
Cathie Wood investiert 56 Mio. $ in Alphabet: Strategie und Performance
ℹKeine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken
Cathie Wood, Chefin von Ark Investment Management, hat kürzlich eine bemerkenswerte Investition getätigt: Ihre Fonds erwarben Alphabet-Aktien im Wert von rund 56 Millionen US-Dollar. Dieser Schritt in den Megacap-Bereich ist ungewöhnlich für die bekannte Tech-Investorin, die sonst auf innovative Frühphasenunternehmen setzt. Die Transaktion erfolgte inmitten einer Phase, in der Woods Flaggschiff-ETF unterschiedliche Ergebnisse aufweist.
Cathie Woods Investmentstrategie
Cathie Wood ist bekannt dafür, auf Frühphasen-Tech-Unternehmen und wachstumsstarke Innovatoren zu setzen. Ihre Ark ETFs zielen typischerweise auf aufstrebende High-Tech-Firmen in Bereichen wie Künstliche Intelligenz (KI), Blockchain, Biomedizintechnik und Robotik ab. Wood vertritt die Ansicht, dass diese Unternehmen die Welt neu gestalten und ein starkes langfristiges Wachstum vorantreiben könnten.
Die hohe Volatilität dieser Unternehmen führt jedoch zu großen Schwankungen in den Werten der Ark-Fonds. Trotz dieser Schwankungen bleibt Wood ihrer Überzeugung treu, dass diese Sektoren das größte disruptive Potenzial bieten.
Jüngste Megacap-Investition: Alphabet
In der vergangenen Woche (Thanksgiving Week) tätigte Wood einen ihrer größten jüngsten Käufe, indem sie Megacap-Tech-Aktien im Wert von rund 56 Millionen US-Dollar erwarb. Konkret kauften Woods Ark-Fonds am 25. November 174.293 Alphabet (GOOG) Class C Aktien. Der Wert dieser Transaktion belief sich auf etwa 55,77 Millionen US-Dollar.
Am Tag des Kaufs stieg die Alphabet-Aktie im Intraday-Handel auf ein Rekordhoch von 328,67 US-Dollar. Dieser Anstieg wurde durch Berichte befeuert, wonach Alphabet KI-Chips an Meta Platforms (META) verkaufen könnte.
Performance und Herausforderungen
Der Ark Innovation ETF (ARKK) von Cathie Wood lieferte 2020 eine beeindruckende Rendite von 153%. Auch in diesem Jahr zeigt sich der Fonds stark: Bis zum 28. November stieg ARKK um etwa 38%, womit er den S&P 500, der im gleichen Zeitraum 16,45% zulegte, übertraf.
Woods Investmentstil bringt in steigenden Märkten zwar hohe Gewinne, führt aber in Bärenmärkten auch zu schmerzhaften Verlusten. Dies zeigte sich deutlich im Jahr 2022, als der Fonds über 60% seines Wertes einbüßte. Diese starken Schwankungen haben sich auf die Langzeitergebnisse ausgewirkt. Zum 26. November wies der Ark Innovation ETF laut Morningstar eine annualisierte Fünfjahresrendite von -6,18% auf, während der S&P 500 im gleichen Zeitraum eine annualisierte Rendite von 15,28% erzielte.
Laut einer Analyse von Morningstar-Analystin Amy Arnott vernichtete der Ark Innovation ETF von 2014 bis 2024 7 Milliarden US-Dollar an Anlegervermögen. Dies machte ihn zum drittgrößten Vermögensvernichter unter den Investmentfonds und ETFs in Arnott's Ranking. In den 12 Monaten bis zum 27. November verzeichnete der Ark Innovation ETF zudem Nettoabflüsse von rund 1,3 Milliarden US-Dollar, wie die ETF-Research-Firma VettaFi berichtet.
Woods Sicht auf KI und Marktentwicklung
Im Oktober äußerte Cathie Wood in einem CNBC-Interview, dass sie ein "Zittern" des Marktes erwartet, wenn die Zinsen zu steigen beginnen. Trotz Bedenken hinsichtlich der hohen Bewertungen von Tech-Aktien glaubt Wood weiterhin fest an das Potenzial von Künstlicher Intelligenz und bestreitet die Rede von "KI-Blasen".
"Ich glaube nicht, dass KI in einer Blase ist", sagte Wood. Sie fügte hinzu: "Was ich jedoch denke, ist, dass es auf Unternehmensseite eine Weile dauern wird, bis große Unternehmen sich darauf vorbereiten, sich zu transformieren, um die Produktivitätsgewinne, die wir durch KI erwarten, wirklich zu nutzen." Es ist jedoch festzuhalten, dass nicht alle Anleger Woods Ansicht teilen, was sich auch in den erwähnten Nettoabflüssen aus dem Ark Innovation ETF widerspiegelt.