Amazon erlaubt Remote-Arbeit für gestrandete H-1B-Mitarbeiter in Indien

Amazon erlaubt Remote-Arbeit für gestrandete H-1B-Mitarbeiter in Indien

Aktualisiert:
3 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Amazon.com Inc. (NASDAQ:AMZN) erlaubt Mitarbeitern, die aufgrund von H-1B-Visaverzögerungen in Indien festsitzen, vorübergehend die Remote-Arbeit. Diese Entscheidung, die bis zum 2. März gilt, ist eine Reaktion auf weitreichende Probleme bei der Visabearbeitung, die auch andere große US-Tech-Unternehmen betreffen. Die Ausnahmeregelung kommt jedoch mit erheblichen Einschränkungen für die betroffenen Fachkräfte.

Amazon reagiert auf Visa-Engpässe

Amazon.com Inc. (NASDAQ:AMZN) hat eine temporäre Remote-Arbeitsregelung für Mitarbeiter eingeführt, die aufgrund von H-1B-Visaverzögerungen in Indien festsitzen. Laut einem internen Memo, das Business Insider vorliegt, können Mitarbeiter, die am 13. Dezember in Indien waren und auf verschobene Visa-Termine warten, bis zum 2. März remote arbeiten.

Diese Maßnahme stellt eine Abkehr von Amazons üblicher Richtlinie dar, die Remote-Arbeit im Ausland auf maximal 20 Arbeitstage begrenzt. Sie bietet eine kurzfristige Lösung, um betroffene Fachkräfte nicht in unbezahlten Urlaub schicken zu müssen. Das interne Memo von Amazon wurde am 17. Dezember veröffentlicht.

Strenge Auflagen für Remote-Arbeit

Die Flexibilität ist an strenge Bedingungen geknüpft. Das Memo verbietet den Mitarbeitern, während ihrer Remote-Tätigkeit in Indien bestimmte Aufgaben auszuführen.

Dazu gehören:

  • Coding und Software-Testing
  • Entwicklungsbezogene Aufgaben und Code-Deployment
  • Qualitätssicherung
  • Strategische Entscheidungsfindung
  • Kundeninteraktionen
  • Vertragsunterzeichnung oder -verhandlung
  • Teamleitung oder strategische/operative Entscheidungen bezüglich Amazons Indien-Geschäft

Mitarbeiter dürfen zudem keine Amazon-Einrichtungen in Indien besuchen oder von dort aus arbeiten. Alle Überprüfungen, endgültigen Entscheidungen und Genehmigungen müssen außerhalb Indiens erfolgen, um lokalen Gesetzen zu entsprechen. Amazon betonte, dass es keine Ausnahmen von diesen Regeln gibt und riet Mitarbeitern, sich eng mit ihren Managern oder HR-Vertretern abzustimmen.

Ursachen der Visa-Verzögerungen

Die Verzögerungen bei der Visabearbeitung werden auf Änderungen im H-1B-Visaprogramm unter der Trump-Administration zurückgeführt. Eine neue Anforderung für Konsularbeamte, die Social-Media-Posts von Antragstellern zu überprüfen, hat zu erheblichen Terminengpässen bei Botschaften und Konsulaten geführt.

Diese erhöhte Überprüfung hat die Bearbeitungszeiten verlangsamt und dazu geführt, dass viele Mitarbeiter über längere Zeiträume außerhalb der USA bleiben müssen. Einige Visa-Termine wurden Berichten zufolge bis ins Jahr 2027 verschoben. Das Memo von Amazon geht nicht auf Situationen für Mitarbeiter ein, deren Termine über den 2. März hinaus verzögert sind, oder auf jene, die in anderen Ländern festsitzen.

Breitere Auswirkungen auf die Tech-Branche

Die Situation bei Amazon ist Teil eines umfassenderen Problems, das viele amerikanische Technologieunternehmen betrifft. Alphabet Inc. (NASDAQ:GOOGL) (NASDAQ:GOOG), Apple Inc. (NASDAQ:AAPL) und Microsoft Corp. (NASDAQ:MSFT) haben ebenfalls Reisehinweise für ihre Visumsinhaber herausgegeben. Sie warnen davor, dass konsularische Rückstände eine Rückkehr in die USA für Monate verhindern könnten.

Für Amazon, das im Geschäftsjahr 2024 fast 15.000 zertifizierte H-1B-Anträge stellte, einschließlich für seine Tochtergesellschaft Whole Foods, ist die Abhängigkeit von internationalen Talenten besonders hoch. Die Komplikationen entwickeln sich weiter, und das Unternehmen überwacht die Visabearbeitung genau, wobei weitere Updates erwartet werden.

Politische und wirtschaftliche Debatte

Die H-1B-Visaproblematik ist auch Gegenstand politischer und wirtschaftlicher Diskussionen. Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase, äußerte sich überrascht über die Höhe der H-1B-Visagebühr von 100.000 US-Dollar.

Elon Musk hat sich für qualifizierte Einwanderung ausgesprochen und betont, dass die USA von internationalem Talent profitieren. Im Gegensatz dazu forderte Rep. Marjorie Taylor Greene (R-Ga.) ein Ende der indischen H-1B-Visa und verknüpfte Einwanderungspolitiken mit breiteren geopolitischen Fragen.