
Bitcoin 2025: Schiff sieht "Fehlstart", Edelmetalle glänzen – Was steckt dahinter?
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Der renommierte Ökonom Peter Schiff hat seine langjährige Skepsis gegenüber Bitcoin (CRYPTO: BTC) erneut bekräftigt. Er kontrastiert die schwache Entwicklung der führenden Kryptowährung im Jahr 2025 mit dem starken Anstieg der Silberpreise und sieht die "Krypto-Weihnacht, die nicht war".
Bitcoins "Fehlstart" 2025 laut Peter Schiff
In einem X-Post argumentierte Schiff, dass Bitcoin-HODLer dieses Weihnachten nichts zu feiern hätten, da das Asset sein Versprechen vom Jahresanfang 2025 nicht erfüllt habe. "Als das Jahr begann, waren HODLer zuversichtlich, dass Bitcoin zum Mond fliegen würde. Stattdessen versagte es auf der Startrampe, während Edelmetalle abhoben", so Schiff. Er bezeichnete den Verkauf von Bitcoin und den Kauf von Silber als die "besten Trades" des Jahres.
Schiffs Äußerungen stehen im Einklang mit seinen früheren bärischen Prognosen. Bereits Anfang Dezember 2025 erklärte er den Bitcoin-Handel für "beendet" und argumentierte, dass das Asset weder mit Tech-Aktien noch mit Edelmetallen steige. Im Vormonat merkte er an, dass die führende Kryptowährung ein "Spiegelbild" von Silber sei: Je höher Silber steige, desto stärker stürze Bitcoin ab.
Bitcoin vs. Edelmetalle: Kurz- und Langfristige Performance
Obwohl Bitcoin im Jahr 2025 Silber deutlich unterlegen war, zeigt sich auf längere Sicht ein anderes Bild. Der Bitcoin-Befürworter Steven Yamada konterte Schiffs Behauptung und meinte, der beste langfristige Handel sei, "Silber zu verkaufen und BTC zu kaufen".
Die Performance-Daten belegen dies:
- Bitcoin:
- YTD (2025): -6,18%
- 5-Jahres-Gewinne: +228%
- 10-Jahres-Gewinne: +20.324%
- Preis (Stand 9:30 p.m. ET): $88.413,84
- Spot Silber:
- YTD (2025): +152,42%
- 5-Jahres-Gewinne: +189,13%
- 10-Jahres-Gewinne: +428,38%
- Preis (Stand 9:30 p.m. ET): $74,74/Unze
Schiffs "Digital Gold"-These und die "Greater Fool Theory"
Peter Schiff, bekannt für seine langjährige Ablehnung von Bitcoin, prognostiziert, dass die nächsten vier Jahre für die führende Kryptowährung "viel schlimmer" sein werden. Er ist der Ansicht, dass die These "Bitcoin ist digitales Gold" offiziell gescheitert ist. Obwohl Bitcoin mit 87.000 US-Dollar historisch hoch ist (im Vergleich zu 2020 oder 2023), argumentiert Schiff, dass es an Kaufkraft gegenüber Gold verloren hat – um 46% gegenüber seinem Hoch vom November 2021, gemessen in Gold.
Schiff vertritt zudem die "Greater Fool Theory". Er räumt ein, dass frühe Käufer reich wurden, behauptet jedoch, dies sei nur geschehen, weil "spätere Käufer Millionen in Pennies verwandeln werden". Er betrachtet Bitcoin als ein Ponzi-Schema, bei dem frühe Teilnehmer Reichtum von späten Teilnehmern abziehen. Seine Obsession begründet er altruistisch, indem er angibt, häufig über BTC zu posten, um "Menschen davor zu bewahren, Geld zu verlieren".
Marktdaten stützen Schiffs Argumentation im Jahr 2025
Schiffs Überzeugung wird derzeit durch harte Marktdaten und technische Trends Ende 2025 gestützt. Seit Jahren argumentiert Schiff, dass Bitcoin ein "Risiko-Asset" (wie Tech-Aktien) und kein "sicherer Hafen" (wie Gold) sei. Im Dezember 2025 scheint der Markt ihm Recht zu geben.
Das Jahr 2025 war von einer "Flucht in die Sicherheit" geprägt. In diesem Umfeld fließt Kapital in Gold und Silber und weg von Bitcoin. Traditionelle Sachwerte gewinnen, während "digitale" Assets zurückbleiben. Schiff sieht dies als den ultimativen Stresstest, den Bitcoin seiner Meinung nach nicht besteht.
Bloombergs Warnung: Bitcoin als "Dead Money"
Schiffs Warnung deckt sich mit einer kürzlich von Mike McGlone von Bloomberg geäußerten Einschätzung. McGlone argumentierte, dass Bitcoin zu "Dead Money" geworden sei, was eine Investition beschreibt, die extremes Risiko birgt, aber keine Renditen mehr generiert.
In der Finanzwelt gilt ein Asset, das dreimal so gefährlich ist wie Tech-Aktien, aber über fünf Jahre keine zusätzliche Rendite liefert, als gescheiterter Handel. Kapital fließt dorthin, wo es am besten behandelt wird, und derzeit liefern Tech-Aktien bessere Renditen bei geringerem Risiko. McGlone fragt sich, ob 2025 den Höhepunkt der ETF-Euphorie markiert haben könnte, da der breite Kryptomarkt 2026 in sein sechstes Jahr mit schlechter Performance geht, insbesondere risikobereinigt gegenüber dem Nasdaq.
Die Rolle von Schiffs Kommentaren als Kontra-Indikator
Interessanterweise betrachten Krypto-Trader Schiffs bärische Äußerungen oft als konträre Signale. Seit 2010 hat Schiff Bitcoin kritisch beschrieben, es als Blase, Betrug und gescheiterten Wertspeicher bezeichnet. Ironischerweise gingen viele bedeutende Anstiege von Bitcoin Zeiten voraus, in denen Schiff das Asset für "beendet" erklärte. Sein Kommentar ist aufgrund seiner Beharrlichkeit eher zu einem Stimmungsbarometer als zu einer Prognose geworden.
Kurzfristige Trader sind verärgert, dass Bitcoin nicht mit Risiko-Assets mithalten konnte. Die seitwärts gerichtete Preisentwicklung inmitten allgemeiner Markstärke kann ein Gefühl der Kapitulation erzeugen, das von mangelndem Vertrauen und ermüdendem Verkaufsdruck geprägt ist. Viele erfahrene Trader sehen Schiffs Aussage, dass Bitcoin nicht steigen wird, als Indiz dafür, dass der Pessimismus seinen Höhepunkt erreicht hat. Marktböden entstehen selten in Zeiten des Optimismus, sondern wenn die Narrative umkämpft sind und das Vertrauen schwindet.