ConocoPhillips vs. Chevron: Wachstum oder Dividendenstabilität?

ConocoPhillips vs. Chevron: Wachstum oder Dividendenstabilität?

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Der Energiesektor bleibt ein dynamisches Feld für Anleger, wobei große Akteure wie Chevron und ConocoPhillips unterschiedliche Profile bieten. Während Chevron (NYSE: CVX) als etabliertes Unternehmen aus Houston, Texas, für seine Stabilität und kontinuierliche Dividendenausschüttung bekannt ist, positioniert sich ConocoPhillips (NYSE: COP) als attraktive Option für Anleger, die im neuen Jahr verstärkt Wachstumschancen im Ölfeld suchen.

Chevron: Ein Anker der Stabilität

Chevron, ein Energieunternehmen mit einer Marktkapitalisierung, die fast dreimal so hoch ist wie die von ConocoPhillips (rund 297 Milliarden US-Dollar gegenüber 114 Milliarden US-Dollar), hat sich in diesem Jahr solide entwickelt. Die Aktie verzeichnete ein Plus von etwa 3 % seit Jahresbeginn. Mit einer vierteljährlichen Dividende von 1,71 US-Dollar hat sich Chevron in den letzten Jahren als stabiles Value-Unternehmen erwiesen.

Das Unternehmen zeichnet sich durch seine Dividendenkontinuität aus, indem es seine Ausschüttung 38 Jahre in Folge erhöht hat. Chevron bietet Anlegern eine hohe Stabilität und eine Dividendenrendite von 4,63 %. Es ist zudem geografisch diversifizierter als ConocoPhillips.

ConocoPhillips: Auf Wachstumskurs

ConocoPhillips, dessen Aktienkurs zum 17. Dezember um 4,25 % gesunken war, wird von einigen Analysten als die attraktivere Wahl für langfristiges Wachstum im kommenden Jahrzehnt angesehen. Das Unternehmen bietet ähnliche Einkommensmöglichkeiten durch seine Dividende, aber mit einem stärkeren Fokus auf Expansion.

Die Wachstumsstrategie von ConocoPhillips umfasst mehrere Säulen. Dazu gehören Akquisitionen, wie die Übernahme von Marathon Oil Ende 2024 und Concho Resources im Jahr 2021, sowie der Fortschritt beim Willow Project in Alaska. Dieses Projekt soll ab Anfang 2029 voraussichtlich 180.000 Barrel pro Tag produzieren. Zudem erweitert ConocoPhillips sein Portfolio im Bereich Flüssigerdgas (LNG) durch Kapitalbeteiligungen und weitere Akquisitionen.

Finanzielle Effizienz und Dividendenentwicklung

ConocoPhillips verfolgt eine klare Strategie zur Kostenreduktion, mit dem Ziel, jährlich bis zu 1 Milliarde US-Dollar einzusparen. Dies wurde hauptsächlich durch Personalabbau erreicht, wobei im September 2025 Entlassungen von bis zu 25 % der weltweiten Belegschaft angekündigt wurden. Darüber hinaus plant das Unternehmen, bis Ende 2026 Vermögenswerte im Wert von 5 Milliarden US-Dollar zu veräußern, um die Liquidität in der Bilanz erheblich zu steigern.

Trotz einer volatileren Dividende im Vergleich zu Chevron hat ConocoPhillips seine Ausschüttung im jüngsten Quartal auf 0,84 US-Dollar pro Aktie erhöht. In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 generierte das Unternehmen beeindruckende 15,55 Milliarden US-Dollar aus dem operativen Geschäft, finanzierte 9,5 Milliarden US-Dollar an Kapitalausgaben und Investitionen, kaufte Aktien im Wert von 4 Milliarden US-Dollar zurück, zahlte 3 Milliarden US-Dollar an Dividenden und tilgte Schulden in Höhe von 700 Millionen US-Dollar.

Bewertung und Marktumfeld

Im aktuellen Marktumfeld, das 2025 für Energieaktien aufgrund niedriger Ölpreise ein schwieriges Jahr war (Ölpreise erreichten Vierjahrestiefs, der breitere Energiesektor stieg nur um etwas über 1 % seit Jahresbeginn), wird ConocoPhillips als fairer bewertet angesehen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von ConocoPhillips liegt bei etwa 13, während Chevron mit einem KGV von über 20 etwas teurer ist.

ConocoPhillips erwartet zudem einen inkrementellen freien Cashflow (FCF) von 7 Milliarden US-Dollar von 2025 bis 2029, einschließlich 1 Milliarde US-Dollar pro Jahr von 2026 bis 2028, mit einem Anstieg im Jahr 2029, wenn das Willow Project in Betrieb geht. Das Unternehmen strebt an, seinen FCF-Break-even-Punkt bis Ende des Jahrzehnts auf unter 30 US-Dollar pro Barrel West Texas Intermediate (WTI) Rohöl zu senken, was es gut positioniert, um auch in Phasen niedrigerer Öl- und Gaspreise zu bestehen.