Digital Asset Treasuries: Nakamoto verkauft, Metaplanet kauft Bitcoin

Digital Asset Treasuries: Nakamoto verkauft, Metaplanet kauft Bitcoin

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Der Markt für Digital Asset Treasuries (DATs) erlebt derzeit eine Phase "akuten Stresses", in der Unternehmen unterschiedliche Strategien verfolgen. Während die Top-Bitcoin-Treasury-Firma Nakamoto Holdings einen Teil ihrer Bestände zur Finanzierung des Betriebs veräußerte, stockt das japanische Unternehmen Metaplanet seine Bitcoin-Positionen massiv auf. Dies geschieht, während der Preis der führenden Kryptowährung fast 50 % unter seinem Rekordhoch notiert.

Digital Asset Treasuries unter Druck

Der Sektor der Digital Asset Treasuries steht laut Satish Patel, Investmentanalyst bei CoinShares, unter erheblichem Druck. Unternehmen, die sich stark auf die Akkumulation von Treasury-Beständen konzentrierten, ohne gleichzeitig operative Selbstversorgung aufzubauen, seien am stärksten betroffen. In mehreren Fällen waren diese Firmen gezwungen, Kernbestände zu liquidieren, um den Betrieb zu finanzieren.

Nakamoto Holdings: Verkäufe und strategische Anpassungen

Nakamoto Holdings, gegründet vom ehemaligen Präsidentenberater Donald Trump und Bitcoin Magazine CEO David Bailey, gab diese Woche bekannt, einen Teil seiner Bitcoin-Bestände verkauft zu haben. Das Unternehmen, das letztes Jahr während des DAT-Booms debütierte und mit dem Gesundheitsunternehmen KindlyMD fusionierte, um Schulden aufzunehmen und Bitcoin zu kaufen, hält laut BitcoinTreasuries-Daten derzeit 5.058 Bitcoins im Wert von fast 338 Millionen US-Dollar und ist damit das 20. größte DAT.

In einer Einreichung offenbarte das in Nashville ansässige Unternehmen, im März 284 Bitcoin für 20 Millionen US-Dollar zu einem Durchschnittspreis von etwa 70.000 US-Dollar verkauft zu haben. Die Firma hatte ihre Coins zu durchschnittlichen Kosten von 118.171 US-Dollar erworben. Nakamotos mNAV – ein Maß für den Eigenkapitalwert, den ein Investor für jeden US-Dollar an Krypto im Besitz des Unternehmens zahlt – wird nun mit einem erheblichen Abschlag bewertet. Laut CoinShares-Daten werden die gehaltenen Bitcoin mit rund 40.700 US-Dollar bewertet.

Satish Patel kommentierte diesen Abschlag: „Dieser Abschlag ist keine gerichtete Ansicht zu Bitcoin, sondern spiegelt strukturelle Bedenken wider: Verwässerungsrisiko, anhaltender operativer Burn und geschwächtes Anlegervertrauen nach dem erzwungenen Bitcoin-Verkauf.“ Er fügte hinzu, dass Nakamoto infolgedessen „effektiv eingeschränkt“ sei und seine Bitcoin-Bestände über die Kapitalmärkte nicht skalieren könne, ohne den Shareholder Value zu schmälern, bis der Bitcoin-Preis stark ansteigt. Trotzdem erwarb Nakamoto im Februar zwei neue Unternehmen – das Medienunternehmen BTC Inc und den Hedgefonds UTXO Management –, die Cashflow generieren sollen. Die an der Nasdaq gelistete Aktie von Nakamoto notierte am Donnerstag 3 % niedriger und fast 95 % unter ihrem Rekord vom Mai 2025.

Metaplanet setzt auf Bitcoin-Akquisitionen

Im Gegensatz dazu hat das an der Tokioter Börse gelistete Unternehmen Metaplanet seine Akquisitionen fortgesetzt. Die Firma hält nun 5.075 Bitcoin, die sie für rund 405 Millionen US-Dollar erworben hat. Damit ist Metaplanet zum drittgrößten DAT aufgestiegen.

Obwohl Metaplanet keine seiner Krypto-Bestände verkauft hat, liegt der Aktienkurs des Unternehmens deutlich unter seinem Höchststand vom letzten Jahr und notierte 84 % unter seinem Juni-Rekord.

Analystenblick: Herausforderungen und Ausblick

Die unterschiedlichen Ansätze von Nakamoto und Metaplanet verdeutlichen die divergierenden Strategien im DAT-Sektor. Während einige Unternehmen gezwungen sind, Bestände zu liquidieren, um den Betrieb zu sichern, nutzen andere die Marktbedingungen für weitere Akquisitionen. Die Einschätzung von Satish Patel unterstreicht die Notwendigkeit operativer Selbstversorgung und die strukturellen Herausforderungen, denen sich viele Digital Asset Treasuries gegenübersehen, insbesondere in einem volatilen Marktumfeld.

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