphabet im KI-Wettrennen: Googles Stärke in Software und Hardware
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Die Diskussion um eine mögliche Blase im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) ist allgegenwärtig. Doch selbst wenn eine solche Blase platzen sollte, bedeutet dies nicht das Ende für alle KI-Unternehmen, ebenso wenig wie der Dotcom-Crash das Internet obsolet machte. Vielmehr gibt es Unternehmen, die nicht nur eine solche Phase überstehen, sondern auch unabhängig von breiteren Marktbedingungen florieren könnten.
Alphabet: Ein Veteran im KI-Rennen
Alphabet (NASDAQ: GOOG), die Muttergesellschaft von Google, ist ein erfahrener Akteur, der bereits den Dotcom-Crash überstand und sich als weltweit bevorzugte Suchmaschine etablierte. Heute entwickelt sich Alphabet zu einem herausragenden Unternehmen unter den großen Tech-Konzernen im KI-Sektor.
Gemini erobert den Markt
Das Vorzeigeprodukt von Alphabet im Bereich der generativen KI, Google Gemini, gewinnt im Markt für große Sprachmodelle (LLM) im Unternehmensbereich rapide an Marktanteilen. Laut Menlo Ventures kontrolliert Gemini 21% des Marktes, Tendenz steigend, während ChatGPT mit 27% Marktanteil rückläufig ist. Es wäre keine Überraschung, wenn Gemini ChatGPT noch in diesem Jahr überholen würde.
Auch Anthropic's Claude LLM, das 40% des Marktes kontrolliert, profitiert von Alphabet, da Anthropic die Nutzung von Alphabets Tensor Processing Unit (TPU) ausweitet.
Hardware-Stärke durch TPUs
Die TPU, die in Zusammenarbeit mit Broadcom entwickelt wurde, ist eine der wenigen Konkurrenzprodukte zu Nvidias Graphics Processing Unit (GPU). Dies verschafft Alphabet eine Präsenz sowohl im Hardware- als auch im Software-Bereich der KI-Industrie. Googles Hauptvorteil gegenüber der Konkurrenz liegt jedoch in seiner schieren Größe und den enormen Ressourcen, die das Unternehmen in die KI-Entwicklung investieren kann.
Finanzielle Muskelkraft und Investitionen
Für das Jahr 2025 erzielte Alphabet einen Umsatz von 402,8 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 15% gegenüber 2024 entspricht. Das operative Ergebnis näherte sich im selben Jahr 130 Milliarden US-Dollar, und die operative Marge lag bei 32%. Der Gewinn pro Aktie (EPS) stieg um beeindruckende 34% gegenüber 2025 auf 10,81 US-Dollar.
Die Bedenken der Wall Street hinsichtlich der jüngsten Ergebnisse sind jedoch nachvollziehbar. Alphabet erwartet für 2026 Investitionsausgaben (Capex) in Höhe von 175 bis 185 Milliarden US-Dollar, was die Erwartungen der Analysten deutlich übertraf. Der Grund dafür ist einfach: Datenzentren sind weder günstig im Bau noch im Unterhalt.