Amazon.com im Branchenvergleich: Stärken, Schwächen und Finanzkennzahlen

Amazon.com im Branchenvergleich: Stärken, Schwächen und Finanzkennzahlen

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In der schnelllebigen und wettbewerbsintensiven Geschäftswelt ist eine umfassende Unternehmensbewertung für Investoren und Branchenbeobachter unerlässlich. Dieser Artikel beleuchtet Amazon.com (NASDAQ:AMZN) im Vergleich zu seinen Hauptkonkurrenten in der Broadline Retail-Branche, um wertvolle Einblicke in die Leistung und Marktposition des Unternehmens zu geben.

Amazon.com im Überblick

Amazon ist der führende Online-Händler und Marktplatz für Drittanbieter. Der Großteil der Einnahmen, etwa 74%, stammt aus dem Einzelhandel. Amazon Web Services (AWS) trägt 17% zum Gesamtumsatz bei, während Werbedienstleistungen 9% ausmachen. Internationale Segmente generieren 22% des Gesamtumsatzes von Amazon, wobei Deutschland, das Vereinigte Königreich und Japan die wichtigsten Märkte sind.

Finanzkennzahlen im Branchenvergleich

Ein genauer Blick auf die Finanzkennzahlen von Amazon.com im Vergleich zum Branchendurchschnitt offenbart gemischte Signale für Investoren.

  • **Kurs-Gewinn-Verhältnis (P/E-Verhältnis):** Mit einem P/E-Verhältnis von 32,82 liegt Amazon.com deutlich unter dem Branchendurchschnitt von 95,69. Dies ist 0,34x niedriger als der Durchschnitt und könnte auf eine potenzielle Unterbewertung der Aktie hindeuten.
  • Kurs-Buchwert-Verhältnis (P/B-Verhältnis): Das P/B-Verhältnis von 6,72 ist 1,27x höher als der Branchendurchschnitt von 5,3. Dies könnte darauf hindeuten, dass Amazon.com im Hinblick auf seinen Buchwert überbewertet ist, da es zu einem höheren Multiple im Vergleich zu seinen Branchenkollegen gehandelt wird.
  • Kurs-Umsatz-Verhältnis (P/S-Verhältnis): Ein relativ hohes P/S-Verhältnis von 3,63, das den Branchendurchschnitt von 2,26 um das 1,61-fache übersteigt, kann ebenfalls auf eine Überbewertung der Aktie basierend auf der Umsatzleistung hinweisen.

Profitabilität und Effizienz

In Bezug auf Profitabilität und operative Effizienz zeigt Amazon.com eine starke Leistung im Branchenvergleich.

  • Eigenkapitalrendite (ROE): Die Eigenkapitalrendite (ROE) von 6,02% liegt 1,78% über dem Branchendurchschnitt von 4,24%. Dies unterstreicht den effizienten Einsatz des Eigenkapitals zur Gewinngenerierung.
  • **EBITDA:** Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) von 45,5 Milliarden US-Dollar ist 10,46x höher als der Branchendurchschnitt von 4,35 Milliarden US-Dollar. Dies deutet auf eine stärkere Profitabilität und robuste Cashflow-Generierung hin.
  • Bruttogewinn: Mit einem höheren Bruttogewinn von 91,5 Milliarden US-Dollar, der 5,93x über dem Branchendurchschnitt von 15,44 Milliarden US-Dollar liegt, demonstriert das Unternehmen eine stärkere Profitabilität und höhere Erträge aus seinen Kerngeschäften.
  • **Umsatzwachstum:** Trotz der starken Profitabilitätskennzahlen verzeichnet Amazon.com ein Umsatzwachstum von 13,4%, das unter dem Branchendurchschnitt von 14,41% liegt. Dies könnte auf ein herausforderndes Vertriebsumfeld hindeuten und Bedenken hinsichtlich der zukünftigen Performance im Vergleich zu Branchenkollegen aufwerfen.

Verschuldung und Finanzstabilität

Der Verschuldungsgrad (Debt-to-Equity Ratio, D/E) ist eine wichtige Finanzkennzahl zur Bestimmung des finanziellen Risikos eines Unternehmens.

  • Im Vergleich zu seinen vier größten Wettbewerbern weist Amazon.com einen niedrigeren Verschuldungsgrad von 0,37 auf. Dies deutet auf eine stärkere Finanzposition hin, da das Unternehmen weniger auf Fremdfinanzierung angewiesen ist und ein günstigeres Verhältnis zwischen Schulden und Eigenkapital aufweist.

Fazit der Analyse

Für Amazon.com deutet das niedrige P/E-Verhältnis im Vergleich zu Branchenkollegen auf eine potenzielle Unterbewertung hin. Gleichzeitig signalisieren die hohen P/B- und P/S-Verhältnisse, dass der Markt die Vermögenswerte und Umsätze von Amazon.com hoch bewertet. Die hohe Eigenkapitalrendite, das EBITDA und der Bruttogewinn spiegeln eine starke Profitabilität und operative Effizienz wider. Das geringere Umsatzwachstum im Vergleich zum Branchendurchschnitt könnte jedoch Anlass zur Sorge geben und die zukünftige Entwicklung beeinflussen. Die geringere Verschuldung unterstreicht zudem eine solide finanzielle Basis.