Cleveland Fed: Hammack erwartet längere Zinspause trotz Risiken

Cleveland Fed: Hammack erwartet längere Zinspause trotz Risiken

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Beth Hammack, Präsidentin der Federal Reserve Bank of Cleveland, erwartet, dass die US-Notenbank die Zinsen "für eine ganze Weile" unverändert lassen wird. Sie betonte am Mittwoch, dem 15. April 2026, die Notwendigkeit eines geduldigen Ansatzes, während die Zentralbank sowohl Inflations- als auch Beschäftigungsrisiken abwägt.

Geduldige Geldpolitik im Fokus

In einem Live-Interview mit CNBC sprach sich die Notenbankerin für eine abwartende Haltung in der Geldpolitik aus. Die Federal Reserve beobachte die eingehenden Daten genau, um Hinweise auf die Entwicklung der US-Wirtschaft zu erhalten. Hammack, die in diesem Jahr ein stimmberechtigtes Mitglied des Federal Open Market Committee (FOMC) ist, erklärte: "Meine Grundannahme ist, dass wir für eine ganze Weile auf Eis bleiben werden."

Sie fügte hinzu, dass es "zweiseitige Risiken für die Zinsen" gebe. Je nachdem, wie die Daten ausfallen, könnte eine akkommodativere oder restriktivere Politik erforderlich sein. Dies sei der Grund, warum es ein guter Zeitpunkt sei, geduldig zu bleiben und die weitere Datenentwicklung abzuwarten.

Zinsniveau und zukünftige Risiken

Nach drei Zinssenkungen im späteren Verlauf des Jahres 2025 hat der FOMC die Zinsen bei seinen beiden diesjährigen Entscheidungen unverändert gelassen. Der Leitzins liegt derzeit in einem Zielbereich zwischen 3,5 % und 3,75 %. Hammack bezeichnete dieses Niveau als einen "guten Platz" für die aktuelle Geldpolitik.

Trotz der aktuellen Stabilität bleibt sie jedoch wachsam hinsichtlich eines möglichen Inflationsschocks. Insbesondere der Iran-Krieg und Zölle könnten die Preise unter Druck setzen.

Inflationäre Schocks und ihre Herausforderungen

Die Präsidentin der Cleveland Fed äußerte Bedenken hinsichtlich aufeinanderfolgender Angebotsschocks. "All diese aufeinanderfolgenden Angebotsschocks sind schwer zu beurteilen, wie wir sie aus geldpolitischer Sicht handhaben sollen", sagte Hammack. Normalerweise würde man solche Angebotsschocks ignorieren.

Die Situation sei jedoch anders, wenn sie auf eine bereits erhöhte Inflation treffen. In einem Umfeld niedriger und stabiler Inflation wäre die Reaktion möglicherweise nicht dieselbe.

Der Arbeitsmarkt im Gleichgewicht

Hinsichtlich des Arbeitsmarktes stellte Hammack fest, dass dieser "ungefähr im Gleichgewicht" sei. Sie bezeichnete es jedoch als ein "merkwürdiges Gleichgewicht". Dies liege an der geringen Schaffung neuer Arbeitsplätze bei gleichzeitig moderaten Zuwächsen auf der Angebotsseite.

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes bleibt somit ein wichtiger Faktor für die zukünftigen geldpolitischen Entscheidungen der Federal Reserve.

Uneinigkeit im FOMC

Obwohl die FOMC-Mitglieder bei der März-Sitzung noch eine Zinssenkung in diesem Jahr in Aussicht stellten, gab es erhebliche Meinungsverschiedenheiten. Die Märkte preisten am Mittwochmorgen laut CME Group eine Wahrscheinlichkeit von etwa 1 zu 3 für eine Zinssenkung in diesem Jahr ein. Dies unterstreicht die Unsicherheit und die Notwendigkeit eines datengesteuerten Ansatzes, den Beth Hammack betont.

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