
Der KI-Superzyklus: Chancen in Software und Hardware für Anleger
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Die Wirtschaft neigt dazu, sich in Zyklen zu bewegen, wenn neue Technologien angenommen werden. Investitionen in die Internettechnologie in den 1990er-Jahren legten den Grundstein für die heutige digitale Wirtschaft. Jahrzehnte später bereitet sich die Welt auf die Künstliche Intelligenz (KI) vor.
Heute pumpen Unternehmen Hunderte von Milliarden Dollar in Datenzentren, was wohl den größten Technologie-Superzyklus der modernen Geschichte darstellt. KI hat sich zu einer vielschichtigen Chance über Software, Hardware und Fertigung entwickelt.
Der KI-Superzyklus: Eine neue Ära der Technologieinvestitionen
Die Einführung neuer Technologien führt oft zu umfassenden Investitionszyklen, die ganze Branchen transformieren. Ähnlich wie die Internet-Revolution der 90er-Jahre die digitale Wirtschaft prägte, steht die Welt nun am Beginn eines neuen, von Künstlicher Intelligenz (KI) angetriebenen Superzyklus. Dieser Trend wird durch massive Investitionen in Datenzentren vorangetrieben, die als Rückgrat der KI-Infrastruktur dienen.
Der aktuelle KI-Superzyklus bietet vielschichtige Investitionsmöglichkeiten. Diese erstrecken sich über verschiedene Ebenen, von der Entwicklung der zugrundeliegenden Hardware bis hin zu den Endanwendungen in der Software und den Fertigungsprozessen. Anleger können von dieser Entwicklung profitieren, indem sie Unternehmen in den verschiedenen Schichten des KI-Stacks identifizieren.
Die Software-Ebene: KI-Anwendungen für den Nutzer
Die Software-Ebene ist der Bereich, in dem Nutzer die Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz direkt erleben. Ein prominenter Akteur in diesem Segment ist Palantir Technologies (NASDAQ: PLTR), das kundenspezifische KI-Softwareanwendungen auf seinen proprietären Plattformen für kommerzielle und staatliche Kunden entwickelt. Ein bedeutender Meilenstein für das Unternehmen war die kürzliche Einführung seines Maven Smart Systems durch das US-Militär als offizielles Programm.
Im Kern besteht die Technologie von Palantir darin, Daten aufzunehmen und zu analysieren, um KI-gesteuerte Entscheidungen in verschiedenen Anwendungen zu ermöglichen. Dies kann die Unterstützung einer Militärmission von einem Kontrollzentrum aus, die Optimierung der Lieferkette eines Unternehmens oder die Betrugserkennung für eine Bank umfassen. Das Umsatzwachstum von Palantir hat sich seit Mitte 2023, als das Unternehmen seine Artificial Intelligence Platform offiziell veröffentlichte, kontinuierlich beschleunigt.
Mit insgesamt nur 954 Kunden verfügt das Unternehmen noch über ein enormes langfristiges Wachstumspotenzial. Obwohl die Aktie zeitweise volatil sein kann, erreichen nur wenige Unternehmen derzeit ein vergleichbares Leistungsniveau. Palantirs "Rule of 40"-Wert, eine Finanzkennzahl für Software-as-a-Service-Unternehmen, lag im vierten Quartal 2025 bei beeindruckenden 127 %. Ein Wert von 40 oder höher deutet auf ein gutes Gleichgewicht zwischen Wachstum und Rentabilität hin, was auf vielversprechende Entwicklungen hindeutet, während die Welt die KI-Software weiter integriert.
Die Hardware-Ebene: Das Rückgrat der KI-Infrastruktur
Unterhalb der Software-Ebene befindet sich die Hardware-Ebene, die aus riesigen Datenzentren mit Beschleuniger-Grafikprozessoren (GPUs) besteht, die KI-Modelle trainieren und ausführen. Nvidia (NASDAQ: NVDA) ist das Rückgrat des GPU-Marktes für Datenzentren. Die Chips des Unternehmens nutzen die CUDA-Parallel-Computing-Plattform, um Tausende von GPUs über Cluster hinweg zu synchronisieren, was sie bei intensiven Arbeitslasten wie KI äußerst effektiv macht.
Nvidia dominierte bisher das Training von KI-Modellen, ruht sich jedoch nicht auf seinen Lorbeeren aus. Das Management zielt darauf ab, den Inferenzmarkt zu erobern, wo Effizienz möglicherweise wichtiger ist als reine Rechenleistung. Hierfür entwickelt das Unternehmen Vera Rubin, einen Chip-Stack, der mehrere CPU-, GPU- und Netzwerkchips vereint, um zusammenzuarbeiten.