Cardinal Health: Rezessionsresistent und KI-sicher auf der Watchlist

Cardinal Health: Rezessionsresistent und KI-sicher auf der Watchlist

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Cardinal Health, ein zentraler Akteur in der US-Gesundheitsbranche, wurde kürzlich von Jim Cramers CNBC Investing Club auf seine Bullpen-Watchlist gesetzt. Das Unternehmen zeichnet sich durch minimale wirtschaftliche Sensibilität und ein geringes bis gar kein Risiko durch künstliche Intelligenz (KI) aus, was es zu einem interessanten Kandidaten in einem unsicheren Marktumfeld macht.

Das Rückgrat der US-Gesundheitsversorgung

Cardinal Health spielt eine entscheidende Rolle in der Lieferkette des Gesundheitswesens. Das Unternehmen beliefert und vertreibt Medikamente und medizinische Produkte an Krankenhäuser, Apotheken und Kliniken. Es kauft verschreibungspflichtige Medikamente von Herstellern und liefert diese an die Endverbraucher. Darüber hinaus produziert und vertreibt Cardinal Health medizinische Artikel wie chirurgische Produkte, Untersuchungshandschuhe und andere medizinische Verbrauchsmaterialien. Das Dienstleistungsangebot umfasst auch Bestandsmanagement und Unterstützung der Lieferkette.

Die Branche, in der Cardinal Health tätig ist, wird effektiv von einem Oligopol dominiert, zu dem neben Cardinal Health auch McKesson und Cencora gehören.

Langfristiger Rückenwind durch alternde Bevölkerung

Ein wesentlicher langfristiger Wachstumstreiber für Cardinal Health ist die alternde Bevölkerung in den USA. In den letzten 30 Jahren ist die Zahl der Amerikaner über 65 Jahren kontinuierlich gestiegen. Cardinal Health weist darauf hin, dass Personen über 65 Jahren eine über 50-prozentige Wahrscheinlichkeit haben, vier oder mehr pharmazeutische Produkte einzunehmen. Dieser Faktor ist bei über 65-Jährigen fünfmal höher als bei unter 50-Jährigen. Das Unternehmen erwartet, dass die Zahl der Amerikaner über 65 in den nächsten drei Jahrzehnten weiter zunehmen wird, was einen stabilen Rückenwind für das Geschäft darstellt, unabhängig von der allgemeinen Wirtschaftslage. Dies macht die Aktie als äußerst wirtschaftlich widerstandsfähig.

KI-Disruption: Eine unbegründete Sorge?

Die Frage nach der Bedrohung durch KI ist für viele Unternehmen relevant. Am 12. Februar erlebten die Aktien von Cardinal Health einen starken Ausverkauf, parallel zu Logistik- und Transportaktien. Auslöser war die Ankündigung eines kleinen Unternehmens, ein neues Tool zur Reduzierung von Frachtineffizienzen einzuführen. Dies weckte Befürchtungen, dass die Arzneimittelverteilung an Preissetzungsmacht verlieren könnte.

Diese Reaktion wurde jedoch als "shoot first, ask questions later" (erst schießen, dann fragen) beschrieben, und die Aktie erholte sich schnell von den Verlusten, da der Markt seinen Fehler erkannte. Analysten von Barclays argumentieren, dass eine Effizienzsteigerung der Großhändler in ihren Vertriebsabläufen positiv für die Gruppe wäre, da die Kosteneinsparungen den Distributoren zugutekämen. KI birgt zwar Risiken für viele Geschäftsmodelle, schafft aber auch erhebliche Chancen.

Bewertung und Marktumfeld

Die Aktie von Cardinal Health war in den letzten 12 Monaten ein großer Gewinner und hat im bisherigen Jahresverlauf rund 10 % zugelegt. Dennoch wird sie nur zum 21-fachen der geschätzten Gewinne für das Kalenderjahr 2026 gehandelt. Obwohl dies im Vergleich zur eigenen Historie teuer erscheinen mag, hat die Aktie aufgrund ihres konstanten zweistelligen prozentualen Gewinnwachstums pro Aktie (EPS) eine Neubewertung erfahren.

Im Vergleich zum Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist Cardinal Health günstiger als Danaher, eine Aktie, die der CNBC Investing Club nach einigen enttäuschenden Jahren kürzlich verkauft hat.

Das aktuelle Marktumfeld ist von Unsicherheit geprägt. Nach einem starken Januar war der US-Aktienmarkt im Februar eher verhalten, was auf einen KI-bedingten Ausverkauf zurückzuführen ist. Die technologische Umwälzung führte dazu, dass bereits unter Druck stehende Softwareaktien einen weiteren Schlag erlitten, nachdem das KI-Startup Anthropic neue Tools für den Arbeitsplatz einführte. Dies schürte Befürchtungen, dass künstliche Intelligenz traditionelle Softwaremodelle nicht nur unterstützen, sondern ersetzen könnte. Trotz dieser Unsicherheiten und geopolitischer Spannungen suchen Investoren weiterhin nach robusten Anlagemöglichkeiten.

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