
ConocoPhillips: Kursziel erhöht, während KI-Energiebedarf steigt
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Roth Capital Partners hat das Kursziel für ConocoPhillips (NYSE:COP) auf 112 US-Dollar angehoben und die Kaufempfehlung beibehalten. Diese Anpassung erfolgte nach den soliden Ergebnissen des vierten Quartals, unveränderten Investitionsplänen für 2026 und den Fortschritten bei einem 1 Milliarde US-Dollar umfassenden Kostensenkungsprogramm.
ConocoPhillips: Kurszielerhöhung und Kostendisziplin
Am 5. Februar erhöhte Roth Capital Partners sein Kursziel für ConocoPhillips von 105 US-Dollar auf 112 US-Dollar. Die Analysten von Roth Capital Partners erwarten für 2027 ein moderates Produktionswachstum von etwa 2 % bei den Gesamtvolumina und rund 1 % bei der Ölproduktion. ConocoPhillips wird zudem als eine der "13 Best Long Term Low Risk Stocks to Buy Now" gelistet.
Strategische Neuausrichtung und Marktbedingungen
ConocoPhillips kündigte an, die Kapital- und Betriebskosten bis 2026 um 1 Milliarde US-Dollar zu senken. Diese Maßnahme folgt auf ein verfehltes Gewinnziel im vierten Quartal, das durch schwächere Rohölpreise belastet wurde. Niedrigere Ölpreise setzen die Produzenten branchenweit unter Druck und zwingen viele zu Budgetstraffungen, Bohrreduzierungen und Stellenstreichungen.
Im vierten Quartal erzielte ConocoPhillips einen durchschnittlichen Preis von 42,46 US-Dollar pro Barrel Öläquivalent, was etwa 19 % unter dem Vorjahreswert lag. Da das Unternehmen seine Produktion in der Regel nicht absichert, spiegeln die Ergebnisse die Rohstoffpreise wider. CEO Ryan Lance betonte, dass die jüngsten Kostensenkungen auf über 1 Milliarde US-Dollar an jährlichen Synergien aufbauen, die 2025 nach der 22,5 Milliarden US-Dollar teuren Übernahme von Marathon Oil erzielt wurden.
Das Unternehmen schloss 2025 Vermögensverkäufe in Höhe von 3,2 Milliarden US-Dollar ab und ist auf Kurs, sein Veräußerungsziel von 5 Milliarden US-Dollar bis Ende 2026 zu erreichen, um das Geschäft weiter zu straffen. Im Rahmen einer im letzten Jahr skizzierten umfassenderen Umstrukturierung plant ConocoPhillips zudem, seine Belegschaft um etwa 20 % bis 25 % zu reduzieren. ConocoPhillips ist ein Explorations- und Produktionsunternehmen mit Aktivitäten in Alaska, den Lower 48 und dem Golf von Mexiko, das Rohöl, Erdgas und NGLs produziert.
Der wachsende Energiebedarf der Künstlichen Intelligenz
Während ConocoPhillips seine Strategie im traditionellen Energiesektor anpasst, entwickelt sich die Künstliche Intelligenz (KI) zur größten Investitionsmöglichkeit unserer Zeit. Jede ChatGPT-Abfrage, jedes Modell-Update und jeder robotische Durchbruch verbraucht enorme Energiemengen, was die globalen Stromnetze an ihre Grenzen bringt. Wall Street investiert Hunderte von Milliarden in KI, doch die Frage nach der Energieversorgung bleibt oft unbeantwortet.
KI ist die energiehungrigste Technologie, die je erfunden wurde. Jedes Rechenzentrum, das große Sprachmodelle wie ChatGPT betreibt, verbraucht so viel Energie wie eine Kleinstadt. Sam Altman, Gründer von OpenAI, warnte: „Die Zukunft der KI hängt von einem Energiedurchbruch ab.“ Elon Musk äußerte sich noch deutlicher: „KI wird nächstes Jahr keinen Strom mehr haben.“
Eine alternative Investitionsperspektive im Energiesektor
Obwohl das Potenzial von ConocoPhillips als Investition anerkannt wird, wird die Ansicht vertreten, dass bestimmte KI-Aktien ein größeres Aufwärtspotenzial bei geringerem Abwärtsrisiko bieten könnten. Die steigende Nachfrage nach Energie für KI-Rechenzentren schafft neue Chancen für Unternehmen, die kritische Energieinfrastruktur besitzen.
Ein solches Unternehmen, das von den meisten KI-Investoren übersehen wird, könnte ein wichtiger Akteur im Energiesektor sein. Es ist kein Chiphersteller und keine Cloud-Plattform, sondern besitzt kritische Energieinfrastruktur, einschließlich nuklearer Anlagen, und ist in der Lage, große EPC-Projekte (Engineering, Procurement, and Construction) in den Bereichen Öl, Gas, erneuerbare Kraftstoffe und Industrieinfrastruktur umzusetzen. Dieses Unternehmen spielt auch eine zentrale Rolle im US-LNG-Export, einem Sektor, der unter einer erneuerten „America First“-Energiedoktrin von Präsident Trump voraussichtlich stark wachsen wird. Zudem könnte es von Trumps vorgeschlagenen Zöllen profitieren, die amerikanische Hersteller dazu anregen, ihre Produktion ins Heimatland zurückzuverlagern.