Bitcoin unter Druck: Ukraine-Angriffe auf russisches Öl treiben Inflation und ETF-Abflüsse

Bitcoin unter Druck: Ukraine-Angriffe auf russisches Öl treiben Inflation und ETF-Abflüsse

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Ukrainische Drohnenangriffe auf russische Ölanlagen haben die globalen Energiemärkte destabilisiert und Trumps Plan zur Preisstabilisierung untergraben. Dies führt zu einem Anstieg der Ölpreise, verstärkt Inflationsrisiken und belastet risikoreiche Anlagen wie Bitcoin, der einen signifikanten Rückgang und massive ETF-Abflüsse verzeichnete.

Geopolitische Spannungen eskalieren: Angriffe auf russische Ölexporte

Diese Woche haben ukrainische Drohnenangriffe auf Häfen und Raffinerien in Russlands Leningrader Region sowie auf das Sheskharis-Ölterminal in Noworossijsk, einem der größten Umschlagplätze Russlands am Schwarzen Meer, die globalen Energiemärkte erschüttert. Diese Angriffe stellen laut Beobachtern die „ernsthafteste Bedrohung“ für Russlands Ölexporte seit der umfassenden Invasion der Ukraine im Jahr 2022 dar. Etwa 40 % der russischen Ölexportkapazität sind nun offline.

Michael Kern, Redakteur bei Oilprice.com, beschreibt die Situation als „zuerst ein Logistikproblem – und zweitens ein Versorgungsproblem“, wie CoinDesk berichtete. Die Angriffe auf die russische Infrastruktur, einschließlich des Sheskharis-Terminals am 2. März 2026, folgen einem ersten Angriff im November 2025 und reduzieren Russlands Ölraffineriedurchsatz auf etwa 5 Millionen Barrel pro Tag, rund 335.000 Barrel pro Tag unter dem Vorjahreswert.

Trumps Energiepolitik unter Druck

Die jüngsten Ereignisse haben die Bemühungen der Trump-Administration, die Rohölpreise zu stabilisieren, erheblich untergraben. Präsident Donald Trump hatte zuvor Sanktionen gegen russisches Rohöl aufgehoben, um Versorgungsengpässe durch den Iran-Krieg und die De-facto-Schließung der Straße von Hormus auszugleichen und die Energiemärkte zu beruhigen. Zusätzlich wurden 400 Millionen Barrel aus strategischen Reserven der Internationalen Energieagentur freigegeben.

Diese „Dual-Track-Stabilisierungsstrategie“ konnte die Preise jedoch nicht eindämmen; Rohöl bleibt über 100 US-Dollar pro Barrel und erreichte am 28. Februar einen Intraday-Höchststand von 119,48 US-Dollar. Kirill Dmitriev, Putins Gesandter, betonte: „Ohne russisches Öl kann der globale Energiemarkt nicht stabil bleiben.“ Die US-Regierung soll die Ukraine gewarnt haben, dass Angriffe auf russische Energieinfrastruktur den wirtschaftlichen Interessen der USA widersprechen.

Das Inflationsrisiko kehrt zurück

Die anhaltend hohen Energiepreise bergen das Risiko einer hartnäckigen Inflation, die wiederum globalen Zentralbanken Druck machen könnte, die Kreditkosten zu erhöhen und Liquidität abzuziehen. Dies würde die von vielen Krypto-Investoren erhofften Zinssenkungen verzögern. Die Verbindung zwischen einem Krieg in Osteuropa und dem Bitcoin-Wallet mag auf den ersten Blick nicht offensichtlich sein, doch ein Ölversorgungsschock kann sich in der vernetzten Weltwirtschaft direkt auf Kryptopreise auswirken.

Bitcoin im Makro-Gegenwind

Für Risikoanlagen wie Bitcoin schafft dieses Umfeld eine Herausforderung. Die Kryptowährung handelte zuletzt in einer Spanne von 65.000 bis 75.000 US-Dollar. Makroökonomischer Druck durch erhöhte Ölpreise stellt einen Schlüsselfaktor dar, der diese Unterstützung bedroht und Bitcoin in den Bereich der „extremen Angst“ nahe 68.775 US-Dollar gedrückt hat.

Institutioneller Stimmungswandel: Bitcoin ETF-Abflüsse

Am Donnerstag zogen Anleger laut SoSoValue-Daten insgesamt 171,12 Millionen US-Dollar aus den elf in den USA gelisteten Spot Bitcoin ETFs ab. BlackRock’s IBIT (NASDAQ:IBIT) verzeichnete Abflüsse von 41,92 Millionen US-Dollar, während FBTC, GBTC, BITB und ARKB jeweils Abzüge im Bereich von 20 bis 30 Millionen US-Dollar meldeten.

Dieser Rückzug folgt auf robuste Zuflüsse von über 2 Milliarden US-Dollar zwischen Ende Februar und Mitte März. Seitdem hat sich die Dynamik drastisch verlangsamt: Letzte Woche zogen die ETFs nur 95,8 Millionen US-Dollar an Zuflüssen an und verzeichneten in dieser Woche bisher Nettoabflüsse von 70,71 Millionen US-Dollar, was einen klaren Wandel in der institutionellen Stimmung signalisiert.

Technische Analyse: Wichtige Bitcoin-Niveaus

Die technischen Indikatoren für Bitcoin zeigen eine bärische Kontrolle auf dem Tages-Chart:

  • Der Parabolic SAR liegt bei 75.187 US-Dollar und damit deutlich über dem aktuellen Preis.
  • Der Supertrend bei 66.129 US-Dollar ist nahezu identisch mit dem aktuellen Preis; ein Schlusskurs darunter würde das Signal erneut auf bärisch drehen.

Wichtige Unterstützungsniveaus liegen bei 65.000 US-Dollar, mit 61.000 US-Dollar an der Keilbasis darunter. Auf der Oberseite konzentriert sich der Widerstand bei 72.500 US-Dollar, dann bei 75.187 US-Dollar (SAR) und schließlich bei 80.000 US-Dollar. Ein Keil-Durchbruch nach unten würde die Tür zu 60.000 US-Dollar und darunter öffnen, während Bullen einen klaren Ausbruch über 75.000 US-Dollar benötigen, um die Dynamik zu verschieben.

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